Aktuelles aus Stadt und den Gemeinden im Kreis Offenbach


Fotogalerie

Jugendkulturbüro im KJK: Musik hören - Musik machen - Musik teilen

Jugendkulturbüro im KJK: Musik hören - Musik machen - Musik teilen

Veröffentlicht: 13/01/2020 von Stadt Offenbach

» Gemeinden im Blickpunkt
»» Offenbach am Main

Musik wird in der Sandgasse 26 ganz groß geschrieben. Neben vielen Konzerten bietet das Jugendkulturbüro des Mehrgenerationenhauses KJK seit über 15 Jahren allen eine Plattform, die Musik machen, Musik aufnehmen oder sich einmal ausprobieren möchten. Im Interview erzählt Markus Franz von der Arbeit des Jugendkulturbüros.

Stadt Offenbach (SOF): Wie kommen die Kinder und Jugendlichen zu Ihnen?

Markus Franz: Häufig beginnt alles im Keller – hier haben wir unseren Proberaum, einen Percussion-Raum und das Aufnahmestudio. Jemand hat gehört, dass es Proberäume gibt und möchte gerne mal Schlagzeug spielen, eine Band gründen oder einfach nur proben. Andere haben Wind von Studio bekommen und wollen Rappen, einen Song aufnehmen, oder einfach „nur berühmt“ werden.

An wen richtet sich Ihr Angebot?

Wir machen Angebote entsprechend den Interessen und den Bedarfen junger Menschen. Der Fokus liegt natürlich bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen – wir geben ihnen die Möglichkeit, sich auszuprobieren und auszudrücken. Dabei begleiten wir sie und bieten ihnen Raum, den eigenen Horizont zu erweitern. Wir haben auch musikalische Angebote für Kinder – und sogar eine Seniorenband probt bei uns im Haus.

Nimmt das KJK Einfluss auf die Musikszene?

Wir wollen die Szene in Offenbach neu beleben. Ich habe das Musikstudio vor rund sieben Jahren neu eingerichtet und seitdem finden hier immer wieder sporadisch Aufnahmen von Gesang, Rap, Sprache oder auch ganzen Bands in Projektwochen, als Ferienangebote oder auf Anfrage statt. Vor etwa zwei Jahren kam eine ganze Gruppe neu zugezogener jugendlicher Migranten zu uns, die sehr großes Interesse an Rap-Aufnahmen hatten. So wurden Termine vereinbart, aufgenommen und es kamen immer mehr Jugendliche dazu! Es wurden so Viele, dass es seitdem ein wöchentliches Regelangebot von drei Aufnahmesessions gibt, die immer ausgebucht sind und meist mit Wartezeiten zu rechnen ist.

Wie unterstützt das KJK die jungen Rapper?

Als Antwort auf die aus dem KJK neu entstandene Rapper-Szene habe ich die „RaPArtY“ entwickelt. Der Name ist ein Wortspiel der sich aus den englischen Begriffen für Schlagfertigkeit, Rap, Kunst und Party zusammensetzt. Die Idee ist, junge, aufstrebende Rapper zu vernetzen, ihre Kunst auf die Bühne zu bringen und ihnen eine Öffentlichkeit zu geben. Das Feedback war überwältigend: Über 120 Jugendliche kamen, um ihre „Homies“ zu hören und zu feiern; bereits eine Stunde vor Einlass wurde an den Scheiben gekratzt, die Stimmung des ganzen Abends war ausgelassen, friedlich – alle hatten sichtlich Spaß. Von einem Abflauen der Hip-Hop-Begeisterung spüren wir nichts – also startet die nächste „RaPArtY“ am 15. Februar 2020 im KJK Sandgasse.

Was ist in den kommenden Monaten geplant beim Jugendkulturbüro?

Beim Offenbacher Schülerband Festival „School off Rock“ am 7. März 2020 präsentieren sich Schülerbands auf unserer Bühne. Perfektion oder Wettbewerb sind dabei unwichtig, es geht um den gemeinsamen Spaß am Musikmachen. Noch etwas weiter weg ist das Jugend-Musik-Forum im Herbst 2021. Beim letzten Mal – in den Herbstferien 2019 – haben 70 Jugendliche aus den Kommunen Offenbach, Frankfurt, Schwalbach, Hochtaunuskreis und Rheingau-Taunus-Kreis unter dem Motto „Come Together“ auf Burg Hohensolms fünf Tage lang gerockt, gerappt, getanzt, getrommelt und gefilmt was das Zeug hält, um zum „Grande Finale“ ihre selbst erarbeiteten Produktionen auf der Bühne zu präsentieren. Auf dem Nachtreffen wurde der heißbegehrte USB-Stick mit Studioaufnahmen, Videos und Fotos der Workshops begeistert in Empfang genommen. Die Vorbereitungen laufen und wir freuen uns wieder auf das Event.

Wie groß ist das Team des Jugendkulturbüros?

Wir arbeiten im Augenblick zu dritt: Claudia Weigmann-Koch, Kai Reubig und ich, wobei ich hauptsächlich für den Musikbereich verantwortlich bin. Dazu kommen zu den Veranstaltungen noch weitere Helfer.

Wohin können sich Leute wenden, die Euer Angebot nutzen wollen?

Einfach mal bei uns vorbeikommen in der Sandgasse 26 – oder eine E-Mail senden an [email protected] – Telefon geht natürlich auch: 069 8065-3969.

www.familien-blickpunkt.de

facebook

Bewertungsberichte