Aktuelles aus Stadt und den Gemeinden im Kreis Offenbach


Fotogalerie

Integration Älterer erfolgreich

Integration Älterer erfolgreich

Veröffentlicht: 27/01/2012 von MainArbeit

» Gemeinden im Blickpunkt
»» Offenbach am Main

Auch für das Jahr 2011 meldet die MainArbeit Erfolge bei der Integration von älteren Arbeitslosen und Arbeitslosengeld-2-Beziehern in den Arbeitsmarkt. 339 ältere Arbeitsuchende konnten in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. Das entspricht nach Aussagen von Matthias Schulze-Böing, Geschäftsführer des Jobcenters, den Ergebnissen des Vorjahrs. Eine Verschlechterung der Integrationschancen aufgrund der eingetrübten Konjunkturaussichten in der zweiten Jahreshälfte sei noch nicht festzustellen gewesen. Es handele sich bei den vermittelten Arbeitsplätzen auch durchweg um dauerhafte Beschäftigungen mit Verdiensten deutlich oberhalb des Niedriglohnbereichs. Man könne im Durchschnitt von etwa 1.500 Euro Monatsverdienst ausgehen. Ergänzende Unterstützungsleistungen seien dann in der Regel nicht mehr notwendig. Neben den 339 Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung habe das Team
„50plus“ der MainArbeit im vergangenen Jahr 109 Arbeitsuchende in Mini-Jobs vermittelt. „Auch ein Mini-Job kann ein Einstieg in die längerfristige Integration in Erwerbsarbeit sein. Die Arbeitsuchenden können schon etwas verdienen, erwerben Arbeitserfahrung und Selbstvertrauen. Wir bemühen uns dann, dass aus dem Mini-Job möglichst bald eine Vollzeittätigkeit wird,“ so Schulze-Böing. Was die Branchen betrifft, in die die älteren Kunden der MainArbeit vermittelt würden, stünden   Dienstleistungen und Handwerk im Mittelpunkt, wie Eva Müller-Straube, Teamleiterin für den Bereich „50plus“ erläutert. Gerade bei vielen kleineren Betrieben schätze man inzwischen die Erfahrung und Zuverlässigkeit von Älteren: „Wir erhalten sehr oft auch nach längerer Zeit zufriedene Rückmeldungen von Betrieben, die sich mit der Einstellung eines älteren Arbeitsuchenden aus unserem Bestand verstärken konnten. Viele Arbeitgeber arbeiten mit uns schon jahrelang zusammen und greifen immer wieder auch auf ältere Arbeitsuchende zurück.“

Wichtig sei eine passgenaue Vermittlung, bei der die Bedürfnisse des Unternehmens genau mit dem Leistungsprofil des Arbeitsuchenden abgestimmt würden. Das sei, wie Geschäftsführer Schulze-Böing erläutert, ein zentraler Bestandteil der Vermittlungsmethode der MainArbeit: „Wir schauen uns die betrieblichen Bedingungen möglichst genau an und versuchen
für den Arbeitgeber eine optimale Problemlösung zu erreichen. Nur wenn die Profile gut aufeinander passen, gibt es eine dauerhafte Beschäftigungsperspektive.“ Lohnkostenzuschüsse an Arbeitgeber spielten bei der MainArbeit eine vergleichsweise geringe Rolle. Während 2011 bundesweit 34 Prozent aller neuen Beschäftigungsverhältnisse von Älteren, die aus dem Bereich des Arbeitslosengeldes 2 vermittelt werden, mit einem Zuschuss verbunden wären, lege dieser Anteil in Offenbach nur bei rund 15 Prozent. Es gelinge zunehmend, auch ohne besondere Zuschüsse zu vermitteln, weil die Arbeitgeber immer mehr erkennen, dass Ältere schnell einen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmen leisten können. Man setze bei der MainArbeit in erster Linie nicht auf finanzielle Anreize, sondern auf gute Dienstleistung für Arbeitgeber und Arbeitsuchende, intensive Vorbereitung auf den neuen Job und eine gute Nachbetreuung nach dem Start im neuen Job.

Infokasten: Beschäftigungspakt Chance 50plus - Leistung zählt:
Der Beschäftigungspakt „Chance 50 plus - Leistung zählt“ startete 2006 in Offenbach, um für langzeitarbeitslose ältere SGB2-Empfänger/innen ab 50 Jahren neue Perspektiven am ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. In 2008 und 2009 beteiligten sich die Kreise Groß-Gerau und Wetterau. In 2010 sind mit dem Kreis Gießen, der Stadt Wiesbaden und dem Hochtaunuskreis 3 weitere Regionen dem Pakt beigetreten. Bis Ende Dezember 2011 konnten 6985 langzeitarbeitslose Ältere ab 50 Jahren in ein Beschäftigungsverhältnis am ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Darin sind 1902 Mini-Jobs enthalten. Federführend für den Pakt ist die MainArbeit Kommunales Jobcenter Offenbach. „Chance 50 plus - Leistung zählt“ wird in seinen sechs Regionen (Einzugsgebiet: über 1,4 Millionen Einwohner) als Bestandteil des Bundesprogramms „Perspektive 50plus“ in 2012 mit insgesamt 11.124.000 € aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefördert.

Bewertungsberichte