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Hitze-Warnung für Offenbach am Main

Hitze-Warnung für Offenbach am Main

Veröffentlicht: 23/07/2019 von Stadt Offenbach

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Der Deutsche Wetterdienst warnt: Diese Woche werden Temperaturen von über 32 Grad an mehreren Tagen erwartet. Große Hitze kann bei Mensch, Tier und Pflanze zu gesundheitlichen Schäden führen. „Durch rechtzeitiges Vorbeugen und richtiges Verhalten können gesundheitliche Schäden vermieden werden“, erklärt Dr. Bernhard Bornhofen, Leiter des Stadtgesundheitsamtes.

Er rät insbesondere, ausreichend zu trinken und dabei auch auf eine ausreichende Mineralienzufuhr (Salz) zu achten. „Statt natriumarmes Sprudelwasser sollte auf ein mineralreiches Wasser umgestellt werden. Der Salzgehalt kann mit einer Lupe auf dem Kleingedruckten der Sprudelflasche als Natrium und Chlorid abgelesen werden. Der Salzgehalt lässt sich mit ein bisschen Erfahrung aber auch schmecken“, erläutert Bornhofen. Trinkwasser aus der Wasserleitung ist ebenso zur Erfrischung geeignet. Es enthält allerdings kaum Salz. Hier kann eine Prise Salz helfen. Auch durch Knabbern von salzigem Gebäck kann der durch Schwitzen erhöhte Kochsalzbedarf gedeckt werden. „Meiden sie Alkohol und essen Sie leichte Kost, wasserreiches Obst und Gemüse“, empfiehlt Bornhofen.

Das Stadtgesundheitsamt hat für die kommende Hitzeperiode geeignete Maßnahmen zusammengestellt, um den eigenen Körper vor der gefährlichen Überhitzung zu schützen. Zu hohe Umgebungstemperaturen können die körpereigene Temperaturregulation aus dem Tritt bringen und führen dann zu Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag. Davon sind vor allem ältere Menschen betroffen, weil sie die Hitze nicht immer als Gefahr wahrnehmen und oft keinen Durst haben.

Um rechtzeitig vorgewarnt zu sein, empfiehlt das Stadtgesundheitsamt den Newsletter des DWD unter www.offenbach.de/dwd zu abonnieren. Alternativ warnt auch die „Warnwetter-App“ des DWD vor Hitze und Gefahrenlagen – diese kann für alle Betriebssysteme mit dem Smartphone aus den entsprechenden Katalogen der Anbieter heruntergeladen werden.

Wie halte ich mich selber kühl?

Körperliche Anstrengung während extremer Hitze und beim Aufenthalt in der Sonne gilt es möglichst zu vermeiden. Das heißt Joggen und Fußballspielen sind bei großen Hitze in praller Sonne ungesund. „Halten Sie ihre Haut kühl, indem Sie Arm- und Fußbäder nehmen.“ Auch das Besprühen der Haut mit sauberem Leitungswasser zusammen mit der Einwirkung eines Ventilators erzeugt einen kühlenden Effekt.

Wie halte ich die Innenräume kühl?

Die heiße Luft bleibt draußen, wenn rechtzeitig die Fenster und Vorhänge geschlossen oder Jalousien, Rollos oder Rollläden heruntergelassen werden. Wohnungen und Arbeitsplätze sollen immer in den frühen Morgenstunden und in den sehr späten Abendstunden gut gelüftet werden. Die Quer- oder Stoßlüftung bringt am ehesten Abkühlung und vertreibt die Feuchte. „Lüften Sie nur, wenn es draußen kühler ist als drinnen. Tragen Sie nachts nur leichte Bekleidung und verwenden Sie nur die Bettlaken an Stelle von Decken.“

Wer ist besonders gefährdet?

Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder, ferner Menschen über 65 Jahre, Menschen mit körperlichen Erkrankungen, insbesondere mit Diabetes, Herz- Kreislauf-Erkrankungen und mit hohem Blutdruck. Bei diesen sollte auch am Tag die Raumtemperatur 26 Grad Celsius nicht übersteigen. Hier ist auch das Umfeld gefragt und sollte auf Zeichen von Erschöpfung durch Hitze und auf Hitzschlag achten. Kinder und insbesondere Kleinkinder müssen selbstverständlich noch enger betreut und umsorgt werden. Eine kühle Dusche kann für Abkühlung sorgen.

Was hilft noch?

Um zusätzliche Wärmequellen zu vermeiden, schalten Sie unnötige Beleuchtung und ungenutzte elektrische Geräte und Netzteile ab – so sparen Sie auch Energie. Mobile Klimakühlgeräte sind in der Regel nicht zu empfehlen, denn sie verbrauchen 20- bis 50-mal mehr Strom als Ventilatoren und verbreiten ggfs. Keime aus dem Befeuchterwasser, wenn es nicht regelmäßig ausgetauscht wird.

Sonnenschutz

Neben dem Trinken ist auch der Sonnenschutz selbst bei indirekter Sonneneinstrahlung wichtig: Der beste Schutz vor UV-Strahlung ist mit Kleidung zu erreichen. Sonnenbrille und Kopfbedeckung schützen Kopfhaut und Augen. Alle nicht geschützten Hautstellen sollten, bevor es in die Sonne geht, mit einer Sonnencreme mit passendem Lichtschutzfaktor eingecremt werden. Je heller die Haut ist, desto größer ist die Empfindlichkeit der Haut und desto höher sollte der Lichtschutzfaktor (z.B. 20 - 30) der Sonnencreme sein. Kinder tragen bei starker Sonneneinstrahlung am besten hautbedeckende, weite, lockere Kleidung. Säuglinge und Kleinkinder gehören grundsätzlich nicht in die pralle Sonne.

www.familien-blickpunkt.de

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