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Planung für die Umbauphase der K 185 abgeschlossen

von Familien-Blickpunkt.de am 09/02/2018 - 11:17 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Planung für die Umbauphase der K 185 abgeschlossen

Schon im April 2018 soll es losgehen Kreis Offenbach - Die grundhafte Erneuerung der K 185 auf dem Abschnitt vom Kreisverkehrsplatz Aschaffenburger Straße / Würzburger Straße bis zum Kreisverkehr Hauptstraße / Kettelerstraße / Ziegelweg soll in diesem Jahr zügig umgesetzt werden. „Im Rahmen der Umsetzung des Leitbildes Mobilität haben wir gemeinsam mit Hessen Mobil und der Stadt Seligenstadt die ursprüngliche Planung noch einmal unter die Lupe genommen, um den Umbau unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer zu realisieren“, teilen Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und Seligenstadts Bürgermeister Dr. Daniell Bastian mit.

Eine so umfangreiche Baumaßnahme - insgesamt werden etwa 2,5 Millionen Euro investiert, davon 680.000 Euro seitens der Stadt – ist bedauerlicherweise immer mit gewissen Beeinträchtigungen der Anlieger verbunden. „Selbstverständlich haben wir uns intensiv mit allen Einwänden und Bedenken, die an uns herangetragenen wurden, auseinandergesetzt“, so die Erste Kreisbeigeordnete und der Bürgermeister, „deshalb wurde eine Lösung abgestimmt, die so weit wie möglich allen Erfordernissen Rechnung trägt. Wir können nur wünschen und hoffen, dass die noch verbleibenden Beeinträchtigungen, die bei einem solchen Straßensanierungsprojekt unvermeidbar sind, auf Verständnis stoßen. Darum war es auch eines unserer primären Ziele, die Bauphase so kurz wie möglich zu halten.“

Der Startschuss für die Bauarbeiten soll im April 2018 fallen, weil bis dahin der Zuwendungsbescheid durch das Land befristet ist. Der erste Bauabschnitt, der bis Juli 2018 terminiert ist, erlaubt weiterhin den zweispurigen Verkehr von Seligenstadt zum REWE-Markt und zurück. Auf dem weiteren Abschnitt in Richtung Klein-Welzheim geht es dann nur im Einbahn-Verkehr in Fahrtrichtung Klein-Welzheim weiter. Die Umleitung in Richtung Seligenstadt führt über Mainhausen-Mainflingen.

Im zweiten Bauabschnitt, der sich unmittelbar anschließt und voraussichtlich ab August beginnt, ist dann die Straße von Seligenstadt bis zum REWE-Markt nur im Einbahnverkehr Richtung REWE-Markt zu befahren. Dafür kann der Abschnitt zwischen REWE und Klein-Welzheim wieder in beiden Richtungen genutzt werden. Die Umleitung führt wie im ersten Abschnitt über Mainhausen-Mainflingen. Der Radverkehr wird über den Mainuferweg umgeleitet.

Der REWE-Markt erhält im ersten Bauabschnitt eine provisorische Zufahrt und es wird gewährleistet, dass die betroffene Tankstelle angefahren werden kann. Für die Rettungsdienste wird eine kleinräumige Umleitung eingerichtet und die Busfahrpläne werden entsprechend angepasst. „Diese abgeänderte Variante ist aus Sicht der Verantwortlichen“, so Erste Kreisbeigeordnete und Bürgermeister, „die verträglichste. Sie verzichtet auf die ursprünglich vorgesehene Einbahnregelung über den gesamten Zeitraum der Baumaßnahme, ohne den Bauzeitenplan zu verlängern. Hier haben wir auf Grund der vorgetragenen Bedenken noch einmal nachgearbeitet. Die dazu erforderliche Anhörung der zuständigen Behörden, ist bereits erfolgreich abgeschlossen. Die betroffenen Gewerbetreibenden wurden aktuell informiert.“

