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Ganz schön egoistisch

Ganz schön egoistisch

Veröffentlicht: 21/04/2019 von Stadt Offenbach

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Gesichtsausdruck und Körperhaltung wirken energisch. „Ich bin Egoistin“, bekennt eine ältere Frau mit schlohweißem, wallendem Haar und im Kontrast dazu auffallend pinkfarbener Sonnenbrille mit coolen herzförmigen Gläsern. Um dann zu ergänzen: „Und will mich nicht binden. An ein Auto. Klappt super, mit dem dichten Bustakt.“

Mit originellen Plakatmotiven wie diesem werben die Mobilitätsunternehmen der Stadtwerke Offenbach zurzeit für ihr deutlich verbessertes Leistungsangebot im Öffentlichen Nahverkehr. Ziel ist es, mehr Menschen zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu bewegen und damit in der schnell wachsenden Stadt Offenbach den gestiegenen Mobilitätsbedarf zu decken und gleichzeitig einen Beitrag zu Luftreinhaltung und Klimaschutz zu leisten.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember fahren die Stadtbusse der Offenbacher Verkehrs-Betriebe (OVB) bis spät in die Nacht und auch im dichteren Takt (bis zu 7,5 Minuten). Und gut vernetzt mit S-Bahn sowie auch elektrischem Car- und Bike-Sharing sind sie ebenfalls.

Die von der Offenbacher Agentur U9 Visuelle Allianz für das Stadtwerke-Geschäftsfeld Mobilität entwickelte Kampagne ist offensiv und auffällig. Die zahlreichen, im Mobilitäts-Grün unterlegten Banner, Großplakate oder Aufdrucke am Heck der Linienbusse machen neugierig.

Wer genauer hinsieht, entdeckt dann auch das Mobilitäts-Logo und liest die Aufforderung: „Finden Sie Ihren passenden Mobilitätsmix“ mit dem Verweis auf die Internetseite mobilitaet.soh-of.de

Das Geschäftsfeld Mobilität präsentiert sich mit dieser Image-Kampagne als modern, sympathisch und innovativ. Einerseits sprechen die verschiedenen Plakatmotive Nicht-Nutzer des ÖPNV an. Andererseits bestärken sie ÖPNV-Fahrgäste in ihrem Verhalten.

„Wir haben ganz bewusst diesen leicht provokativen Ansatz gewählt und wollen damit ein wenig aufrütteln und zum Nachdenken über das eigene Mobilitätsverhalten anregen“, erklärt Anja Georgi, die die Unternehmen des Geschäftsfeldes Mobilität leitet.

Die Kampagne kokettiert dabei mit dem eigentlichen negativ besetzten Begriff Egoismus. Egoistische Motive werden sonst eher dem Individualverkehr zugeschrieben. Hier werden sie dem Öffentlichen Nahverkehr zugeordnet und mit einem Augenzwinkern ins Positive gewendet.

„Ich bin Egoistin. Und muss rechnen. Für mein Team. Die Öffentlichen zahlen sich aus“, bekennt sich offenkundig eine Geschäftsfrau zu Bus und Bahn. Und ein junger Mann, Typ Startup, erklärt: „Ich bin Egoist. Und unflexibel. Pünktlichkeit ist Pflicht. Vernetzte Mobilität macht mich zuverlässig.“

Und auch beim Feiern darf man im Sinne der Werbekampagne schon mal egoistisch sein, denn nach der Party gelangt man mit dem ÖPNV auch nachts noch sicher nach Hause. „Wir sind Egoisten“, lassen vier junge Leute den Sektkorken knallen, „und haben leicht einen sitzen. Kein Problem mit den Öffentlichen.“ Na dann: Prost!

www.familien-blickpunkt.de

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