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Leistungsstark und wirtschaftlich erfolgreich

Leistungsstark und wirtschaftlich erfolgreich

Veröffentlicht: 06/07/2013 von Stadtwerke Langen

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Die Langener Stadtwerke sind leistungsstark und wirtschaftlich erfolgreich. Dieses Fazit hat Direktor Manfred Pusdrowski bei der Vorstellung des Geschäftsberichts für das Jahr 2012 gezogen. Auch angesichts turbulenter Rahmenbedingungen habe das Unternehmen seinen Auftrag für eine sichere und preiswerte Energie- und Wasserversorgung und für einen fitten ÖPNV in Langen und Egelsbach erfüllt, solide gewirtschaftet und die betriebswirtschaftlichen Planvorgaben sogar noch übertroffen.

Der Gewinn der Stadtwerke liegt mit 4,6 Millionen Euro (Vorjahr 4,1 Millionen) nach wie vor deutlich über dem sonst üblichen Niveau. Dazu trugen Kosteneinsparungen und Effizienzverbesserungen bei, aber auch Sonderereignisse wie die Verschmelzung der Tochtergesellschaft Wärmeversorgung Langen GmbH mit der Stadtwerke-Mutter. Einmaleffekte aus der Reorganisation der Jahresverbrauchsabrechnung und der Auflösung von Rückstellungen sind weitere Faktoren, die zu dem guten Ergebnis führten.

Der Umsatz ist um 2,5 Prozent auf 54,6 Millionen Euro gestiegen. „Damit konnten sich die Stadtwerke im scharfen Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt dank guter Preis-Leistungs-Strukturen und hoher Kundenbindung abermals erfolgreich behaupten“, betonte Pusdrowski. Den Marktanteil in Langen und Egelsbach bezifferte er auf mehr als 85 Prozent. Die Strategie der Stadtwerke zahle sich aus. „Wir setzen auf klare Tarifstrukturen, günstige Preise und auf einen kontinuierlich steigenden Anteil regenerativer Energien. Diese unaufgeregte, aber systematische Geschäftspolitik wird von der Kundschaft honoriert. Die Bilanz 2012 ist dafür ein Beweis“, erklärte der Stadtwerke-Chef.

Hauptgrund für das Umsatzwachstums sind zusätzliche Aktivitäten und Mehrerlöse in der Sparte Wärmeversorgung – nicht zuletzt durch neue Nahwärmeprojekte. Immerhin ist die verkaufte Wärmemenge um 230 Prozent auf 21,1 Millionen Kilowattstunden gestiegen. Auf diesem Gebiet sieht Pusdrowski einen Schwerpunkt der nächsten Jahre. Er will den schrittweisen Ausbau des Wärmegeschäfts mit sogenannten Contracting-Projekten forcieren, bei denen die Stadtwerke moderne Heizungsanlagen mit regenerativen Energieträgern für eine Vielzahl von Häusern oder Wohnungen finanzieren, bauen und betreiben.

Innerhalb des „Wärme-Direkt-Service“ haben die Stadtwerke ein Contracting-Produkt entwickelt, das von Eigentümern von Einfamilien- und kleinen Mehrfamilienhäusern, die ihre Heizungsanlage erneuern möchten, sehr gut angenommen wird. Außerdem wurden weitere innovative und umweltfreundliche Nahwärmekonzepte realisiert oder auf den Weg gebracht - zum Beispiel das im Bau befindliche Blockheizkraftwerk am Sportzentrum Nord zur Versorgung des Hochhauses der Langener Baugenossenschaft an der Feldbergstraße 35.

Beim Strom ging der Umsatz 2012 wegen des intensiven Wettbewerbs und aus konjunkturellen Gründen um 4,9 Prozent auf 23,9 Millionen Euro zurück. Beim Erdgas konnten die Stadtwerke bei nahezu konstantem Absatz preisbedingt Mehrerlöse von 0,6 Millionen Euro erzielen. Der Spartenumsatz stieg dadurch um 3,2 Prozent auf 20,7 Millionen Euro. Die Erhöhung der Wasserpreise und die aus der Umstellung der Jahresverbrausabrechnung resultierenden Mehrmengen führten zu einem Anstieg der Erlöse auf 4,8 Millionen Euro (plus 8,9 Prozent). Im Nahverkehr verkauften die Stadtwerke wie im Vorjahr für rund 1,1 Millionen Euro Fahrkarten. Die Zahl der Fahrgäste gibt das Unternehmen mit 1,37 Millionen Personen an, ein Plus von 4,7 Prozent.

