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Auf dem Weg zu einem neuen Integrationskonzept

Auf dem Weg zu einem neuen Integrationskonzept

Veröffentlicht: 04/03/2019 von Stadt Rödermark

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Eine Vielfalt von Menschen, Kulturen, Sprachen und Religionen prägt das Bild der Stadt. Ebenso vielfältig ging es am Freitag (22.) in der Kelterscheune zu. Und das war erwünscht: Unter dem Motto „Rödermark gemeinsam gestalten“ hatten Bürgermeister Roland Kern und die städtische Integrationsbeauftragte Ulrike Vierheller zu Gesprächen und einem kulinarischen Begleitprogramm eingeladen. Ziel war es, der Integrationsarbeit neue Impulse zu verleihen, einen ersten Schritt auf dem Weg zu einem neuen, zeitgemäßen Integrationskonzept zu gehen. Ein Ziel, das voll und ganz erreicht wurde. Rund 80 Bürgerinnen und Bürger machten mit und sorgten für eine Aufbruchstimmung, die gute Ergebnisse erwarten lässt.

2009 hatte das Integrationskonzept „Wir sind alle Rödermärker“, das auch überregional Beachtung fand, einen Weg gewiesen, den Reichtum der Vielfalt in Rödermark auszuschöpfen. Zehn Jahre sind seitdem vergangen – Zeit, das Konzept zu überarbeiten und zu aktualisieren. Denn in diesen zehn Jahren hat sich einiges getan. In ihrer Impulsrede wies Ulrike Vierheller darauf hin, dass viele neue Projekte entstanden sind, als es zunächst darum ging, geflüchtete Menschen schnell und gut zu versorgen. Die Integrationsarbeit stehe seitdem vor neuen Herausforderungen. „Neue, kreative Ideen sind wichtig und wir sammeln Ihre Visionen, um wirklich viele unterschiedliche Menschen zu erreichen“, betonte Vierheller. „Das Integrationskonzept darf nicht nur auf dem Papier stehen“, forderte Bürgermeister Kern. „Es bedarf der fortlaufenden Beteiligung und Mitgestaltung.“ Die Aufgaben der AG Integration, die sich 2008 gebildet hatte, müssten auf Grund der aktuellen Entwicklungen auf eine breitere Basis gestellt und neue, wirksame Strukturen angedacht werden. Das gesamte Projekt unter dem Titel „Integration – Gesellschaft gemeinsam gestalten“ wird vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration gefördert. Ziel: Das Integrationskonzept als Wegweiser bis Ende Oktober in unterschiedlichen Schritten zu überarbeiten und damit zu aktualisieren.

Moderiert wurde der Abend von Paola Fabbri-Lipsch, Referentin für interkulturelle Bildung im Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche und ehemalige Leiterin des Integrationsbüros der Stadt Neu-Isenburg, die auch den gesamten Prozess begleiten wird. Sie stellte nach den einleitenden Informationen und Referaten die vier Themenfelder vor, die die Arbeit an diesem Abend strukturierten: „Wohn- und Lebensräume“, „Begegnungs- und Kulturräume“, „Lernräume“ und „Arbeitsräume“. Je nach Interesse teilten sich die Teilnehmer auf. Es wurde rege miteinander diskutiert, analysiert und es wurden schon erste Ideen entwickelt. Zwischendurch war Zeit, die Spezialitäten aus Pakistan, der Türkei, dem Iran und aus Deutschland zu genießen. Das Büfett hatten der Verein „Alle für Alle“, die Ahmadiyya-Gemeinde und das SchillerHaus-Team bestückt.

„Ein Anfang ist gemacht, aber es geht weiter“, resümierte Bürgermeister Kern am Ende. Fortgesetzt wird die Arbeit am 12. März in den vier Themenfeldern. Dazu treffen sich die Gruppen ab 19 Uhr im SchillerHaus. „Ganz wichtig: Der Prozess ist nach wie vor offen. Wer mitmachen möchte, kann dies tun, auch wenn er zum Auftakt nicht dabei war“, betonte der Bürgermeister. Informationen gibt es bei Ulrike Vierheller unter der Telefonnummer 06074 911-231 oder per Mail an [email protected] Zum Schluss konnte Kern auch noch eine frohe Botschaft verkünden: Die Stelle der Integrationsbeauftragten wurde mit der Verabschiedung des neuen Haushalts in eine Vollzeitstelle umgewandelt, die nicht mehr befristet ist.

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