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„Keine Gewalt gegen Frauen“ – Fahne am Schloss gehisst

Bürgermeister Halil Öztas und Frauenbeauftragte Gundi Wilz

„Keine Gewalt gegen Frauen“ – Fahne am Schloss gehisst

Veröffentlicht: 01/12/2017 von Stadt Heusenstamm

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Häusliche Gewalt ist längst keine Privatsache mehr. Auch in Deutschland gehört Gewalt zum Erfahrungshorizont vieler Frauen, auch wenn es seit 2002 das Gewaltschutzgesetz gibt. Viele Fälle häuslicher Gewalt werden polizeilich erfasst – die Dunkelziffer liegt deutlich höher. Die Opfer sind meist weiblich, aber auch Kinder sind davon betroffen. Grundliegend soll das Thema in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit erhalten. Etwa jede vierte Frau erlebt in ihrem Erwachsenenleben mindestens einmal körperliche und/oder sexuelle Übergriffe durch den eigenen Partner. Das heißt, im eigenen Heim leben Frauen am gefährlichsten. Für Frauen ist das Risiko, durch einen Beziehungspartner Gewalt zu erfahren, weitaus höher als von einem Fremden tatsächlich angegriffen zu werden - weltweit ist das so, auch in Deutschland. Häusliche Gewalt ist in allen Bevölkerungsschichten die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen: häufiger als Verkehrsunfälle und Krebserkrankungen zusammen genommen. Dennoch tragen falsche Scham und Bagatellisierung zur mangelnden Sichtbarkeit dieses Themas in der Öffentlichkeit bei.

In zahlreichen Kommunen werben in diesen Tagen anlässlich des Gedenktags „Keine Gewalt an Frauen“ am 25. November verschiedene Akteure dafür, dass Menschenrechte gewahrt werden. Die städtischen Frauenbeauftragten Petra Beißel (nicht auf dem Foto) und Gundi Wilz haben gemeinsam mit Bürgermeister Halil Öztas aus diesem Grund eine Woche lang die Fahnen „Frei leben“ vor dem Rathaus gehisst.

Hinweisen möchten die Frauenbeauftragten in diesem Zusammenhang auch auf die diesjährige Mitmachaktion „Weg aus der Gewalt - #schweigenbrechen“ des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Betroffene sollen wissen, dass sie auf dem Weg aus der Gewalt nicht alleine sind, und dass es Unterstützungsangebote gibt. Das Hilfetelefon ist bundesweit unter der Nummer 08000 116016 und auf hilfetelefon.de zu erreichen.

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