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Rathaus heizt mit regenerativen Energien

Rathaus heizt mit regenerativen Energien

Veröffentlicht: 03/11/2011 von Stadt Neu-Isenburg

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Die Stadt Neu-Isenburg beteiligt sich am Projekt “Hessen aktiv:100 Kommunen für den Klimaschutz“, das 2009 im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Hessen gestartet wurde. Mit der Unterzeichnung der Charta verpflichtet sich Neu-Isenburg dazu, sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen und Potentiale zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz weiter auszuschöpfen und die Nutzung erneuerbarer Energien voranzubringen und die CO2 Emissionen zu reduzieren. Unter diesen Aspekten wurde auch die energieeffiziente Sanierung des Rathauses in der Hugenottenallee 53, durchgeführt.

Neben einer effektiven Fassadendämmung wurde eine neue, klimafreundlichen Heizungsanlage errichtet. Auf dem Dach wurde Photovoltaik-Anlage installiert. Durch zahlreiche Maßnahmen wird der Stromverbrauch gesenkt, wie zum Beispiel durch konsequente Energieeinsparung bei der Beleuchtung. Sie wird über Präsenzmelder gesteuert und als Leuchtmittel werden nur LEDs und Leuchtstoffröhren verwendet.

„Um unsere ehrgeizigen Klimaziele zu verwirklichen, haben wir uns für den Einsatz von regenerativen Energien zur Beheizung des Rathaus entschieden“, berichtet Bürgermeister Herbert Hunkel. Künftig wird in der Hugenottenallee 53, eine moderne Pelletheizanlage eingesetzt.

Wie die Kommandozentrale eines Schiffes mutet der Heizungsraum an. Das Kernstück der Anlage ist ein Heizkessel, der mit Holzpellets betrieben wird. Im Vergleich zu der alten Heizanlage sehen die Heizkessel der neuen Generation sehr klein aus. Sie sind jedoch ausreichend um die rund 4.500 Quadratmeter des Rathauses zu beheizen.

„Die Grundlast des Wärmebedarfs wird über den Pelletheizkessel abgedeckt, zur Spitzenlastabdeckung schaltet sich automatisch ein Gasbrennwertkessel zu“, erklärt Siegfried Hahn, der zuständige Fachplaner, des Ingenieurbüros für Haustechnik Christ & Partner aus Stockstadt, Aschaffenburg. Durch diese Absicherung ist gewährleistet, dass das Rathaus auf jeden Fall mit der nötigen Wärme versorgt wird. Auch der Einsatz von Hocheffizienzpumpen trägt zu einer weiteren positiven Gesamt-Energiebilanz bei.

Für die Lagerung der Holzpellets wurde neben dem Heizungsraum ein 55 Kubikmeter großer Vorratsraum geschaffen, der am Freitagvormittag, den 4. November, zum ersten Mal aufgefüllt wird. Die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH ist der Lieferant. Die Pellets werden mit einem Tanklaster direkt an das Rathaus angeliefert und von außen, durch einen Schlauch in den Keller gepumpt. Von dort werden sie mit einer Förderschnecke direkt in den Kessel befördert. Verwendet werden gebräuchliche Holzpellets zur Trockenverbrennung.

Die an Meerschweinchenfutter erinnernden Pellets sind nur 3 cm lang und haben einen Durchmesser von 10 Millimetern. Rund drei Füllungen pro Jahr sind ausreichend, um das Rathaus zu beheizen. Die Kosten für die Pellets liegen derzeit bei ca. 230 Euro pro Tonne. Der Brennwert der Pellets liegt bei ca. 5 kWh/kg somit liegt der geschätzte Jahresbedarf bei ca. 100 Tonnen, was einem Energiebedarf von ca. 500.000 kWh entspricht. Damit belaufen sich die jährlichen Kosten auf ca. 25.000 Euro. Der spezifische Preis der Holzpellets beträgt 5 ct/kWh. Im Vergleich dazu liegt der Preis für Erdgas bei ca. 6,2 ct/kWh. Die exakten Verbrauchswerte sind natürlich von der Strenge des Winters abhängig, denn nur bei Frost wird der Erdgasbrenner zugeschaltet.

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