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Wegen Corona ist Abstand halten das Gebot der Stunde

Wegen Corona ist Abstand halten das Gebot der Stunde

Veröffentlicht: 28/04/2020 von ADFC Rodgau e. V.

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Die Gehwege in Rodgau sind oft sehr schmal und zudem noch zugeparkt. Die aktuell nötigen Abstände zum Schutz vor Ansteckung durch den Corona-Virus von 1,5 bis 2 Metern lassen sich auf diesen Gehwegen nur schwer einhalten. Eigentlich sind mindestens 2 m Breite für Gehwege vorgeschrieben – ohne dass Kfz auf ihnen parken dürfen. Denn nur bei einer solchen Breite könnte man zu Zweit nebeneinander gehen (aktuell nur aus einem Haushalt) und derzeit besonders wichtig: ohne große Umstände dem Gegenverkehr ausweichen.

Der Rodgauer Ortsverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) fordert daher, die zugeparkten Nebenstraßen zu temporären verkehrsberuhigten Bereichen zu machen. In verkehrsberuhigten Bereichen sind alle Verkehrsteilnehmenden gleichberechtigt und es gilt Schrittgeschwindigkeit (max. 7-11 km/h). „So müssten sich die Menschen nicht mehr auf dem Gehweg um die parkenden Autos schlängeln und so ist es auch wieder angenehmer, mit Abstand durch Rodgau zu flanieren“, so Stefan Janke, der verkehrspolitische Sprecher des ADFC Rodgau. „Weiterer Vorteil ist, dass Kinder unter 8 Lebensjahren und ein begleitender Elternteil nicht länger gezwungen wären, auch noch auf diesen unsagbar schmalen Gehwegen zu radeln, sondern die bisherige Fahrbahn nutzen könnten, was teilweise auch schon praktiziert werden muss“. In Zeiten von Corona, in der es weiter sehr wichtig ist, den nötigen Abstand einzuhalten, wäre dies nach Auffassung des ADFC nicht nur eine unterstützende, sondern sogar eher eine unbedingt notwendige Maßnahme zur Prävention. Mehr Platz für Menschen zu schaffen sei angesichts der Lage zwingend erforderlich (#MehrPlatzfürMenschen).

„Nur durch den Kfz-Verkehr entschleunigende Maßnahmen wie diese könnte man auch unsichere Radfahrende vom Gehweg runterholen“, so Janke weiter. „Radfahren auf dem Gehweg wird zukünftig mit bis zu 100 € geahndet – daher muss es für diese Menschen auch mehr gefühlte Sicherheit geben, damit sie sich vom Gehweg trauen“. Dass Rad fahrende mehr vom Kfz-Verkehr geschützt werden müssen, haben auch Bundesverkehrsminister, Bundesrat und Bundesregierung erfasst. Demnächst müssen Kraftfahrzeuge einen deutlichen Überholabstand einhalten: innerorts 1,50 Meter, außerorts 2 Meter. „Damit ist in engen, zugeparkten Straßen, ebenso wie bei Gegenverkehr zukünftig Geduld bei Autofahrenden gefragt: denn dann muss man langsam hinterherfahren statt zu überholen; und das auch außerorts bei Gegenverkehr“, führt Janke aus. Als Beispiel nennt er die L 3097 zwischen Rodgau und Rödermark und die ehemalige L 3405 zwischen Rodgau und Heusenstamm (bis dort der geplante Radweg gebaut sein wird). Beide Straßen haben zwar ein Tempolimit von 70 km/h, was zum Missfallen des ADFC Rodgau zu oft ignoriert wird. „Regeln bringen leider nur dann etwas, wenn sie konsequent überwacht werden und die Regelüberschreitenden mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine sofortige und vor allem spürbare Konsequenz befürchten müssen“, so das Fazit von Janke.

Weitere Informationen über den Radverkehr und den ADFC Rodgau stehen auch im Internet unter www.adfc-rodgau.de bereit. Rückfragen sind bei Stefan Janke (Tel. 0160-4891350 oder eMail: [email protected]) möglich.

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