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Ein Feuerwehr-Oldtimer für Bodajk

v. l. vorne Attila Rapoli, Bgm. Wurczinger, Bgm. Kern, Dieter Rumpf, Herbert Weber Hinten Thomas Mörsdorf, Evi Sulzmann (Freunde Bodajks), ES Jörg Rotter

Ein Feuerwehr-Oldtimer für Bodajk

Veröffentlicht: 07/12/2018 von Stadt Rödermark

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In Rödermark leistete es viele Jahre gute Dienste bei Bränden und Hilfeleistungseinsätzen, doch nach 31 Jahren waren die Tage eines Löschfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Urberach gezählt. Im Oktober wurde es durch ein Nachfolgemodell der neuesten Generation ersetzt. Aber das alte LF 16, das über einen 12.000-Liter-Wassertank verfügt und neun Feuerwehrleute transportieren kann, wird weiterhin im Notfall und bei Übungen eingesetzt. Zwar nicht in Rödermark, aber in Bodajk. Eine Delegation aus der ungarischen Partnerstadt mit Bürgermeister Lóránt Wurczinger und dem dortigen Feuerwehrchef Atilla Rapoli an der Spitze holte den Oldtimer ab.

Mit einem Kleinbus waren die Bodajker am Abend zuvor losgefahren und früh am Morgen an der Feuerwache in Ober-Roden angekommen. Dort stand der Mercedes-Benz mit Metz-Feuerwehraufbau schon bereit. Nach einem gemeinsamen Frühstück unterzeichneten die Bürgermeister Kern und Wurczinger, Stadtbrandinspektor Herbert Weber, der Urberacher Wehrführer Dieter Rumpf und Atilla Rapoli einen Vertrag, der die Überlassung zum symbolischen Preis von einem Euro regelt. Danach bekamen die vier mitgereisten Bodajker Feuerwehrleute durch Weber und Rumpf eine Einweisung, ehe sie mit ihrem neuen Löschfahrzeug am gleichen Nachmittag zurück nach Bodajk fuhren. Bürgermeister Wurczinger, Magistratsmitglied Ferenc Nemes und Kameramann Robert Lakatos, der alles für Bodajk TV festgehalten hatte, traten erst am nächsten Morgen die Heimreise an. Wurczinger hatte Bürgermeister Kern am Abend noch zum Europaempfang von Hessens Europaministerin Lucia Puttrich nach Darmstadt begleitet.

Eine eigene Feuerwehr hatte Bodajk lange Zeit nicht. Zuständig für den Brandschutz war die Feuerwehr der nahegelegenen Großstadt Székesfehérvar. Das hat sich vor wenigen Jahren geändert. Mit der Gründung eines Feuerwehrvereins begann der Aufbau einer Freiwilligen Feuerwehr. Vor einigen Monaten erreichte Thomas Mörsdorf, der als Leiter des Bürgermeisterbüros auch für die internationalen Partnerschaften zuständig ist, eine Anfrage der ungarischen Freunde, ob Material oder Fahrzeuge, die hier nicht mehr benötigt werden, abgegeben werden könnten. Als dann das Löschfahrzeug der Urberacher Feuerwehr außer Betrieb genommen wurde, konnte man dem Wunsch entsprechen. Die technischen Daten des Mercedes-Benz mit Metz-Feuerwehraufbau wurden der Gemeindeverwaltung Bodajk mitgeteilt. Dort signalisierte man großes Interesse und die Hoffnung, dass das Fahrzeug kostenfrei überlassen werden könne. Das empfahl die Kommission „Internationale Partnerschaften“, und der Magistrat stimmte zu.

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