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Flüchtlinge unterstützen ZenJA bei Gartenarbeit

Flüchtlinge unterstützen ZenJA bei Gartenarbeit

Veröffentlicht: 22/04/2016 von Mütterzentrum Langen e. V.

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Es war ein trüber und regnerischer Freitagvormittag am 15. April vergangener Woche und somit kein idealer Tag, um ihn mit Gartenarbeit zu starten. Das Mehrgenerationenhaus ZenJA (Zentrum für Jung und Alt) hatte für diesen Tag Freiwillige und Mitarbeiter mobilisert, um den Generationengarten für die Gartensaison wieder herzurichten. Acht Langener Einwohner aus Afganistan, Eritrea und Syrien trotzten jedoch diesem ungemütlichen Wetter und machten sich früh um neun Uhr mit ihrem ehrenamtlichen Betreuer Lenny Jelic von der Flüchtlingsunterkunft Zimmerstraße auf den Weg ins benachbarte ZenJA.

Dort wurden sie von den Mitarbeiterinnen des Hauses herzlichst empfangen. „Um ehrlich zu sein, hatten wir nicht damit gerechnet, dass wir an solch einem Tag überhaupt jemand für die Gartenarbeit begeistern würden“ gesteht die ambitionierte Hobbygärtnerin Ingetraud Nazarenus-Beissert, die diese ehrenamtliche Aktion im ZenJA koordiniert und begleitet hat.

Den Kontakt zwischen ZenJA und Lenny Jelic, der zweimal pro Woche abends die Männer der Flüchtlingsunterkunft besucht, stellte Jasmin Petkovic von der Fachstelle Migration im Rathaus her. Von den ursprünglich fünf benötigten Helfern kam Jelic dann schließlich mit acht jungen Männern ins Familiencafé. „Die Begeisterung zu helfen, war so groß, dass ich ebenfalls noch drei weitere Männer mitgebracht habe“ erzählt der Betreuer freudig strahlend in der Vorstellungsrunde, die aufgrund guter Deutschkenntnisse auch ohne Dolmetscher gemeistert wurde.

Ein Großteil der anwesenden Flüchtlingen ist bereits schon seit mehr als fünf Monaten in Langen und besucht einen Deutschkurs. Bei so viel Tatendrang hatte schließlich auch Petrus ein Einsehen und vertrieb die Regenwolken, um Platz für die Sonne zu machen. Mit Schaufel, Spaten und Gartenschere bewaffnet gingen die Männer dann munter ans Werk. Yamna Menafach aus Tunesien, die schon seit mehr als 17 Jahren als Freiwillige im Mütterzentrum tätig ist, stand den arabisch sprechenden Flüchtlingen als Dolmetscherin zur Seite.

„Ich habe damals im Mütterzentrum deutsch sprechen gelernt, wo ich mit vielen Frauen Kontakt hatte und auch noch habe“ so die Tunesierin. Neben Gartenarbeit und Pausen, wo Getränke und Gebäck bereit gestellt wurden, gab es auch Zeit für gemeinsame Gespräche, wo der eine oder andere über seine Zukunftspläne sprach. Das Küchenteam, das auch freitags immer eine warme Mahlzeit für Gäste zubereitet, lud nach getaner Arbeit die freiwilligen Helfern zum Mittagessen ein. Es war eine sehr gelungene Aktion, das stand für alle Beteiligten fest. Erste Kontakte wurden geknüpft und der Weg für zukünftige Begegnungen geebnet, der weiterhin die gegenseitige Verständigung und den Austausch mit den neuen Langener Einwohnern fördern soll.

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