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Schnelles Glasfaser-Netz für Offenbach und die Region

Schnelles Glasfaser-Netz für Offenbach und die Region

Veröffentlicht: 22/05/2019 von Stadt Offenbach

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Die Stadt Offenbach ist der Gigabit-Region des Regionalverbands FrankfurtRheinMain beigetreten. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke hat vergangene Woche eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist es, gemeinsam den glasfaserbasierten Breitbandausbau in der Region voranzutreiben. Seit seinem Amtsantritt verfolgt Schwenke neben Themen wie bezahlbarem Wohnraum auch konsequent das Ziel, den Gewerbestandort weiterzuentwickeln, um die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt zu stabilisieren. Für den Gewerbestandort Offenbach ist die Bereitstellung eines hochleistungsfähigen Internetanschlusses dabei eine harter Standortvorteil im Wettbewerb der Regionen.

„Schon heute erreichen wir in Offenbach zum Teil sehr hohe Bandbreiten und Geschwindigkeiten“, betont Schwenke. Offenbach profitiere dabei auch von seiner Nähe zum weltweit größten Internet-Datenknoten in Frankfurt. Der Oberbürgermeister weiß aber auch: „Für das Internet von morgen fehlt oft noch die Glasfaser-Anbindung auf dem letzten Meter bis zum Hausanschluss. Dieses Problem gehe ich mit langem Atem an.“ Schwenke setzt in seiner breit angelegten Strategie zur Stärkung des Gewerbestandorts Offenbach auf schnellere Verwaltungsprozesse, auf eine Diversifizierung des Wirtschaftsstandortes und auf eine umfassende Digitalisierung.

Die Digitalisierung stellt eine Herausforderung sowohl auf der Ebene der Infrastruktur als auch auf der Ebene der Prozesse dar. Für den Ausbau der Infrastruktur setzt Schwenke auf zwei Bausteine: „Ein Baustein der Strategie ist, einen Partner zu finden, mit dem in überschaubarer Zeit die Offenbacher Gewerbegebiete vollständig mit Glasfaser versorgt werden“, so Schwenke. Daran arbeitet die Wirtschaftsförderung derzeit in seinem Auftrag. Parallel dazu setzt Schwenke als zweiten Baustein auf regionale Zusammenarbeit: „Wir unterstützen die Gigabit-Initiative des Regionalverbands, denn wir müssen auch an jene Betriebe denken, die nicht in einem Gewerbegebiet liegen. Auch sie benötigen das schnelle Glasfasernetz, um für die wachsenden Anforderungen der Digitalisierung in der Zukunft gewappnet zu sein.“ Ziel der Stadt Offenbach ist es, so Schwenke weiter, das gesamte Stadtgebiet, einschließlich der privaten Haushalte, an das schnellste verfügbare Datennetz anzuschließen.

Damit die Stadt Offenbach innerhalb der „Smart Region FrankfurtRheinMain“ auch bei den Prozessen vorne dabei ist, hat Schwenke vor kurzem eine Arbeitsgruppe Digitalisierung aus Verwaltung und Stadtwerke-Unternehmensgruppe eingerichtet. Sie identifiziert derzeit Punkte, die für die Digitalisierung der Stadt Offenbach noch angegangen werden müssen. Das Ziel ist klar: Offenbach durch schnelle Verwaltungsprozesse und eine im Zeitalter der Digitalisierung angekommene Verwaltung und Infrastruktur zu einem attraktiven Gewerbestandort zu entwickeln.

Mit der Unterzeichnung eines „Letter of Intents“ zum Glasfaserausbau bekennen sich die beteiligten Städte und Landkreise zu einem regionalen Kooperationsprojekt, mit dem ein einheitlicher, priorisierter Glasfaser-Ausbau bis zum Hausanschluss ermöglicht und Planungssicherheit gewonnen wird. Durch die großflächige Beteiligung der 75 Mitgliedskommunen des Regionalverbandes, der 33 nicht im Verbandsgebiet liegenden Kommunen der Kreise Groß-Gerau, Main-Kinzig und Wetterau, der 40 Kommunen der Landkreise Darmstadt-Dieburg und Rheingau-Taunus sowie der beiden kreisfreien Städte Darmstadt und Wiesbaden (75+75 Kommunen) wird den privatwirtschaftlichen Telekommunikationsdienstleistern eine wirtschaftliche Attraktivität geboten, um zusätzliche eigenwirtschaftliche Ausbauinvestitionen vorzunehmen.

Wie der Regionalverband FrankfurtRheinMain mitteilt, sind die Kapazitäten für den Breitbandausbau in Deutschland bereits jetzt knapp bemessen. Die großen Telekommunikationsunternehmen können laut eigenen Aussagen nur sehr wenige große regionale Ausbauprogramme in Deutschland durchführen. Gleichzeitig konkurrieren mehrere Regionen in Deutschland um Kooperationsprojekte im Breitbandausbau mit der Telekommunikationsindustrie. Angesichts des sehr hohen Investitionsbedarfs und der mittelfristig limitierten (Tief-)Baukapazitäten können die Landkreise und kreisfreien Städte des Ballungsraumes FrankfurtRheinMain deshalb nur in einer zeitnahen, konzertierten regionalen Anstrengung und in enger Kooperation mit der Privatwirtschaft einen flächendeckenden Breitbandausbau bis zu jedem Haus und jedem Unternehmen erreichen.

Um die weiteren Aktivitäten strategisch zu koordinieren, wird der Steuerungskreis „Gigabitregion FrankfurtRheinMain“ eingerichtet. In diesem Kreis sind alle Unterzeichnenden politisch vertreten, um über die weiteren Schritte zur Realisierung des Vorhabens zu beraten und zu beschließen. Ziel der Gigabitregion ist, dass bis 2025 100 Prozent der Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie des Gewerbes in der Region Zugang zu einem glasfaserbasierten gigabitfähigen Internetzugang besitzen. Bis 2025 sollen außerdem 50 Prozent und bis 2030 90 Prozent der Haushalte in FrankfurtRheinMain Zugang zu einem glasfaserbasierten gigabitfähigen Internetzugang haben.

Bild: In Anwesenheit von Thomas Horn (Verbandsdirektor des Regionalverbands FrankfurtRheinMain) unterzeichnete Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke den Beitritt zur Gigabit-Region im Offenbacher Rathaus.

Foto: Stadt Offenbach / georg-foto.de

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