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Gründung der NIKI gGmbH zur Schulkindbetreuung sichert Qualität

Gründung der NIKI gGmbH zur Schulkindbetreuung sichert Qualität

Veröffentlicht: 09/01/2017 von Stadt Neu-Isenburg

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"Mit der Gründung der NIKI GgmbH wird die Schulkindbetreuung in einen rechtlich sicheren Rahmen gestellt. Die vorbildliche Arbeit der Fördervereine in der Schulkindbetreuung wird fortgesetzt, die guten und bewährten Angebote werden erhalten. Um die Schulkindbetreuung mit allen personellen, administrativen und organisatorischen Aspekten wird sich als zentral koordinierender Dienstleister die Niki gGmbH kümmern", fasst Bürgermeister Herbert Hunkel den Zweck der neugegründeten Niki gGmbH zusammen. Am 28. November 2016 wurde die NIKI gGmbH zur Schulkindbetreuung gegründet. Zum Geschäftsführer wurde der Fachbereichsleiter Kinder und Jugend, Bernd Pufahl, bestellt. Sitz der Gesellschaft ist im Rathaus, Hugenottenallee 53, Neu-Isenburg. Zum 1. Januar 2017 werden alle 69 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Fördervereinen und Betreuungseinrichtungen der Grundschulen in die NIKI gGmbH überleiten.

Die Gründung der gGmbH wurde mit den Vorständen der Fördervereine intensiv beraten und wird von ihnen unterstützt. Beispielhaft sollen hier die Vorstände Constantin Geyer, Vorsitzender des Fördervereins der Hans-Christian-Andersen-Schule und Martin Bock, Vorsitzender des Fördervereins der Albert-Schweitzer-Schule und Grundschule Buchenbusch zitiert werden:

Constantin Geyer, Vorsitzender des Fördervereins der Hans-Christian-Andersen-Schule: "Wir freuen uns, dass die Stadt Neu-Isenburg mit der NIKI gGmbH konsequent den Weg einer professionellen Kinderbetreuung weiter umsetzt! Damit nimmt sie sicher eine Vorreiterrolle in Hessen ein. Als Eltern können wir in zweierlei Hinsicht profitieren: erstens durch eine effiziente und transparente Organisation der Betreuung, zweitens durch die Rückbesinnung auf unsere eigentliche Aufgabe, die Schulen unserer Kinder ehrenamtlich zu fördern."

Auch Martin Bock, Vorsitzender des Fördervereins der Albert-Schweitzer-Schule und Grundschule Buchenbusch äußert sich positiv: "Wir, der Vorstand des Fördervereins Albert-Schweitzer-Schule und Grundschule Buchenbusch begrüßen die Gründung der NIKi gGmbH. In den letzten Jahren ist das Ausmaß der Verantwortung und des Arbeitspensums auf Grund der vielfältigen Aufgaben über das ehrenamtlich Machbare hinausgewachsen. Insbesondere in Bezug auf die Betreuung von knapp 90 Kindern mit 10 Mitarbeitern und der Gestellung von weiteren Mitarbeitern für die Freizeitvilla erreichte die Aufgabe ein Maß an pädagogischer, finanzieller und rechtlicher Komplexität, die für arbeitende Eltern nur schwer leistbar war. Wir gehen davon aus, dass die Stadt Ihrem Versprechen nachkommt und die individuellen Betreuungslösungen der einzelnen Schulen bedarfsgerecht weiterführt und evtl. ausbaut. Für unsere Mitarbeiter bei den Mittagsmonstern im Buchenbusch und in der Freizeitvilla wünschen wir uns einen reibungslosen Übergang zum neuen Arbeitgeber und dessen stets offene Ohren. Für sie wird sich nach Worten unseres Bürgermeisters nichts an den Aufgaben ändern, da die in den Jahren gewachsenen Strukturen und Bedürfnisse an den Schulen individuell gewürdigt werden. Diese Kontinuität sollte durch die Übernahme der Geschäftsführerinnen gewährleistet sein. Für die Übernahme der Betreuung wünschen wir den Verantwortlichen viel Erfolg bei den vielfältigen Aufgaben, die nun auf sie zukommen und bieten weiterhin unsere Unterstützung an."

Höchste Priorität für berufstätige Eltern ist eine qualitative gute und verlässliche Betreuung. In Neu-Isenburg wird an allen Grundschulen eine Betreuung mit Mittagstisch, Hausaufgaben- und flexibler pädagogischer Nachmittagsbetreuung, mit ergänzenden Kursangeboten, Früh- und Spätdienst sowie Ferienbetreuung angeboten. Insgesamt wurden 2016 931 Betreuungsplätze angeboten. "Wir wollen die Schulen unterstützen und dazu beitragen, die Chancengleichheit für die Kinder zu fördern unter den Aspekten Integration, Teilhabe und Förderung. In Neu-Isenburg wird kein Kind ausgeschlossen. Außerdem wollen wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern", so Bürgermeister Herbert Hunkel.