Wie im gesamten Bundesgebiet ist auch in Langen und Egelsbach die Erzeugung von regenerativ erzeugtem Strom deutlich gestiegen, vor allem durch die Zunahme von privaten Photovoltaikanlagen. Die Einspeisung aus den Solarmodulen der inzwischen 206 Anlagen betrug 2012 mehr als 1,7 Millionen Kilowattstunden (Vorjahr 1,5 Millionen Kilowattstunden aus 181 Anlagen). Damit können rechnerisch über 400 Haushalte mit Sonnenstrom versorgt werden.

„Wir stehen hinter der Energiewende. Unsere Beteiligung am Solarpark Buchschlag belegt das genauso wie der Bau von umweltfreundlichen Blockheizkraftwerken“, erklärte Pusdrowski. „Die Stadtwerke werden diesen Kurs fortsetzen durch innovative Konzepte für die Wärmeversorgung der entstehenden Wohngebiete vor Ort, aber auch durch die geplante Beteiligung an Windparks in der näheren oder weiteren Umgebung.“ Regenerative Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz seien seit Jahren zentraler Bestandteil der Geschäftspolitik der Stadtwerke Langen.

Andererseits machte Pusdrowski deutlich, dass es noch viele offene Fragen zur Energiewende gibt. Das je nach Witterung stark schwankende Wind- und Solarstromaufkommen sei eine große Herausforderung für die Energiewirtschaft. Die sogenannte EEG-Umlage lasse die Strompreise steigen, der Einkauf an der Strombörse werde immer unkalkulierbarer und konventionelle Gas- und Kohlekraftwerke, die für eine sichere Stromversorgung auf mittlere Sicht weiter benötigt würden, gerieten zunehmend unter wirtschaftlichen Druck.

„Die Zeiten sind und bleiben spannend für die Branche, auch für die vielen mittleren und kleinen Stadtwerke in Deutschland“, meinte Pusdrowski. Im Moment gehe es den Langener Stadtwerken gut. Für die Zukunft sieht Pusdrowski Chancen, aber auch große Risiken am Horizont. Die Menschen wollten ortsnahe Versorger, denen sie in Zeiten von Wirtschaftskrise und Energiewende vertrauen könnten. Das sei die Ursache für den Trend zur Rekommunalisierung und Dezentralisierung in Deutschland. Ein Risiko bleibe die offene Frage, wie es nach der Bundestagswahl mit der Energiewende weitergehe. „Da stehen grundlegende Entscheidungen zum Umbau des Energiemarktes an und es ist im Moment nicht absehbar, wie sich die kommende neue Welt auf die Stadtwerke auswirken wird. Wir machen unsere Arbeit und haben einen klaren Kurs. Ansonsten müssen wir im Moment strategisch auf Sicht fahren und flexibel auf Veränderungen des Marktes reagieren.“ Diese Flexibilität bezeichnete Pusdrowski als „eine unserer Stärken, die wir bei den zu erwartenden Umwälzungen auch ausspielen werden, egal was sich der Gesetzgeber einfallen lässt“.

Jetzt freuen sich die Stadtwerke nicht nur über die sehr gute Bilanz 2012, sondern auch über ein Jubiläum, denn seit 50 Jahren ist das Unternehmen eine GmbH. Am 1. Juli 1963 wurde der damalige Eigenbetrieb zur privatwirtschaftlichen GmbH umgegründet. Die Stadtwerke haben seitdem eine Erfolgsgeschichte geschrieben, von der im Laufe der Jahrzehnte Hunderte von Beschäftigten und Tausende von Kunden profitiert haben, aber auch die Anteilseigener – allen voran die Stadt Langen und die Gemeinde Egelsbach. „Wir werden uns auf dieser Erfolgsgeschichte nicht ausruhen, sondern auch künftig hart dafür arbeiten, dass die Stadtwerke vor Ort die Nummer eins im Energiemarkt bleiben“, hob Pusdrowski hervor.

Im Rhein-Main-Gebiet gebe es viele Stadtwerke und die Platzhirsche HSE, EVO und Mainova. Die Unternehmen sollten in Zukunft noch enger zusammenarbeiten und ein schlagkräftiges Netzwerk bilden, um Kräfte zu bündeln, Kosten zu sparen und möglichst gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Energiewende im Rhein-Main-Gebiet gelingt.

www.familien-blickpunkt.de

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