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Versöhnlicher Saisonausklang trotz Niederlage

Frankfurts Andi Kreß will Wetzlars Steve Serio am Wurf hindern.

Versöhnlicher Saisonausklang trotz Niederlage

Veröffentlicht: 02/03/2015 von Mainhatten Skywheelers

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Die Mainhatten Skywheelers mussten sich am Samstagabend nach drei sehr guten Spielabschnitten (14:20 | 16:12 | 15:18) dem RSV Lahn-Dill in eigener Halle mit 47:70 (30:32) geschlagen geben. Ein magere Punktausbeute, schwindende Kräfte und zu viele Einzelaktionen brachten die Equipe von Head Coach Malik in einem gute besuchten Skywheelers Dome in den letzten zehn Minuten der Partie auf die Verliererstraße.

Nach dem Match zeigte sich jedoch keiner der Verantwortlichen und Spieler enttäuscht über die Niederlage gegen den Serienmeister aus Mittelhessen. Hatten Kühn, Hengst & Co. doch jede Menge Einsatz, Moral und Leidenschaft an den Tag gelegt und ihren Fans einen energiereichen Saisonabschluss in den eigenen vier Wänden beschert.

Nachdem Lars Lehmann die erste Gästeführung zum 2:2 ausgleichen konnte, musst der Top-Scorer der letzten Partien, Johannes Hengst, schon wieder auf der Auswechselbank Platz nehmen, da er nach gerade einmal eineinhalb gespielten Minuten sein zweites persönliches Foul kassierte. An seiner statt schlüpfte Youngster Tim Diedrich in die Rolle des großen Mannes auf dem Court, der seine Einwechselung mit sechs Punkten in den ersten zehn Minuten rechtfertigte. Nach der ersten Auszeit der Partie beim Stand von 8:7 für die Hausherren, war es besagter Diedrich, der auf 10:7 erhöhen konnte, ehe der U.S.-Boy im Dress des RSV, Michael Paye, sieben Punkte am Stück markierte und den Gast mit 10:14 in Front brachte, was Skywheelers Head Coach Malik Zahary zu einer Auszeit zwang, um den Lauf des Pokalsiegers zu unterbinden. Ein Unterfangen, das bis zum Viertelende nur mäßig gelang (14:20).

Das zweite Viertel gehörte dem Team aus Frankfurt, das den Abstand im ersten Angriff des Spielabschnitts mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf von Andi Kreß auf 17:20 verkürzen konnte. Während sich das Match bis zum 21:26 relativ ausgeglichen gestaltete, war es Gästetrainer Nicolai Zeltinger, der mit einem technischen Foul für einen minimalen Ruck in seiner Mannschaft sorgte (21:28). Im Anschluss waren es die Frankfurter, die mit einem 9:2-Lauf den Ausgleich zum 30:30 kurz vorm Pausentee herstellen konnte. Ein weitere Wetzlarer Treffer sorgte für den durchaus erfreulichen 30:32-Halbzeitstand.

Auch die ersten Minuten des dritten Viertel gehörten der Frankfurter Equipe. Trotz des vierten Fouls von Sebastian Spitznagel sowie zwei In-and-Out-Würfen von eben jenem Spitznagel und Kapitän Lars Lehmann, rissen sich die Gastgeber zusammen und kämpften um jeden Ball. Zwei erfolgreiche Dreipunktewürfe (mit Brett) von 4,0-Punkte-Akteur Spitznagel zum 36:35, brachte die Halle zum Kochen; und sie zwangen den Übungsleiter von der Lahn zur Auszeit. Eine kurze Unterbrechung, die Andi Kreß im Anschluss nutze, um auf 38:35 zu erhöhen. Nicht nur das jeweils dritte Foul von Johannes Hengst, Andi Kreß und Lars Lehmann unterbrach den Spielfluss der Skywheelers, sondern auch ein 9:0-Lauf des Serienmeisters, der nun wiederum Malik Zahary zu einer Auszeit zwang (38:44). Zwei Punkte von Johannes Hengst, Chris Spitz sowie ein spektakulärer Dreipunktewurf von Lars Lehmann kurz vor der Sirene verkürzten den Abstand zum Viertelende auf 45:50.

