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Dr. Harry Neß arbeitet Offenbacher Druck- und Lithographiegeschichte auf

Dr. Harry Neß arbeitet Offenbacher Druck- und Lithographiegeschichte auf

Veröffentlicht: 07/07/2014 von Stadt Offenbach

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Hinsichtlich der Zusammenarbeit des Hauses der Stadtgeschichte mit dem Druckexperten und SPD-Mitglied Dr. Harry Neß bringt der Magistrat Transparenz und Sachlichkeit in die von der CDU-Fraktion ausgelöste Debatte. Wie Dr. Jürgen Eichenauer, Leiter des Hauses der Stadtgeschichte, auf Nachfrage mitteilt, soll die Forschungsarbeit von Neß den Weg bereiten für die Einrichtung einer industriegeschichtlichen Abteilung im Museum mit dem Schwerpunkt Druckgeschichte.

Grundlage für die Zusammenarbeit ist ein Werkvertrag, den Eichenauer in seiner Funktion als Museumsleiter mit Neß geschlossen hat. Darin wird dieser beauftragt, als freier Mitarbeiter innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten Dokumente und Objekte zur Offenbacher Druck- und Lithographiegeschichte wissenschaftlich aufzuarbeiten und einen inhaltlichen Konzeptionsentwurf zu ihrer öffentlichen Präsentation zu erarbeiten. Die Vergütung erfolgt auf Festpreisbasis, vereinbart wurde ein Gesamtbetrag von 10.000 Euro, dem eine zweckgebundene Zuweisung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst in Höhe von 7.600 Euro durch Minister Boris Rhein (CDU) zugrunde liegt.

„Es geht uns um eine Bestandsaufnahme geeigneten Materials im Haus der Stadtgeschichte und anderen Museen, der Grafischen Werkstatt für Technik und Kunst Offenbach am Main e.V., der Internationalen Senefelder-Stiftung, des Archivs des Musikhauses André und gegebenenfalls weiterer Institutionen“, so Eichenauer. „Sie ist für unsere Stadt und die Region sinnvoll und überfällig.“ Weil Werkverträge generell nicht ausgeschrieben werden, hatte sich das Museum gemäß der Anforderungen der jährlichen Landesmittelzuweisungen um geeignete Wissenschaftler bemüht, die den Forschungsauftrag erfüllen können. In Übereinstimmung mit dem im Oktober 2012 fraktionsübergreifenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, zu prüfen, „ob und wie Alois Senefelder und seine Werke verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeitsarbeit für die Stadt Offenbach einbezogen werden können“, war Dr. Harry Neß aus drei Bewerbern ausgewählt worden.

„Die Vergabe des Auftrags an ihn erfolgte wegen seiner wissenschaftlichen Expertise als Vorsitzender des Internationalen Arbeitskreises für Druck- und Mediengeschichte, seiner Publikationen und selbstverständlich auch aus Kostengründen“, erläutert Eichenauer die Magistratsposition, „da er in Offenbach lebt und damit nicht wie für die anderen beiden Interessenten zusätzlich Fahrt- und Reisekosten anfallen.“ Kritik an der Vergabe wird mit dem Hinweis des Leiters des Hauses der Stadtgeschichte zurückgewiesen: „Parteizugehörigkeiten wissenschaftlicher Mitarbeiter spielen für uns als Museum keine Rolle. Der vorzulegende Bericht wird ein Baustein sein, der eine öffentliche Diskussion anregen und Entscheidungen zur Einrichtung einer industriegeschichtlichen Abteilung des Museums mit dem Schwerpunkt Druckgeschichte vorbereiten helfen soll.“

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