Die Angebote in der Schulkindbetreuung orientieren sich am Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP).

Folgende Angebote sind ein Beleg der qualitätvollen Förderung:

• Sprache: Förderung der Sprach- und Lesekompetenz durch Vorlesen, Angebote zum Rollenspiel und Theateraufführung, Kinderkonferenzen, Vorlese-AG zur Entwicklung der Sprachkompetenz, Schreiben und Illustrieren einer Geschichte

• Künstlerische, ästhetische Bildung: im Atelier wird täglich mit bis zu 20 Kindern gleichzeitig gearbeitet, Kunst AG mit dem Inhalt: Umgang mit Acryl- und Gouache-Farben, Materialdruck, Aquarell, Frottage, Pastellkreide, Einzelprojekte: Filzen, Monotypie, Stempelwerkstatt, eine Ton-in-Ton-AG (Töpfern mit Musik)

• Musikalische Bildung: Trommelkurs, Kooperation mit der Jugendmusikschule

• Bewegung: Radtouren, schwimmen, klettern in verschiedenen Hallen oder Kletterparks, paddeln auf der Kinzig, Yoga, Sport- und Spielangebote in der Turnhalle oder auf dem Hof, skaten, Tanz, Zumba, Hüttenbau, Selbstbehauptung für Mädchen, Besuch auf dem Lama Hof, Boule spielen, bouldern

• Praktische, technische Bildung: Im Werkraum und im Wald wird der Umgang mit Werkmaterial und Werkzeug geübt. Im Wald werden Holzhütten gebaut. Schnitzen, häkeln und nähen von kleinen Kleidungsstücken für die Kinder oder deren Puppen, Kissen oder andere Dekorationsstücke, Umgang mit der Nähmaschine lernen, Geocaching, Back AG, Fahrradreparaturwerkstatt

• Natur und Umwelt : Im Forscherraum wurde zu folgenden Themen geforscht: Elektrischer Strom (Stromkreis), Statische Elektrizität, Luft , Magnetismus, Chemie, Versuche mit Flüssigkeiten, Schall und Töne, Molekularkräfte, Kräfte, Licht, Fossilien und Mineralien unter die Lupe nehmen, was lebt auf dem Schulhof?, Gemüsegarten und Blumenbeet angelegt, Gemüse und Obst ernten und verarbeiten, Feuer machen und kochen am Lagerfeuer, Besuch des Waldtierparks mit Falknerei in Hanau, Ausflug in den Kräutergarten, Basteln von Duftstiften

• Veranstaltungen: Besuch des Vivariums Darmstadt, Hessisches Landesmuseum Darmstadt und der Keltenwelt am Glauberg,Besichtigung der Kelterei Rapps, Theaterbesuch im Staatstheater Wiesbaden, Kochkurse in Zusammenarbeit mit der Sarah-Wiener- Stiftung "Für gesunde Kinder was vernünftiges zu essen", Produktion Spielfilm in Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal Offenbach, Kinobesuche, Kerzenziehen, Palmengartenbesuch, Chemie AG

• Interkulturelles Verständnis: Neujahrsempfang mit Aromalabor, Halloweenfeier mit Übernachtung in der Schule und gemeinsames Frühstück für Kinder und Eltern, Elterncafé am Morgen im Freizeitbereich, Elternbildung mit den Titel "Dranbleiben", Deckenflohmarkt für Kinder, Girls-Night und Boys-Night für die Kinder der 4. Klasse

• Soziale Kompetenzen: In Kooperation wurden Themen "Gewaltprävention" und "Gefühle" bearbeitet, Kennen-Lernspiele

Um dem hohen Betreuungsbedarf von Kindern im Grundschulalter gerecht zu werden, fördert die Stadt mittlerweile seit zehn Jahren den Ausbau der Ganztagesbetreuung an allen Isenburger Schulen. Alle Kinder deren Eltern berufstätig sind, erhalten in Neu-Isenburg eine Betreuung, das sind zur Zeit rund 2/3 aller Grundschüler. (Es gibt ca. 1.400 Grundschüler in Neu-Isenburg). Neu-Isenburg hat damit die höchste Betreuungsquote im Kreis Offenbach.

Jährlich wendet die Stadt Neu-Isenburg rund 3,1 Mio. Euro, davon 1,1 Millionen Euro Zuschüsse an die Fördervereine, für die Finanzierung der nachschulischen Betreuung zusätzlich zur Schulumlage von 15,6 Millionen auf (Stand: 2016).

www.familien-blickpunkt.de

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