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toujours Mozart & jedermann

Das "toujours Mozart-Ensemble. c Gerd Pfeiffer

toujours Mozart & jedermann

Veröffentlicht: 07/12/2017 von Stadt Offenbach

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Rhein-Main ist Mozart-Festivalort mit exklusiver Qualität - und Offenbach ist Mozartstadt. Das renommierte Mozart-Fest 'toujours Mozart' ist am 3. und 4. Februar 2014 jeweils ganztags nach Spielorten wie der Salzburger Residenz, dem Wiener Palais Schwarzenberg, dem Prager Rudolfinum oder dem Augsburger Goldenen Saal zum dritten Mal im Büsingpalais in Offenbach zu Gast. Mitglieder der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsorchesters sowie zahlreiche international angesehene Solisten konzertieren bei mehr als zwei Dutzend Veranstaltungen im prunkvollen neobarocken Palais.

Das Fest widmet sich seit über 20 Jahren der Musik Mozarts und seiner Zeitgenossen. Ins Leben gerufen wurde es von dem Münchener Stifter und passionierten Mozartverehrer Erich Fischer mit der von ihm eingerichteten 'Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation'. Das Offenbacher Büsingpalais bietet das festliche Ambiente, um ein ganzes Wochenende lang ein vielfältiges und heiteres Programm zu erleben - mit Einzeltickets oder mit günstigen Akademiepässen und Tageskarten. Der Besuch etlicher Veranstaltungen ist sogar frei.

Neben einer kompletten Oper des Star-Librettisten Lorenzo da Ponte (von ihm stammen Mozarts Texte zu 'Nozze di Figaro', 'Don Giovanni', 'Cosi fan tutte') in deutscher Erstaufführung für das 20./21. Jahrhundert sind die unterschiedlichsten Spielarten von Kammermusik zu erleben, unter anderem mit Hammerflügel und Glasharfe, aber auch ein 'Bilderbuchkonzert' für Kinder vom 'Ritter Rost'- Erfinder Jörg Hilbert und zahlreiche weitere Veranstaltungen. Unter letzteren sind mit 'Mozart & jedermann' auch Präsentationsformate für mozartliebende Laien, die einen besonderen Charme ausstrahlen und zu denen der Eintritt natürlich frei ist.

Herz des Festes bildet da Pontes Pasticcio-Oper 'L'ape musicale' ('Die musikalische Biene'), die in ihrem Uraufführungsjahr 1789 am Burgtheater ein herausragender Erfolg war. Fast vergessen, aber umso reizvoller, stellt sie eine Art ‚Who is who‘ der Opernkomponisten der MozartEpoche dar. Indem in 'L'ape musicale‘ die Praxis der Pasticciooper selbst als Thema auf der Bühne verhandelt wird, gibt sie zudem einen hoch originellen Einblick in die Theaterpraxis im vorrevolutionären Wien. Zu erleben ist dieses kaleidoskopartige Opernformat in erstklassiger musikalischer Umsetzung mit Mitgliedern von Ensemble und Opernstudio der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung des Künstlerischen Leiters von 'toujours Mozart', Dr. Wolfgang Antesberger, der als einer der profilierten Interpreten und Wissenschaftler insbesondere für Mozarts Zeitgenossen gilt.

Gläserne Klänge der Mozartzeit werden vom Glasmusik-Ensemble des europaweit gastierenden Glasharfe-Spielers Sascha Reckert in einem facettenreichen Konzert präsentiert. Seit 20 Jahren begeistern Reckert und Ensemble Kritiker und Publikum gleichermaßen, ob in der Royal Albert Hall zu Ehren von Prinz Charles oder an der Seite von Weltklasse-Sopranistinnen wie Anna Netrebko oder Diana Damrau: die 'sinfonia di vetro' versetzt Glas in Schwingung und lässt gläsernen Klang Musik werden.

Weitere herausragende Solisten- und Kammerkonzerte prägen das Mozart-Fest. Prof. Stefanie Neonato, Professorin für Hammerklavier an der Stuttgarter Musikhochschule, spielt ein spannendes Konzertformat 'Hammerflügel vs. Konzertflügel'. Neonato ist regelmäßiger Gast auf großen Festivals durch ganz Europa und in den USA; auch als Wissenschaftlerin genießt die eloquente und musikalisch sprühende Italienerin internationalen Ruf. Die Geigerin Annegret Siedel ist eine der wichtigsten und programmatisch einfallsreichsten Interpretinnen auf ihrem Instrument im Originalklang-Sektor für die Mozart-Epoche. Eine umfangreiche Diskografie, Radio- und Fernsehaufnahmen dokumentieren ihre Arbeit.

