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Die 22. Interkulturellen Wochen feiern zusammen leben, zusammen wachsen und zwei Geburtstage

Die 22. Interkulturellen Wochen feiern zusammen leben, zusammen wachsen und zwei Geburtstage

Veröffentlicht: 19/09/2019 von Stadt Offenbach

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35 Veranstaltungen gibt es bei den 22. Interkulturellen Wochen vom 14. bis 29. September und jede hat das Zeug zur Lieblingsveranstaltung. Entsprechend schwer fällt die Auswahl, auch im Kreise der Organisatoren, die am Mittwoch, 11. September, das Programm vorstellten. Das ist, betont Luigi Masala, Integrationsbeauftragter der Stadt Offenbach, tatsächlich anders als in den Jahren zuvor: „Denn statt die teilnehmenden Vereine und Initiativen wie in den Jahren zuvor einfach mit einem eigenen Beitrag einzuladen, wurde das Programm nun gemeinsam in mehreren Treffen und Ideenworkshops entwickelt“. Dass dabei zahlreiche spannende und auch neue Kooperationen entstanden sind, war gewollt. Immerhin stehen die diesjährigen Interkulturellen Wochen unter dem Motto „zusammen leben, zusammen wachsen“, entsprechend bunt und vielfältig ist das gemeinsame Programm wieder geworden.

Zwei Wochen voller Lieblingstermine, Kommunikation und Austausch

Vor allem, da einige Akteure neu oder wieder dazugekommen sind, wie der Freidenker-Verband zum Beispiel. Auch die vhs ist in diesem Jahr mit einem besonderen Programm bei den Interkulturellen Wochen vertreten: am 20. September wird in der Berliner Straße 77 die „Lange Nacht der Volkshochschule“ gefeiert. Für den Integrationsbeauftragten der Stadt Offenbach schon aufgrund der Fülle des Programms an diesem Abend eine Lieblingsveranstaltung. „Die vhs leistet mit ihrem Angebot seit 100 Jahren einen hervorragenden Beitrag zum gemeinsamen Erleben in der Stadt“, ergänzt Ali Karakale, Migrationsberater bei der Arbeiterwohlfahrt Offenbach (AWO). Die übrigens auch in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiert und daher am Dienstag, 17. September, zum Interkulturellen Café-Nachmittag ins Café Frieda einlädt. Dann wird Getrud Helduser über die Geschichte der AWO und aus dem bewegten Leben von Frieda Rudolph, dem „Engel der Alten und Einsamen“, berichten. Dazu gibt es eine Lesung des kurdischstämmigen Offenbacher Autors Kamil Uzun und Musik des türkischstämmigen Musikers Kübalay Gündüz.

Ebenfalls am 17. September öffnet die Jüdische Gemeinde ihre Türen. Für Susanna Faust-Kallenberg vom evangelischen Dekanat Frankfurt-Offenbach in Zeiten des wiedererstarkenden Antisemitismus „eine sehr besondere Veranstaltung und gute Gelegenheit, die Synagoge zu besichtigen“. Ob Glaube oder eben Religion zwangsläufig zu Konflikten führen müssen, wird am Samstag, 21.September, in der Stadtbibliothek diskutiert. „Da hat keiner einen Heimvorteil“, erklärt Dr. Barbara Huber-Rudolf vom katholischen Dekanat Offenbach schmunzelnd. Für sie ist die gemeinsam mit der Ahmadiyya Muslim Jamaat geplante Dialogveranstaltung „Religionen – Ursache für Kriege und Wege zum Frieden?“ klare Lieblingsveranstaltung. Mahshid Najafi vom Paritätischen Wohlfahrtsverband lebt seit über 30 Jahren in Offenbach – 1978 konnte sie nach einem Studienaufenthalt in den USA nicht in den Iran zurückkehren und erhielt 1985 gemeinsam mit ihrem Mann Asyl. Daher liegt ihr „Der Tag des Flüchtlings“ am 27.September besonders am Herzen. Dann laden um 19 Uhr verschiedene Gruppen in die Stadtbibliothek, um über eine alternative europäische Flüchtlingspolitik zu diskutieren. Darüber hinaus gibt es noch viele andere Angebote und Termine, die zu Lieblingsterminen werden können.

Wie offen ist Offenbach und was heißt Interkulturalität?

Über die Interkulturellen Wochen und das Programm informieren die Mitglieder des Koordinierungsteams am kommenden Samstag (14. September) von 12 bis 15 Uhr auf dem Aliceplatz. Dann steigen nicht nur Luftballons in die Höhe, sondern finden auch Interviews mit Vertretern von Initiativen und mit Passanten statt. Mit Smiley können dann beispielsweise Fragen nach der Offenheit der Stadt oder dem eigenen Erleben von Multikulturalität beantwortet werden. Das gesamte Programm der diesjährigen Interkulturellen Wochen ist an verschiedenen Stellen in der Stadt als Heft erhältlich und steht zum Download unter www.offenbach.de/interkulturelle-wochen bereit.

Bild: Mahshid Najafi vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, Ali Karakale, Migrationsberater bei der Arbeiterwohlfahrt Offenbach (AWO), Luigi Masala, Integrationsbeauftragter der Stadt Offenbach, Dr. Barbara Huber-Rudolf vom katholischen Dekanat Offenbach und Susanna Faust-Kallenberg vom evangelischen Dekanat Frankfurt-Offenbach präsentieren das Programmheft der 22. Interkulturellen Wochen.

www.familien-blickpunkt.de

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