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Bunt und spannend

von Familien-Blickpunkt.de am 18/05/2017 - 11:25 |

Themenfelder: Freizeitgestaltung, Leben und Gesellschaft

Bunt und spannend

Kreis Offenbach - Am Sonntag, 21. Mai 2017, öffnen Museen in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Türen anlässlich des 40. Internationalen Museumstages. Auch in Hessen und im Kreis Offenbach beteiligen sich zahlreiche Museen mit einem abwechslungsreichen Programm und bieten freien Eintritt, Ausstellungen, Sonderführungen, Blicke hinter die Kulissen, Feste und viele Aktionen für Kinder.

Die hessenweite Auftaktveranstaltung findet im Dreieich-Museum in Dreieich-Dreieichenhain statt. Landrat Oliver Quilling, der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Ingmar Jung, der Vorsitzende des Hessischen Museumsverbandes Dr. Thomas Wurzel sowie die Leiterin des Dreieich Museums Corinna Molitor werden den Museumstag am Sonntag eröffnen. Passend zum diesjährigen Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung“ zeigt das Dreieich Museum nach dreijähriger Umbauzeit nicht nur seine neu gestaltete Dauerausstellung mit interessanten Funden und Ausstellungsstücken zur bewegten Geschichte der Region. Interessierte sind auch zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen und können zwischen 13:00 und 18:00 Uhr das neue Museum in Augenschein nehmen. Der Eintritt ist frei.

Nachdem das Dreieich-Museum 2011 vom Kreis Offenbach an den Geschichts-und Heimatverein e.V. Dreieichenhain (GHV) übergeben wurde, entschloss sich der Verein, der zugleich Eigentümer der Burganlage ist, das Museumsgebäude sanieren und renovieren zu lassen. „Außerdem fiel die Entscheidung für eine Neuausrichtung der in die Jahre gekommenen Ausstellung“, betont die Leiterin des Dreieich-Museums, Corinna Molitor. Die Neukonzeption der Ausstellung im Obergeschoss des Museums rückt nun die Geschichte der fünf Stadtteile Dreieichs sowie deren Einbettung in den Kreis Offenbach in den Mittelpunkt. Molitor: „Die Zeitreise beginnt im Jahr 1000 mit der Initiierung des Wildbanns und dem Bau einer Turmburg inmitten eines Sumpfgebietes. Die Entstehung der Burg Hayn, einer der ältesten salischen Profanbauten Deutschlands, wird mit eindrücklichen Modellen und Skizzen dargestellt. Zahlreiche archäologische Funde veranschaulichen das Leben auf einer mittelalterlichen Burg. An einer Hörstation wird die Biografie Anna von Falkensteins vermittelt, einer namhaften Bewohnerin der Burg Hayn, die das Hayner Spital und die Stadtkirche in Offenthal stiftete. Der Hengstbach wiederum verbindet alle Dreieicher Stadtteile. Wie viele Mühlen an seinen Ufern klapperten und dass mit Philipp Holzmann ein große Sohn der Stadt in einer Götzenhainer Mühle aufwuchs, ist ebenfalls Thema der Ausstellung.“

Auch anderenorts im Kreis ist am Internationalen Museumstag einiges los: So können beispielsweise Besucher im RegioMuseum in Seligenstadt bei freiem Eintritt die Schätze der Region auf eigene Faust entdecken. Wer möchte, kann zudem zwischen 13:00 und 16:00 Uhr bei kostenlosen Führungen neue und spannende Dinge über die einzelnen Ausstellungsstücke erfahren.

Auch das Sammlungsdepot des Museums für Kommunikation Frankfurt, das in Heusenstamm beheimatet ist, öffnet am Internationalen Museumstag zwischen 10 und 17 Uhr seine Türen für die Öffentlichkeit. 375.000 Objekte aus der Post- und Telekommunikationsgeschichte wie Postkutschen, Gemälde, Telefone, Radios und Fernsehgeräte, Postspielzeug und viele andere Objekte aus der Geschichte der Nachrichtentechnik werden hier auf 15.000 Quadratmetern aufbewahrt. Kleine und große Besucher können bei Führungen und einer Depot-Rally auf Entdeckungsreise durch die spannende Geschichte der Kommunikation gehen. Zeitgleich findet das 11. Internationale Treffen der Sammler historischer Postfahrzeuge statt. Auf dem Außengelände werden zahlreiche liebevoll restaurierte Postfahrzeuge – vom Postmoped bis zum fahrbaren Postamt – zu bestaunen sein. Der historische Postbus von 1963 wird an diesem Tag ebenfalls zur Rundfahrt einladen.

In Dietzenbach öffnet am Internationalen Museumstag das „Museum für Heimatkunde und Geschichte“ zwischen 10:00 und 18:00 Uhr seine Türen. Darüber hinaus findet ein buntes Rahmenprogramm statt, das die lokale Geschichte greifbar und interessant macht. Ab 14:00 Uhr können Kinder auf eine Entdeckungsreise durch das Leben um 1900 gehen. Mit einem Fragebogen ausgestattet werden junge Museumsbesucher zudem auf eine spannende Schatzsuche geschickt. Das Deutsches Naturheilkunde-Museum in Dreieich wird an dem Tag mit der Arbeitsgemeinschaft Umwelt- und Naturschutz Dreieich die Saison-Eröffnung des Lehr- und Kräutergartens feiern, ab 14:30 Uhr zu Gesprächen, Kaffee und Kuchen einladen sowie einen Storchenhorst in unmittelbarer Nähe einweihen. Auch die Dietesheimer Techniksammlung in Mühlheim öffnet am Internationalen Museumstag von 10:00 bis 17:00 Uhr ihre Pforten und zeigt „Technik der Region ab dem Jahr 1900“. Im Stadtmuseum „Haus zum Löwen“ in Neu-Isenburg dreht sich ab 15:00 Uhr alles um Gretchentragödien und Kindsmörderinnen im 19. Jahrhundert sowie um die Kultur- und Mentalitätsgeschichte des Kindsmordes, basierend auf hessischen Prozessakten. Im Erzählcafé wird zudem ein ergreifendes Frauenschicksal aus Neu-Isenburg dargestellt. Im Zeppelinmuseum Neu-Isenburg geht es ab 11:00 Uhr auf eine „Spurensuche des Fliegens“.

„Der Internationale Museumstag macht einmal mehr deutlich, wie vielfältig und spannend die Historie des Kreises Offenbach ist. Zugleich macht er Werbung für die hervorragende Arbeit in den Museen im Kreis. Ich hoffe daher, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger den Tag nutzen und einen Blick auf die verschiedenen Ausstellungen werfen“, rührt Landrat Oliver Quilling die Werbetrommel für den Internationalen Museumstag.

Der Internationale Museumstag wurde 1977 vom Internationalen Museumsrat ausgerufen und verbindet die Museen der Welt mit einem jährlich wechselnden Motto. Sein Ziel ist es, auf das breite Spektrum der Museumsarbeit und die thematische Vielfalt der rund 6.500 Museen hierzulande aufmerksam zu machen. Alle Aktionen und Veranstaltungen in Hessen sind unter www.museumstag.de abrufbar. Weitere Informationen unter Telefon 06103 3131-1135.

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