Einen weiteren, äußerst originellen musikalischen Höhepunkt bietet ein Bilderbuchkonzert für Kinder in zwei Aufführungen. Erfunden hat es ein Star der Kinderbuch-Szene: Jörg Hilbert, Erfinder, Texter und Zeichner der 'Ritter Rost'-Abenteuer. Hilbert tritt auch selbst als Erzähler auf. Seine turbulente und ereignisreiche Geschichte 'Der falsche Ton' wird mit großen Projektionen im typischen HilbertStil illustriert; geschrieben und gezeichnet hat er sie speziell für das Festival. Pfiffig, frisch und originell vertont hat das Ganze der Münchner Komponist Anton Prestele, der auch selbst am Dirigentenpult steht. Mit dabei sind Chöre aus der Offenbacher Mathildenschule und Bachschule.

Lesungen und Vorträge zu originellen und reizvollen Themen rund um Mozart und seine Zeit im Brentano-Saal des Palais ziehen sich durch das Programm. Mit dabei ist unter anderem der angesehene Mozart-Spezialist Prof. Dr. Ulrich Konrad von der Universität Würzburg mit mehreren Vorträgen. Aber auch der Offenbacher Kulturamtsleiter Dr. Ralph Philipp Ziegler hält einen Vortrag, über 'Die Mozartkugel - eine runde Marke?'.

Historische Mozartfilme mit dem Charme des alten Kinos und Fernsehens sind ebenso kostenfrei zu erleben wir ein ganz besonderer Bestandteil des Festivals: 'Mozart & jedermann'. 'Mozart & jedermann' ist seit jeher ein Kernbestandteil von 'toujours Mozart'. Hier können begeisterte Amateure aus der Region genauso wie Gäste ihre eigenen Mozart-Interpretationen vor dem Festivalpublikum vortragen. Laien und Liebhaber jeglichen Alters sind zum fröhlichen Mitmusizieren eingeladen, Bis zum 10.Januar 2018 können sich Interessierte unter [email protected] bewerben.

Das Mozart-Fest ist ein Geschenk der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation aus München an die Rhein-Main-Region und die Stadt Offenbach. Zuvor unter anderem in München, Wien, Prag oder Salzburg, war es neben Offenbach zuletzt in Elma bei Haifa (Israel). Erfunden hat es 1997 der Stiftungsgründer Erich Fischer anlässlich des Mozart-Geburtstags Ende Januar. Ihm und dem musikalischen Leiter von 'toujours Mozart', Dr. Wolfgang Antesberger, und dem Team der Stiftung und des Festivals liegt es am Herzen ihre Freude an der Musik zu teilen, 'alte' Mozartianer neu zu begeistern und neue Mozartfreunde zu gewinnen.

Dass die Stadt Offenbach als Standort für diesen musikalischen Hochgenuss gewählt wurde, liegt auch an der besonderen Verbindung zwischen Mozarts Musik und der Stadt. Ob Mozart selbst in Offenbach weilte, ist nicht exakt belegt, wenngleich es wahrscheinlich ist und vielfach überliefert wird. Über die Stadtgrenzen hinaus bedeutend war aber die Leidenschaft des Offenbacher Musikverlegers Johann André für Mozarts Musik. André erwarb 1799 von Mozarts Witwe Constanze dessen nahezu vollständigen musikalischen Nachlass. Einher gingt dies mit dies mit einer anderen damaligen Entwicklung von wegweisender Bedeutung: Der Erfinder der Lithografie, Alois Senefelder wurde von André verpflichtet, die neuen Drucktechnik für den Verlag zur Wiedergabe von Noten einzuführen. Über ein halbes Jahrhundert wurden in Offenbach am Main insgesamt 79 Mozartsche Kompositionen nach den originalen Noten erstmals publiziert, darunter zum Beispiel die heute weltberühmte Serenade ‚Eine kleine Nachtmusik‘ - ihr Erstdruck erschien in Offenbach.

Jetzt kehrt Mozart dorthin äußerst vital und zumindest in seiner Musik höchstpersönlich zurück.

toujours Mozart & jedermann

Mozart-Fest Samstag, 03. Februar 2018, ab 14:00, Sonntag, 4. Februar 2018, ab 12:00. Büsingplais Offenbach, Berliner Str. 111, 63065 Offenbach am Main.

Ticketpreise im Vorverkauf: 12 bis 35 €, je nach Veranstaltung, Schülerkarten ab 5 €, Tageskarte mit allen Veranstaltungen: € 48,-/Schüler: € 28,-.

Mehr Informationen unter www.toujoursmozart.de, www.internationalestiftung.de und www.offenbach.de/kultur, OF-Infocenter, Salzgässchen 1, Tel. 069 840004 170, Frankfurt Ticket RheinMain, Tel. 069 1340 400.$

www.familien-blickpunkt.de

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