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Neupflanzung am Mainufer östlich der Carl-Ulrich-Brücke als Schutzmaßnahme gegen Gänsepopulation

Neupflanzung am Mainufer östlich der Carl-Ulrich-Brücke als Schutzmaßnahme gegen Gänsepopulation

Veröffentlicht: 04/02/2021 von Stadt Offenbach

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Der Radweg östlich der Carl-Ulrich-Brücke ist als Teil eines Fernradwegs sowie der Regionalparkroute hoch frequentiert. Vor zwei Jahren wurde er als eigenständiger Weg neben dem Fußweg angelegt und die angrenzenden Flächen sind mit Rasen, Staudenpflanzungen und Saatgutmischungen neu bepflanzt worden.

Dort hält sich jedoch eine hohe Anzahl von Nil- und Kanadagänsen auf. Die starke Population der Wasservögel zerstört dabei große Teile der neuen Pflanz- und Rasenflächen. Die Stadt Offenbach arbeitet an einer Lösung des Problems und hat eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe gegründet. Beschäftigte aus dem Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, dem Umweltamt, dem Ordnungsamt, dem Veterinäramt und dem ESO entwickeln Methoden, um das Miteinander von Mensch und Natur verträglich zu gestalten.

Christine Schneider, Bereichsleitung für die Untere Naturschutzbehörde im Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz sagt dazu: „Die Nilgans ist aufgrund der EU-Verordnung Nr. 1143/2014 im August 2017 auf die Liste der invasiven Arten der Europäischen Union aufgenommen worden. Als Hauptproblem des Nilgansbestandes wird die Verschmutzung von Parkanlagen und Freibadgeländen insbesondere von Sitzsteinen, Treppen, Bänken, Spielplätzen, Liegewiesen und Sandflächen mit Gänsekot identifiziert. Diese Problematik bezieht sich jedoch nicht ausschließlich auf Nilgänse, sondern generell auf die in größeren Trupps vorhandene Wasservögel.“

Die Arbeitsgruppe verfolgt das Ziel, die vorhandene Vegetation zu schützen und die Aufenthaltsqualität am Mainufer für die Bürgerinnen und Bürger zu erhalten. Schneider kündigt an: „Wir werden die Nilgänse nicht mehr komplett vertreiben, wir können nur dafür sorgen, dass ihre Lebensräume eingeschränkt werden und die Leute auch vernünftig damit umgehen, indem beispielsweise die Fütterungen unterlassen werden. Die Populationen müssen auf natürliche Weise zurückgedrängt werden.“

Zur Zielerreichung sind bereits in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen am Main umgesetzt worden. So wurde ein Teil der Flächen wurde bereits neu angesät und zum Schutz der Vegetation eingezäunt, wodurch sich die Pflanzen besser entwickelten. Außerdem erinnern die aufgestellten Schilder sowie die damit verbundenen Kontrollen die Bürgerinnen und Bürger an das Fütterungsverbot der Vögel.

Nun sollen auch die am stärksten betroffenen Bereiche am westlichen Rand des Parkplatzes neu angelegt und geschützt werden. Direkt am Mainufer entsteht eine Staudenpflanzung mit einzelnen Strauchweiden, die zum Schutz vor den Gänsen zunächst eingefasst wird. Zusätzlich wird der Zaun in Richtung Main mit blickdichten Textilien versehen. Nilgänse bevorzugen besonders während der Aufzucht ihrer Jungen einen freien Blick und den direkten Zugang zum Wasser, was damit verhindert wird. Damit wird dieser Ort für die Gänse unattraktiver.

Die Unterpflanzung der Bäume wird mit stacheligen Berberitzen ergänzt, um den Aufenthalt für die Gänse dort unangenehm zu machen. Besonders stark in Mitleidenschaft gezogene Bereiche der Rasenfläche zwischen Rad- und Fußweg werden durch die Verlegung von Rollrasen wiederhergestellt.

Da die Fläche im Landschaftsschutzgebiet „Hessische Mainauen“ liegt, wurde die Maßnahme gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz geplant und abgestimmt. Die städtische Arbeitsgruppe erwartet durch die Maßnahme eine bessere Nutzbarkeit des Geländes.

 

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