Darüber hinaus wurden auch andere Alternativvorschläge intensiv geprüft. Eine Aufschotterung des rechten beziehungsweise linken Banketts für eine Behelfsstraße ist weder aus technischen noch aus planungsrechtlichen Gründen möglich. Sie würden darüber hinaus annähernd eine halbe Millionen Euro kosten. Der Vorschlag, während der Bauphase über Ampeln die Zweispurigkeit zu ermöglichen, würde die Baumaßnahme um fast ein Jahr verlängern. Die Straßenabschnitte müssten kürzer bemessen werden und darüber hinaus bestünde das Risiko des Staus bis in die Stadt Seligenstadt hinein.

„Natürlich ist allen Beteiligten bewusst“, so Claudia Jäger und Dr. Daniell Bastian abschließend, „dass es für die Anwohner in den acht Monaten zwischen April und Dezember 2018 zu Beeinträchtigungen kommt, aber die Straßenbaumaßnahme ist unumgänglich, gerade auch mit Blick auf die Schulkinder. Vor diesem Hintergrund hoffen wir doch, dass die jetzt modifizierte Planung Verständnis bei den Bürgerinnen und Bürgern findet.“  

DIE GEPLANTEN UMBAUMAßNAHMEN

Es wird ein Gehweg entlang der K 185 angelegt. Dieser verbessert nicht nur die Situation für die Fußgänger, die sich momentan auf dem Weg von und nach Klein-Welzheim oft auf der Fahrbahn bewegen. Er wird auch die Verkehrssicherheit besonders für die zahlreichen Schulkinder deutlich erhöhen.

Der Gehwegausbau beginnt am Hörsteiner Weg / Ecke K 185 auf der nördlichen Seite (Mainseite) und wird über den Schleifbachweg bis zum Fußweg Mainufer / Wasserburg geführt. Hier wird eine Querungshilfe angelegt. Die Breite der Mittelinsel wird so bemessen (3,00 Meter), dass auch Fahrradfahrer diese sicher benutzen können. Der Gehwegausbau wechselt an dieser Stelle auf die Wasserburgseite und wird bis zur Liebigstraße zum Verbrauchermarkt weitergeführt. Außerdem muss ein zusätzlicher Entwässerungskanal gebaut werden.

Die Bushaltestellen werden im Ausbaubereich der K 185 barrierefrei umgebaut. Der Umbau der Haltestellen unter den Aspekten einer unbehinderten Mobilität umfasst den Einbau von Hochborden, um einen möglichst niveaugleichen Einstieg ins Fahrzeug zu ermöglichen und den Einbau von taktilen Leitsystemen, um Blinde und Sehbehinderte zu führen. Außerdem werden die Zugänge zu den Haltestellen an die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Verkehrsteilnehmer angepasst. Der Bus wird auf der Fahrbahn halten. Auch die Zuwegung wird barrierefrei ausgebaut. Dies betrifft insbesondere die Querungsstellen, die zusätzlich an der Haltestelle Amtsgericht sowie Ecke Liebigstraße ausgebaut werden. Diese erhöhen die Verkehrssicherheit aus zwei Gründen: Sie garantieren das sichere Überqueren der Fahrbahn und sorgen für eine Senkung des Geschwindigkeitsniveaus, weil die geradlinige Straßenführung an diesen Stellen unterbrochen wird.

Um das Angebot und die Sicherheit für die Radfahrer zu verbessern, ist die beidseitige Führung von Radfahrstreifen geplant. Die Radfahrstreifen sind durch einen Breitstrich abgetrennte Sonderfahrstreifen. Sie sind für den Radverkehr immer benutzungspflichtig. Der Radfahrstreifen wird eine Breite von 1,85 Metern aufweisen.

Die Straßenbeleuchtungsanlage wird im Ausbaubereich des Gehweges komplett erneuert. Es werden neue Masten aufgestellt, neue Stromkabel verlegt und stromsparende LED-Leuchten montiert.

www.familien-blickpunkt.de



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