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Offenlage des Bebauungsplans Nr. 100 „Friedwald“ vom 2. März bis 2. April 2015

Erster Stadtrat Dietmar Kolmer, Bürgermeister Jürgen Rogg, Petra Bach, Geschäftsführerin FriedWald GmbH

Offenlage des Bebauungsplans Nr. 100 „Friedwald“ vom 2. März bis 2. April 2015

Veröffentlicht: 12/03/2015 von Kreisstadt Dietzenbach

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Bürgermeister Jürgen Rogg, Erster Stadtrat Dietmar Kolmer und Petra Bach, Geschäftsführerin der FriedWald GmbH, haben am Dienstag, 17. Februar 2015, den Durchführungsvertrag zum Betrieb des FriedWald Dietzenbach unterzeichnet. Der Vertrag legt die inhaltliche Bindung an das im Bebauungsplan Nr. 100 beschriebene Vorhaben fest. Dazu gehören unter anderem ein Parkplatz mit 20 Stellplätzen und einem Behindertenparkplatz, Versammlungsplätze und erforderliche Naturschutzmaßnahmen.

Eine ganze Reihe größerer und kleinerer Hürden mussten genommen werden, seit die Stadtverordnetenversammlung im März 2012 grundsätzlich „grünes Licht“ für diese alternative Bestattungsform gegeben hatte, die zunehmend stärker nachgefragt wird. So musste das vorgesehene Waldgebiet vom Kampfmittelräumdienst in den vergangenen Wochen auf Munitionsüberreste aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht werden, da in der Nähe eine Flakstellung stationiert war. Gefunden wurde jedoch nichts.

Das 25 Hektar große Areal für den geplanten Friedwald liegt im Westen der Dietzenbacher Gemarkung zwischen dem Ebertsberg und dem Spitzberg und ist vom Wildwieseneck aus erreichbar.

Es handelt sich in diesem Bereich allerdings nicht um Stadtwald – der Wald gehört dem Land Hessen und wird vom Landesbetrieb Hessen-Forst an die FriedWald GmbH für die Dauer von 99 Jahren verpachtet. Rund 2.250 Bäume – Eichen und Buchen – kommen als Bestattungsbäume in Frage. Bei einer Belegung mit jeweils zehn Urnen bietet der Friedwald also Platz für bis zu 22.500 Grabstätten.

Eröffnungstermin für neuen Friedwald ist im Frühjahr 2016 geplant

Der Eröffnungstermin für den neuen Friedwald ist für das Frühjahr 2016 geplant. Als nächster Verfahrensschritt ist die Offenlage der Planungsunterlagen vom 2. März bis 2. April 2015 vorgesehen.

Der künftige FriedWald Dietzenbach wird den Menschen aus der gesamten Region offen stehen, er ist ein Angebot für jedermann, mit und ohne Konfession. Im FriedWald wird die Asche Verstorbener in speziell hierfür zugelassenen, biologisch abbaubaren Urnen an den Wurzeln zuvor ausgewählter Bäume beigesetzt.

Das FriedWald-Konzept gibt es in Deutschland seit Mitte 2000. Mit dem FriedWald Reinhardswald bei Kassel wurde im Jahr 2001 der erste Bestattungswald in der Bundesrepublik eröffnet. Mittlerweile gibt es 52 Standorte in Deutschland, die sich von Rügen im Norden, bis nach Heiligenberg an Bodensee über die ganze Bundesrepublik verteilen. Die FriedWald GmbH unter der Leitung von Petra Bach sitzt in Griesheim bei Darmstadt.

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