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Hygiene-Schulung für Offenbacher Vereine

Hygiene-Schulung für Offenbacher Vereine

Veröffentlicht: 12/06/2014 von Stadt Offenbach

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Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz bietet wie im Vorjahr eine kostenfreie Schulung für Offenbacher Vereine zum Thema „Lebensmittelhygiene auf Festen“ an. Der nächste Termin findet am 17. Juni 2014, von 18 bis 19.30 Uhr im Stadtverordnetensitzungssaal im Rathaus (Berliner Straße 100) statt. Die Offenbacher Vereine wurden bereits per E-Mail und Post dazu eingeladen.

Informiert wird über grundlegende lebensmittelhygienische Anforderungen bei Festen, für deren Einhaltung die Vereinsvertreter verantwortlich sind.

Folgende Schulungsinhalte werden unter anderem erläutert:

• Lebensmittelrechtliche Grundlagen

• Baulich-räumliche Anforderungen am Stand

• Bestimmungen zu Lebensmittelhygiene, Personalhygiene, Eigenkontrollen auf Festen

• Gefahren und Risiken wie Temperaturüberschreitung (Bakterienvermehrung)

• Mängel bei Produktions- und Personalhygiene am Feststand

• Vermeidung von potenziellen Gefahren (Kühlung)

• Verwendung von Wasser mit Trinkwasserqualität (Trinkwasserschläuche)

• Ausreichende Spül-/Handwaschmöglichkeit

Hintergrund des Angebots ist, dass alle Personen, die gewerblich mit Lebensmitteln in Berührung kommen, regelmäßig nach § 4 Lebensmittelhygiene-Verordnung in Verbindung mit Verordnung (EG) Nr. 852/2004 Lebensmittelhygieneschulungen ableisten müssen. Dies gilt für alle Personen, die leicht verderbliche Lebensmittel herstellen, behandeln oder in den Verkehr bringen. Personen mit entsprechender Fachausbildung (zum Beispiel Handwerksmeister im Lebensmittelbereich) müssen nicht mehr geschult werden, dafür schulen sie regelmäßig ihre Mitarbeiter, auch Saison- und Aushilfskräfte, vor deren Arbeitsantritt. Die Schulungsinhalte finden sich in der DIN 10514. Diese ergänzt die gesetzliche Vorlage und erläutert die Inhalte einer Hygieneschulung wie Personal-, Geräte- und Produktionshygiene.

Jeder Lebensmittelunternehmer benötigt zusätzlich zur Lebensmittelhygieneschulung eine sogenannte Erstbelehrung und dann alle zwei Jahre eine Folgebelehrung nach Infektionsschutzgesetz. Diese Belehrung kann auch im Rahmen einer Schulung nach Lebensmittelhygiene-Verordnung erfolgen, ersetzt diese aber nicht.

Was für gewerbliche Lebensmittelunternehmer eine gesetzliche Pflicht ist, ist für Vereinsmitglieder, die immer wieder frische Lebensmittel auf Festen zubereiten, eine freiwillige, jedoch sehr empfehlenswerte Weiterbildung. Sie dient der sicheren Vermeidung von Gefahren/Risiken für die Gäste (Schutz vor Lebensmittelinfektionen) und der haftungsrechtlichen Absicherung der im Verein Verantwortlichen. Dies gilt insbesondere beim Anbieten von Fleisch und Fisch, Milch- und Eiererzeugnissen, Feinkost-, Rohkost- und Kartoffelsalaten, Speise- und Softeis sowie Backwaren. Diese Lebensmittel bergen eine potenzielle bakterielle Gefahr und damit ein Risiko beim Verzehr (Stichwort: Lebensmittelinfektion).

Hinweis: Für Rückfragen und Anmeldung wenden Sie sich bitte per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 069 8065-4910 an das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz.

www.familien-blickpunkt.de

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