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Neues aus dem Tierreich

Neues aus dem Tierreich

Veröffentlicht: 11/09/2018 von Wildpark Alte Fasanerie Hanau

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1. Die Schönen aus dem Norden: weltweit gibt es ca. 200 Eulenarten, davon leben nur 13 in Europa, von der Zwergohreule, die in Südeuropa lebt bis zur Schnee-Eule in Nordeuropa. Eulen lösen Faszination aber auch Angst aus, sie werden verehrt und gefürchtet, bewundert und verfolgt. Sie sind Symbol der Weisheit oder Verkünderin des Todes. Durch Joan Rowlings Zauberlehrling wurden sie sogar zu Tieren mit Zauberkräften. Schnee-Eulen haben ein extrem weites Verbreitungsgebiet. Sie leben in der Nähe des Polarkreises, in der Tundra von Island, Sibirien, Kanada, Alaska, der Arktis und Nordeuropa. Sie sind „Überlebenswanderer“, ihr Vorkommen ist stark von den Bestandsschwankungen der Lemminge (ihrer Hauptnahrung) abhängig. Es sind Vögel des hohen Nordens, sie sind perfekt an ein Leben in Schnee und Eis angepasst. Die Schnee-Eule liebt offene Landschaften, übersichtliches Gelände, sie sucht keine Deckung sondern sitzt meist auf kleinen Erhöhungen und jagt tagsüber und in der Dämmerung von bodennaher Ansitzwarte. Sie hat ein Blickfeld von 270° und lokalisiert ihre Beute mit ihrem hoch entwickelten Sehsinn. Ihr Bestand wird auf 250000 Tiere geschätzt. Sie sind geschützt, sind Einzelgänger und ausgesprochen territorial. Ihre Lebenserwartung liegt bei 9 bis 15 Jahren, in Gefangenschaft bis 28 Jahre. Sie führen überwiegend Saisonehen, nur das Weibchen brütet.

Das Besondere an der Schnee-Eule ist ihre Fähigkeit, die arktischen Winter problemlos zu überstehen; dies gelingt ihr, da sie als einziger Vertreter der Eulen während der nahrungsreichen Sommermonate bis zu 800 Gramm Fett speichert. So kann sie Minusgrade bis -56 Grad überstehen und hält damit den Weltrekord unter allen Vögeln. Dafür ist sie mit Thermokleidung ausgestattet, denn Beine und Füße halten durch dichtes Gefieder warm. Gefährlich wird der Eule also nicht die Kälte, sondern der Klimawandel. Dies haben wir schmerzhaft erfahren müssen, denn beide Schnee-Eulen, die erst im letzten Jahr ihr neues Heim bei uns bezogen hatten sind an Plasmodien erkrankt. Elfi ist daran leider gestorben. Knut hat die langwierige Behandlung (an dieser Stelle herzlichen Dank an Frau Dr. Trinkaus) überstanden was aber nicht heißt, dass er immun dagegen geworden ist. Plasmodien werden durch Stechmücken übertragen von denen es bei uns im Park leider nur so wimmelt. Diese Woche konnte unser Knut wieder in sein Gehege ziehen (er war wochenlang in der Tierarztpraxis zur Behandlung). Überraschend saßen für Knut schon zwei weitere Schnee-Eulenmännchen im Gehege, die von einem Vogelpark an uns abgegeben wurden, da die Unterbringungsmöglichkeiten dort nicht mehr zeitgemäß waren. Die zwei wurden von unseren neuen FÖJlern schon mit Namen versehen: Willi und Sven werden hoffentlich in Zukunft mit Knut ein funktionierendes Dreiergespann abgeben und wir hoffen, dass sie sich schnell bei uns einleben.

2. Hirschbrunft: die nächsten Wochen stehen im Zeichen der Rothirsche. Die Brunft steht an, das heißt die Fortpflanzung. Die Brunftrufe der Hirsche schallen dann durch den Park. Die Hirsche fordern die Rivalen zum Kampf um die paarungsbereiten Weibchen (Kühe). Im Kampf wird dabei das Geweih als Waffe eingesetzt. Termine zu den Brunftführungen finden sie unter www.erlebnis-wildpark.de .

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