Magazin

»Globalisierungsangst statt Wertekonflikt: Warum Europäer populistische Parteien wählen«

von Familien-Blickpunkt.de am 17/05/2017 - 09:46 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

»Globalisierungsangst statt Wertekonflikt: Warum Europäer populistische Parteien wählen«

Kreis Offenbach - Im Rahmen der Reihe „Die EU. Reiche Geschichte – karge Zukunft?“ der Hessischen Staatskanzlei und der hessischen Europe Direct Informationszentren veranstalten das Europe Direct Relais Rhein-Main in Kooperation mit der Volkshochschule des Kreises Offenbach sowie der Europa-Union Deutschland Kreisverband Offenbach Stadt und Kreis e.V. eine Diskussionsveranstaltung unter dem Motto „Vom Europa der Gründerväter zurück zum Europa der Nationalstaaten?“. Am Mittwoch, 31. Mai 2017, um 19:00 Uhr im Kreishaus in Dietzenbach, Kreistagssitzungssaal, Werner-Hilpert-Straße 1 in Dietzenbach geht es um die Dauerkrise und die Zukunft der Europäischen Union. Nach Vorträgen der Co-Autorin der Bertelsmann-Studie „Globalisierungsangst statt Wertekonflikt: Warum Europäer populistische Parteien wählen“, Isabell Hoffmann sowie dem Frankreich Experten Professor Dr. Joachim Schild findet eine Diskussion mit den beiden Referenten sowie dem Hessischen Staatssekretär für Europaangelegenheiten, Mark Weinmeister und Landrat Oliver Quilling statt.

Dabei geht es auch um die engen Deutsch-Französischen Beziehungen. Nach dem zweiten Weltkrieg haben Frankreich und Deutschland gemeinsam den Weg für ein geeintes Europa geebnet. Seit einiger Zeit scheint das Fundament des gemeinsamen Handelns jedoch zu bröckeln. Europa steckt zudem in der Poly-Krise: Staatsverschuldung, Flüchtlingsströme, Ukrainekonflikt, Jugendarbeitslosigkeit und jetzt auch noch der Brexit. Gleichzeitig befinden sich populistische, EU-skeptische Bewegungen europaweit im Aufwind. Im Europaparlament haben EU-kritische Parteien aktuell 23,2 Prozent aller Sitze inne. Auch in den nationalen Wahlen legten die EU-Skeptiker zuletzt immer wieder deutlich zu, wie etwa kürzlich in Frankreich oder den Niederlanden. In anderen Ländern sind sie bereits an der Regierung beteiligt. Mit dem Erstarken EU-skeptischer Kräfte bricht auch der frühere europapolitische Konsens weg, da der Spielraum der nationalen Regierungen für Kompromisse auf der europäischen Ebene reduziert wird. So werden Lösungswege für die aktuellen Herausforderungen zusätzlich erschwert.

Wenn in der Vergangenheit der Integrationsprozess ins Stocken geriet, schritt meist das deutsch-französische Tandem ein und sorgte für eine Initialzündung. Doch was können die zwei Nachbarn, insbesondere vor dem Hintergrund des Ausgangs der Wahlen in Frankreich, heute noch ausrichten? Was treibt die Menschen konkret in die Arme der Populisten und wie kann Europa die Menschen wieder begeistern? All diese Fragen will die Diskussionsveranstaltung, die von der HR-Moderatorin Sylvia Kuck geleitet wird, näher beleuchten.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist per Mail unter [email protected] möglich. Anmeldeschluss ist der 22. Mai 2017. Rückfragen und weitere Infos unter Telefon 06074 8180-3109.

www.familien-blickpunkt.de



Kommentare


Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

*Name:
*E-Mail:
Website:
*Kommentar:
  Bitte geben Sie den Text, den Sie links im Bild sehen, in das Textfeld ein. Hierdurch werden automatische Kontaktanfragen verhindert.
Bild mit dem Bestätigungscode kann nicht angezeigt werden