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Start ins 2. Halbjahr

Bernd Köhler. Foto: Ehlers)

Start ins 2. Halbjahr

Veröffentlicht: 14/09/2019 von Heinrich-Heine-Club

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Der Heinrich-Heine-Chor startet in das 2. Halbjahr am Montag, 23. September 2019 mit dem Programm „Bernd Köhler singt Schlauch“.  Mit 15 singt er in einer Skiffle-Group Worker-Songs, lernt autodidaktisch Gitarre und schreibt erste Lieder. Unter dem Spitznamen „Schlauch”, den er aus Schulzeiten mitbringt, wird er zu einer Marke in den rebellischen Bewegungen der 70er und 80er Jahre. Lebt längere Zeit in einem linken Arbeits- und Wohnkollektiv, unterstützt die Kämpfe um selbstverwaltete Jugendzentren, singt vor Werkstoren bestreikter Betriebe und wird mit Songs wie „Gute Tradition” (Nazis raus aus unser Stadt) oder „Keine Wahl” (zur Unterstützung der Stahlkocher im Ruhrgebiet) bundesweit bekannt. 2019 veröffentlicht er eine Auswahl seiner Lieder und Texte aus dieser Zeit als Buch und geht auf Tour, um an den damaligen radikalen gesellschaftlichen Aufbruch zu erinnern - weil unsere Zeiten es brauchen. Begleitet wird er von Laurent Leroi, dem Akkordeonisten des „kleinen elektronischen weltorchesters” (ewo2), mit dem er seit 20 Jahren zusammenarbeitet. Eine gemeinsame Veranstaltung von DGB KV-Offenbach und Heinrich-Heine-Club.

Am Montag, 21. Oktober 2019 geht es weiter mit dem Programm „Das wahre Leben ist doch anders“ eine rasante Liebeskomödie frei nach Anton Tschechow - gespielt von Cornelia Gutermann-Bauer vom Turmalintheater,  Regie: Günter Bauer. Vor sieben Monaten ist ihr Mann gestorben. Nun ist sie eine wohlhabende Witwe! Und doch schleichen sich Trauer, Melancholie und Depressionen in ihren Alltag. Oder ist es doch eine Lebens-, eine Sinnkrise im aVor sieben Monaten ist ihr Mann gestorben. Nun ist sie eine wohlhabende Witwe! Und doch schleichen sich Trauer, Melancholie und Depressionen in ihren Alltag. Oder ist es doch eine Lebens-, eine Sinnkrise im alltäglichen Einerlei? Ihr alter Arzt empfiehlt ihr kuriose Mittel … Da kündigt sich überraschend Besuch an: Ein Fremder fordert die Zahlung einer ausstehenden Rechnung, die ihr verstorbener Mann nicht beglichen haben soll. Es kommt zum Streit. Die Emotionen kochen hoch. Bald geht es nicht mehr nur um eine Geldforderung. Es geht um ALLES : um das Verhältnis von Mann und Frau, um die Liebe, um das Dasein im Allgemeinen, um das richtige Leben überhaupt! Und plötzlich ändert sich alles!

Was als leichte und immer wieder süffisant witzige Komödie voller Drive und Energie daher kommt, ist auch eine Parabel über den modernen Menschen und seine existenzielle Fragwürdigkeit. Wohlstand, Reichtum, Freiheit, Unabhängigkeit allein vermögen uns nicht glücklich zu machen. Im Gegenteil! Allzuleicht verirren wir uns auf den verlockenden Pfaden der modernen Konsumgesellschaft, unterliegen Zwängen, denen wir uns freiwillig unterwerfen.

Weiter geht es am Montag, 25. November 2019 mit „Guten Morgen Monsieur Jaques Brel“ mit Philippe Huguet, Gesang und Gitarre Hommage an Jacques Brel (1929-1978), an eine der größten Persönlichkeiten des Französischen Chansons. Dabei greift er selber zur Gitarre, um seine Zuhörer zu einer intimen Begegnung mit dem Poeten und Chansonnier mitzunehmen. Einige der weltberühmten Chansons wie „Les vieux“ (die Alten) oder „Le plat pays“ (das flache Land) sind mit von der Partie, aber auch andere weniger bekannte und doch ergreifende und rührende Lieder. Die Presse berichtet seit Jahren begeistert über Huguet's Brelinterpretationen: „Wenn der gebürtige Franzose und ausgebildete Opernsänger Philippe Huguet die Bühne betritt, ist es so, als käme der große Künstler zurück. Huguet umgarnt sein Publikum, bringt es zum Lachen und zum Träumen. Mit Temperament und stimmlicher Energie spielt er auf der brelschen Klaviatur, nicht ohne eigene Akzente zu setzen. Doch immer bleibt Huguet glaubwürdig, seine Interpretationen und seine Moderation passen zum Leben des großen Belgiers. Ob in ruhigen Passagen oder in solchen voller impulsiver Leidenschaft – Jacques Brel und seine Gefühle sind gegenwärtig.“ Eine gemeinsame Veranstaltung von IG Metall Offenbach und Heinrich-Heine-Club.

Den Jahresabschluss begehen wir am Montag, 16. Dezember 2019 mit „Mir Lebn Ejbig“ mit der Frankfurter Klezmer Band,  Rita Siegmann (Gesang) und Patrizia Siegmann (Gesang) Nikolai Muck (Gitarre) und Leon Lissner (Kontrabass) Zum Repertoire der Frankfurter Klezmer Band gehört nicht nur Klezmermusik, auch Ladino und osteuropäische Volksweisen, sowie Anklänge aus Tango und Jazz gehören dazu. Musik mit traditionellen Wurzeln, flott gespielt und authentisch interpretiert.

Das Leben feiern, den Schmerz beklagen, große Feste, kleine Begegnungen, Melancholie und Fröhlichkeit, Freude, Trauer, Liebe, Sehnsucht - alles ist Klezmer. Drum: Schpil sche mir a Liedele... Rita Siegmanns Leidenschaft ist die Musik, sie studierte klassischen Gesang, Jazzgesang und Klavier. Auch für ihre Tochter Patrizia ist Musik eine Berufung, sie studiert Musikpädagogik und Musikwissenschaften. Sie werden im Duo und als Soli mit ihren Stimmen die Lieder neu gestalten und modern und mit Witz wiedergeben.

Nikolai Muck an der Gitarre ist seit Gründung der Band im Jahre 2010 dabei. Durch sein Spiel auf der Gitarre werden Klangwelten erzeugt, die sich auf wunderbare Weise mit dem Gesang ergänzen. Auch Leon Lissner am Kontrabass ist der Band seit Jahren verbunden, seit 2017 ist er in die Neubesetzung wieder eingestiegen und rührt seither den Bass. Die Musiker lassen gemeinsam ein Stück jüdischer Kultur lebendig werden. Eine gemeinsame Veranstaltung von ver.di Offenbach und Heinrich-Heine-Club.

Alle Veranstaltungen finden im Theateratelier Bleichstraße 14H in Offenbach statt. Veranstaltungsbeginn ist um 19.30 Uhr, Einlass um 19 Uhr, nach Vorstellungsbeginn kein Einlass. Kartenreservierungen und Informationen unter: www.heinrich-heine-club.de . Weiterer Kartenvorverkauf im OF-Infocenter und dem Buchladen am Markt.

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