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Volkshochschule unterstützt Bildungseinrichtungen mit ehrenamtlichen Übersetzern

Ehrenamtliche Übersetzerinnen und Übersetzer vor der Volkshochschule Foto: Stadt Offenbach am Main / Volkshochschule

Volkshochschule unterstützt Bildungseinrichtungen mit ehrenamtlichen Übersetzern

Veröffentlicht: 12/08/2019 von Stadt Offenbach

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Ehrenamtlich tätige Übersetzerinnen und Übersetzer sind Brückenbauer. Sie helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Seit 2015 vermittelt das Bildungsbüro der Volkshochschule Muttersprachler zum Übersetzen von Elterngesprächen an Bildungseinrichtungen in Offenbach. Um sie in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu unterstützen, haben Volkshochschule und Freiwilligenzentrum Offenbach eine Qualifizierung konzipiert, die vor den Sommerferien von 16 Personen abgeschlossen wurde.

Die Ehrenamtlichen sind Sprach- und oftmals auch Kulturvermittler. Sie werden – in Abgrenzung zu professionellen Dolmetschern – aber nicht vor Gericht oder zur Übersetzung von Urkunden eingesetzt. Sie sind bei den Übersetzungen der Objektivität und Allparteilichkeit verpflichtet und müssen eigene Grenzen erkennen und einhalten. Dieses Rollenverständnis wurde in der Qualifizierung reflektiert und darüber hinaus arbeitserleichternde Techniken vermittelt sowie Hilfestellungen zum Umgang mit konflikthaften und emotional schwierigen Situationen gegeben.

Das Haupteinsatzgebiet der ehrenamtlich tätigen Übersetzer sind Schulen. Deshalb schärfte die Qualifizierung auch den Blick für das schulische Innenleben. Dabei ging es um Elternrechte und -pflichten sowie um Fachkräfte, die in multiprofessionellen Teams an Schulen tätig sind und neben Lehrkräften in Elterngesprächen anwesend sein können. Das in Hessen geltende Prinzip der geteilten Schulträgerschaft, die Aufgabenteilung zwischen Staatlichem Schulamt und Stadt Offenbach, wurden ebenso erörtert wie das Offenbacher Schulsystem und der Übergang an die weiterführende Schule. Ein Input zur schulischen Inklusion und zu den Aufgaben des regionalen Beratungs- und Förderzentrums an der Ludwig-Dern-Schule, das Eltern und Schulen bei Fragen von Lernschwierigkeiten berät, rundete die Qualifizierung ab.

„Ich freue mich, dass wir mit der Qualifizierung die ehrenamtlichen Übersetzerinnen und Übersetzer in ihrer Tätigkeit unterstützen und ihnen nützliche Werkzeuge an die Hand geben konnten. Besonders der Austausch von Erfahrungen im Sinne einer kollegialen Beratung kam gut an und wir werden ihn weiter pflegen“, erläutert Dr. Gabriele Botte, Leiterin der Volkshochschule. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Durch die Qualifizierung ist die Volkshochschule nun in der Lage, Mittel zur Förderung von ehrenamtlichen Laiendolmetschern beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration zu beantragen. „Dies hilft uns sehr, denn der Bedarf in Offenbach ist groß. Die Anfragen steigen“, berichtet Dr. Botte.

Die sechs Module umfassende Qualifizierung wurde von der Volkshochschule zusammen mit dem Freiwilligenzentrum Offenbach konzipiert und im Mai sowie Juni in der Volkshochschule durchgeführt. Die Referentenhonorare konnten über das Hessische Qualifizierungsprogramm für ehrenamtlich Tätige im sozialen Bereich übernommen werden.

Seit 2015 vermittelt die Volkshochschule Ehrenamtliche für Übersetzungen von Elterngesprächen an Bildungseinrichtungen in Offenbach. Die Einrichtungen melden den Bedarf direkt an das Bildungsbüro der Volkshochschule. Aufgrund guter Kontakte verfügt das Bildungsbüro mittlerweile über einen Pool mit 50 Personen. Aktuell können 30 Sprachen abgedeckt werden. Im ersten Halbjahr 2019 gab es 138 Anfragen. Inhaltlich geht es in den Gesprächen vor allem um Lernentwicklung und -förderung sowie den Übergang zur weiterführenden Schule.

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