Die unrühmliche Geschichte der letzten zehn Minuten ist aus Frankfurter Sicht schnell erzählt. Mehr als zehn Fehlwürfe, ein kurioses Drei-Sekunden-Spiel von Kapitän Lehmann, das vierte Foul von Johannes Hengst, ein 14:0-Lauf der Gäste bis zum ersten Korberfolg der Frankfurter nach sieben gespielten Minuten, Einzelaktionen und nachlassende Kräfte. Dies waren die Zutaten für ein katastrophales Schlussviertel, das bei dem einen oder anderen Spieler Erinnerungen an das Match in Zwickau geweckt haben dürfte. Schafften es die Mainstädter auch dort, in einem Viertel nur magere zwei Pünktchen zu erzielen.

Alles in allem zeigten die Damen und Herren aus der Bankenmetropole eine tolle Moral und verlangtem dem Gast aus Wetzlar - insbesondere in den ersten dreißig Minuten - einiges ab.

Scorer: Kreß (12), Spitznagel (11), Hengst (8), Diedrich, T. (7), Lehmann (5), Spitz (2), Brießmann (2), Kühn, Müller, Diedrich, S. (dnp).

Stimmen zum Spiel:

Co-Trainer Florian Leutheuser: „Ich glaube, was das letzte Viertel betrifft, sind wir wieder beim altbewährten Ausdauerproblem. Wir haben nicht so viel wechseln können, wie Lahn-Dill. Wenn die Physis nachlässt, dann wird es auch zu einer „Kopfsache“. Wir hatten auch ein bisschen Pech, das muss man auch mal sagen. Etliche Würfe, die schon in den Korb geschaut haben, sind wieder rausgesprungen. Am Ende haben wir es auch nicht mehr geschafft, so gut zusammen zu spielen, wie noch zu Beginn der Partie. Das Team hat gezeigt, dass sie es können. Und es hat gezeigt, was in dieser Mannschaft insgesamt steckt.“

Chris Spitz: „Bei uns war in den letzten sechs Minuten ein wenig die Luft raus. Irgendwie wollte am Schluss jeder das Zepter in die Hand nehmen, was zu Einzelaktionen geführt hat. Wir haben dann nicht mehr, wie in den ersten drei Vierteln, als Team zusammengespielt.“

Sebastian Spitznagel: „Ich denke nicht, dass uns die Luft gefehlt hat. Du siehst halt den Unterschied zwischen einer Profi- und einer Amateurmannschaft. Wir trainieren zweimal die Woche. Lahn-Dill ist einfach clever und abgezockt. Die spielen ihren Stiefel runter. Bei uns sind auch ein paar Bälle wieder aus dem Korb gesprungen – aber das gehört dazu. Die ersten drei Viertel waren echt super.“

Head Coach Malik Zahary: „Das letzte Viertel spiegelt auf keinen Fall wider, wie wir die Viertel zuvor gespielt haben. Bei einem solchen Match, in dem es eigentlich um nichts mehr geht, schlagen natürlich zwei Herzen in meiner Brust. Zum einem soll jeder Spieler die Möglichkeit haben, sich vom eigenen Publikum zu verabschieden und zum anderen will ich als Trainer die Partie natürlich gewinnen. Ich wollte auch, dass wir uns mit einer guten Leistung von den Fans verabschieden. Das ist uns gelungen. Hut ab, vor der Leistung meiner Mannschaft. Sie hat phänomenal gekämpft. Das war nochmal eine „Schippe drauf“ im Vergleich zum Match in Kaiserslautern.“

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