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Zertifikate für junge Bus & Bahnbegleiter

von Familien-Blickpunkt.de am 15/05/2017 - 10:33 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Zertifikate für junge Bus & Bahnbegleiter

Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger zeichnet Georg-Büchner-Schüler aus

Kreis Offenbach - Wie reagiere ich, wenn es im Bus oder in der Bahn im dichten Gedränge Rangeleien und Stress gibt? Habe ich den Mut, in die angespannte Situation einzugreifen und die Streithähne zu beruhigen? Welche Möglichkeiten der Deeskalation stehen mir zur Verfügung? Mit diesen und anderen Fragen haben sich 17 Mädchen und Jungen der Georg-Büchner-Schule in Rodgau während der Projektwoche intensiv befasst und viele Antworten darauf gefunden, wie sie künftig in schwierigen Situationen in öffentlichen Verkehrsmitteln reagieren können.

Am Ende des Kurses dürfen sich die 13- und 14-Jährigen der Jügesheimer Kooperativen Gesamtschule RMV-Bus- und Bahnbegleiter nennen. 17 Mädchen und Jungen aus den achten Klassen haben am heutigen Freitag von Erster Kreisbeigeordneten Claudia Jäger und Andreas Maatz, Geschäftsführer der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach mbH (kvgOF), Abschlusszertifikate und Teilnahmebescheinigungen erhalten.

Seit rund zehn Jahren werden Schülerinnen und Schüler im Kreis Offenbach in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Südosthessen zu Bus- und Bahnbegleitern ausgebildet. Nach Umstellung des Konzeptes sind die Unterrichtseinheiten seit Herbst vergangenen Jahres nicht mehr über drei Monate gestreckt, sondern sie laufen jetzt unter dem Titel „Bus- und Bahnbegleiter 2.0“ während der Projektwochen. Ziel des Seminares ist es, die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Schulweg und anderswo für alle angenehmer zu machen.

Der Jugendkoordinator der Polizei, Björn Ritz und andere Fachleute erläutern den jungen Leuten während des Kurses, wie in Stresssituationen das richtige Verhalten in Bus und Bahn aussehen kann und geben Tipps, um aus schwierigen Momenten die Spannung zu nehmen. „Die Schülerinnen und Schüler erfahren mehr über wertschätzende und vermittelnde Gesprächsführung. Interessant wird es immer, wenn die Mädchen und Jungen in Rollenspielen tatsächlich spüren, dass sie schon allein durch das Auftreten und die richtige Körpersprache eine Eskalation verhindern können“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger bei der Überreichung der Urkunden.

Praktische Übungen gehören während der Projektwoche ebenfalls dazu. Beispielsweise üben die jungen Leute, auf welche prägnanten Informationen es bei einem Notruf ankommt. Eine Diskussionsrunde mit Lehrkräften, ein Interview mit einem Busfahrer, Gruppenarbeiten mit Präsentationen, Lerneinheiten zum Teambuilding, Interviews, Quiz-Spiele und Denksportaufgaben stehen außerdem auf der Agenda.

„Die Ausbildung der Bus- und Bahnbegleiter ist für viele ein Gewinn und bringt gleich mehrere Vorteile. An den Haltestellen sowie in Bussen und Bahnen gibt es weniger Stress-Situationen, und die Persönlichkeit der jungen Leute wird gestärkt. Das Erlernte und die Aha-Erlebnisse der Jugendlichen während der Projektwoche sorgen außerdem für Veränderungen im Umgang miteinander“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger.

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