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Neues Jahr - neues Flugzeug

Neues Jahr - neues Flugzeug

Veröffentlicht: 07/02/2015 von Gemeinde Mainhausen

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Die antriebslosen Segelflugzeuge eines jeden Segelflugvereins benötigen stets fremde Hilfe, um in die Luft zu kommen. Dies erledigt im Luftsportverein Seligenstadt-Zellhausen meist die kräftige Hochstartwinde. Damit können die Segelflugzeuge bei günstigen Windrichtungen auf Flughöhen von bis zu 500 Metern geschleppt werden. Will ein Segelflieger jedoch einen Streckenflug unternehmen, dann ist es häufig erforderlich, das Segelflugzeug mittels eines Motorflugzeuges auf Höhe zu schleppen und dieses gleichzeitig vom Luftraum des Flughafen Frankfurt wegzuschleppen, da es hier entsprechende Höhenbeschränkungen gibt. Diese Aufgabe erledigte seit Anfang der achtziger Jahre eine nunmehr über 45 Jahre alte „Morane-Saulnier“. Leider wurde die Wartung dieses französischen Motorflugzeuges immer aufwendiger und kostspieliger, da dieses Muster bereits seit den neunziger Jahren nicht mehr gebaut und betreut wird. So wurde in einer außerordentlichen Versammlung des Vereins im Frühjahr 2014 entschieden, eine Nachfolgerin für die „EBUU“ – so wurde die Schleppmaschine aufgrund ihrer Registrierung (D-EBUU) genannt – zu beschaffen.

Die neue Maschine sollte der alten in der Leistungsfähigkeit nicht nachstehen, möglichst leise sein und mit bleifreiem Tankstellenbenzin betreibbar sein, um auf das umweltschädliche – da verbleit – und sehr teure Flugzeugbenzin verzichten zu können. Nach längerer Suche wurde der Luftsportverein im Rheintal an der Schweizer Grenze fündig. Die Luftsportgruppe Rheinfelden-Herten betreibt schon seit Jahren keinen Segelflug mehr und wollte seine Robin DR 400 durch ein reines Reiseflugzeug ersetzen. Da dieses Modell mit sehr leisem Propeller und Schalldämpfer ausgerüstet ist, ist das Flugzeug, welches Anfang der Neunziger Jahre in Frankreich gebaut wurde, der ideale Kandidat für die Aufgaben auf dem Flugplatz Zellhausen.

Nach dem Kauf der Maschine – welche aufgrund ihres Kennzeichens (D-EDLF) meist „Detlef“ genannt wird – wurde sie durch eine Spezialfirma in Koblenz auf den Betrieb mit umweltfreundlichem Bleifreibenzin umgerüstet. Die meisten Piloten des Vereins mit Motorfluglizenz haben sich schon durch die vereinseigenen, ehrenamtlichen Fluglehrer auf die neue Maschine einweisen lassen. Das derzeit schlechte Flugwetter nutzt der Luftsportverein Seligenstadt-Zellhausen, um die neue Maschine optimal für den Betrieb auf dem Segelfluggelände Zellhausen vorzubereiten. Neben kleinen Schönheitsreparaturen wird zum Beispiel ein Kollisionswarnsystem eingebaut, wie es heute in praktisch jedem Segelflugzeug vorhanden ist, um die Gefahr einer Kollision in der Luft zu minimieren.

Neben dem neuen Motorflugzeug wird natürlich auch der restliche Segelflugzeugpark auf Vordermann gebracht und der Theorieunterricht wird wie in jedem Winter gehalten. Ende März kann dann die neue Segelflugsaison beginnen und bei guten Wetter findet bereits wieder seit Januar Motorflugbetrieb im LSV Seligenstadt-Zellhausen statt.

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