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Hessen aktiv – 100 Kommunen für den Klimaschutz

Hessen aktiv – 100 Kommunen für den Klimaschutz

Veröffentlicht: 09/08/2011 von Magistrat der Stadt Rodgau

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Aktionsplan und CO2-Bilanz

„Hessen-Aktiv – 100 Kommunen für den Klimaschutz“ ist eine Aktion des Hessischen Umweltministeriums, die zu dem Programm „Nachhaltigkeit“ der Landesregierung gehört. Die Stadt Rodgau ist nach einem Beschluss des Magistrates diesem Projekt seit dem 2. Juni 2010 beigetreten und hat die entsprechende Charta unterzeichnet. Mit Unterzeichung der Charta ist die Stadt Rodgau die Selbstverpflichtung eingegangen eine CO2-Bilanz, mindestens die CO2-Startbilanz, sowie einen eigenen Aktionsplan zu erstellen. Die Projektleitung liegt beim Umweltministerium Hessen, welches davon ausgeht, dass die Kommunen in Hessen einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können: Circa 32 % der CO2-Emissionen in Hessen werden durch Gebäude im Bereich der Haushalte und Dienstleistungen verursacht und circa 37 % der CO2-Emissionen stammen aus dem Verkehrsbereich. Deshalb können Kommunen für die Bürger durch vorbildliche Maßnahmen den Zugang zu kosteneffizienten und dauerhaft wirksamen Klimaschutzmaßnahmen in diesen Bereichen deutlich verbessern. Hier setzt das Projekt an.
Ziel des Projektes ist es u.a. dass 100 Kommunen die Charta unterzeichnen, und sich dabei verpflichten auf der Grundlage einer CO2-Bilanz einen kommunalen Aktionsplan für den Klimaschutz zu erstellen, umzusetzen und in regelmäßigen Zeitabständen über die Umsetzung zu berichten. Mittlerweile haben 115 hessische Städte und Gemeinden die Charta unterzeichnet. Der Aktionsplan soll ein Einsparziel enthalten, das vorhandene Vorleistungen der Kommune im Klimaschutz berücksichtigt. Der zukunftsweisende Aktionsplan (Stand: Juni 2011) der Stadt Rodgau mit seinen Projekten soll eine Laufzeit von 5 Jahren, somit bis Juni 2016, haben und beinhaltet entsprechende Zielsetzungen. Bis dahin sind die vorgesehen Projekte, die in der Maßnahmenliste aufgeführt sind, möglichst umzusetzen. Eine Fortschreibung des Aktionsplanes nach 2016 ist wünschenswert. Es sind gestaffelt folgende Ziele vorgesehen: Ziel für das gesamte Stadtgebiet Rodgau: Gewünscht ist möglichst eine CO2-Minderung von 5 % bis 10 % innerhalb der nächsten 5 Jahre. Ziel für die „Öffentlichen Einrichtungen, Gebäude und Infrastruktur (Straßenbeleuchtung)“: CO2-Minderung bis zu ca. 10 % in 5 Jahren, CO2-Minderung bis zu ca. 20 % in 10 Jahren. Ziel für das Rathaus (Vorbildfunktion): CO2-Minderung von bis zu 10 % in 5 Jahren. Durch Reduzierung der Grundlast, insbesondere durch Senkung des Strom- und Heizungsenergieverbrauches sowie Benutzerverhalten und energetische Gebäude-Maßnahmen. Inwieweit die o.g. Ziele realistisch erreicht werden, hängt von vielen Faktoren und äußeren Umständen ab. Anzumerken ist, dass die in dem Aktionsplan beschriebenen Projekte und Maßnahmen der Stadt Rodgau nicht allein dazu beitragen die Ziele zu erreichen. Dennoch haben sie Vorbildfunktion und dienen zur Nachahmung und als Anregung für den privaten und gewerblichen Bereich, um „gemeinsam“ die vorgenannten Ziele zu erreichen. Der Aktionsplan soll alle Interessierte, Verantwortliche und zu Beteiligende dazu motivieren zukünftig für die Stadt Rodgau ein ganzheitliches besseres CO2-Ergebnis zu erzielen. Hierzu ist natürlich auch die Bereitschaft des Einzelnen und sein „ureigenes Benutzerverhalten“ gefordert.Denn eine direkte Einflussnahme auf das „CO2-mindernde-Verhalten des Einzelnen“ innerhalb des Stadtgebietes hat die Stadtverwaltung Rodgau nicht. Allerdings bietet die Stadt Rodgau für ihre Bürger in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Hessen zweimal im Monat die „unabhängige“ Energieberatung an. Darüber hinaus unterstützt sie die Aktivitäten und Beiträge ihrer Bürgerinnen und Bürger zur Verbesserung der Umwelt und Natur durch den Umweltfonds. Hierzu gehören auch Maßnahmen, die zum Klimaschutz mit beitragen. Gegenwärtig stehen jährlich um die 30.000 € für die Rodgauer Bürger aus dem städtischen Umweltfonds zur Verfügung. Seit kurzem hat die Stadt Rodgau ein Gebäudemanagement (Facility Management), welches sich im Aufbau befindet und zukünftig durch geeignete Projekte und gebäude- sowie energietechnische Maßnahmen gezielt Einfluss auf die CO2-Reduzierung nehmen soll. Dies gilt für Kindergärten, Seniorenwohnheime, Bürgerhäuser, Sporthallen, städtische Wohnungen und auch für das Rathaus. Denn durch einen geringeren Strom- und Heizungsenergieverbrauch wird in logischer Konsequenz auch die CO2-Emission reduziert. Hierzu können realistisch die Reduzierung der Grundlast, insbesondere durch Senkung des Strom- und Heizungsenergieverbrauches sowie maßgeblich das Benutzerverhalten und natürlich energetische Gebäude-Maßnahmen beitragen. In dem Aktionsplan sind Projekte dargestellt, die in ihrer Vielfalt nicht nur einen Beitrag zur energetischen Sanierung (Gebäudesanierung) leisten, sondern auch zur Schaffung „Erneuerbarer Energien“ in Rodgau – wie die Bürger-Solaranlage und die Biogas-Anlage.

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