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Nanus - wo die Zwerge wohnen

Nanus - wo die Zwerge wohnen

Veröffentlicht: 02/09/2019 von SPD Langen

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Nanus – Zwerge – das ist der Name und das Erkennungszeichen einer Kinderbetreuungseinrichtung, die sich inzwischen in der Robert-Bosch-Straße 11 b in Langen-Neurott gut etabliert hat. Hier im Industriegebiet, wo man es nicht erwarten würde, hat Szilvia Varga-Kalmar ihren Traum von einem Kinderhaus wahr werden lassen. „Das war kein leichter Weg. Aber es hat sich gelohnt. Bei uns sind derzeit alle Plätze besetzt und wir führen eine lange Warteliste,“ erfahren die Mitglieder der SPD-Fraktion und des SPD-Ortsvereins bei ihrem Rundgang durch die Einrichtung.

Unter Beachtung aller Vorgaben und mit Unterstützung der Stadt Langen wurden vor mehr als drei Jahren im Erdgeschoss die ehemaligen Büroräume in helle Kinderhausräume umgewandelt und dazu auch noch ein kleines Freigelände kindgerecht hergerichtet. 48 Kinder von drei bis sechs Jahren werden heute bei Nanus zwischen von 7.30 Uhr bis maximal 17 Uhr betreut. Zu dem zehnköpfigem Mitarbeiterinnenstab gehört auch eine eigene Köchin. „Denn 39 Kinder werden von uns mit einem selbstgekochten Mittagessen verpflegt. Auch bei uns brauchen immer mehr Eltern eine Ganztagsbetreuung,“ ergänzt die Initiatorin und Leiterin Varga-Kalmar. „Deshalb arbeiteten wir mit meiner Stellvertretung, Nathalie Franke, in den letzten Monaten verstärkt daran, mehr Kinder über Mittag betreuen zu können. Wir freuen uns sehr, dass wir seit August 2019 die Ganztagesplätze auf 32 erhöhen konnten.“

Die genaue Ordnung in den beiden freundlich gestalteten Kindergruppenräumen fällt auf. „Wir arbeiten nach Maria Montessoris Erziehungstheorie. Danach ist das Kind sein eigener Baumeister und durch eine sorgfältig vorbereitete Umgebung - wozu nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch die Pädagoginnen zählen - erhalten die Kinder Lernanreize.“ Jedes Kind habe die Freiheit, mit welchen Lernmaterialen es arbeiten wolle, ob allein, zu zweit oder in der Gruppe mit anderen Kindern. „Die Erwachsenen haben dabei die Aufgabe, den kindlichen Lernprozess zu begleiten. Die Freiheit des Kindes hat seine Grenzen bei den Interessen der anderen Kinder.“

Die SPD begrüßt, dass mit Blick auf den steigenden Bedarf jetzt bereits eine Erweiterung der Einrichtung auf 75 Plätze im Ü3-Bereich und 12 Plätze im U3-Bereich geplant ist. Dazu sollen freie Räume im ersten Stock des Gebäudes hergerichtet werden. Dort befinden sich bisher schon die Küche, der Personalbereich und ein Mehrzweckraum, u.a. für die Arbeit mit der Logopädin.

Nach den Kosten und dem Zeitfenster für den erforderlichen Umbau gefragt, erläutert Szilvia Varga-Kalmar: „Weil wir eine Außentreppe als zweiten Fluchtweg benötigen, Wände versetzen und die Küche erweitern müssen, werden für die kitagerechte Umgestaltung voraussichtlich rund 1,5 Millionen € aufgewendet werden müssen. Dass OK der Behörden - Dienstaufsicht Kreis Offenbach und Fachdienst 23 der Stadt Langen - haben wir schon. Aktuell warten wir nur noch auf den endgültigen Mietvertrag mit dem Hauseigentümer. Sollten die Gremien der Stadt Langen dann zustimmen, brauchen wir noch etwa sechs Monate bis zur Eröffnung“, sagt sie und lacht, „mein Team und ich haben schon alles vorbereitet.“

„Eine schnelle Erweiterung wäre auch mit Blick auf den Kinderbetreuungsmangel ganz im Sinne der Stadt. Das ist gut angelegtes Geld. Denn wir wollen mit allen Kräften weiter dafür sorgen, dass die Wartelisten zügig abgebaut werden und Kinder und Eltern die Plätze bekommen, die sie brauchen. Freie Träger, wie das erfolgreiche Kinderhaus Nanus, die mit viel Herzblut und Eigeninitiative mit dazu beitragen, können weiterhin mit der vollen Unterstützung der SPD rechnen,“ fasst die Fraktionsvorsitzende Margrit Jansen die Eindrücke der SPD zusammen.

„Es wäre deshalb sehr wünschenswert, wenn der Magistrat bald eine Vorlage erarbeiten und dem Stadtparlament zur Beschlussfassung vorlegen würde,“ ergänzt Angelika Gottschling, Mitglied im Sozialausschuss, denn die geplante Erweiterung bei Nanus passe genau zu den Beschlüssen, die die Stadtverordnetenversammlung zur Verbesserung der Kinderbetreuung bereits gefasst habe.

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