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Rödermark wird Forschungsstandort für die Energiesysteme der Zukunft

Rödermark wird Forschungsstandort für die Energiesysteme der Zukunft

Veröffentlicht: 23/03/2021 von Stadt Rödermark

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Das Ingenieurbüro Pfeffer hat als alteingesessenes Familienunternehmen seit Jahrzehnten einen sehr guten Ruf in der Energiebranche. Die Experten aus dem Urberacher Gewerbegebiet sind spezialisiert auf die Planung, die Projektierung und den Vertrieb von Transformatorenstationen und Schaltanlagen für Verteilnetzbetreiber und Industrie. Welchen Erfolg der Geschäftsführer Matthias Pfeffer gemeinsam mit dem hessischen House of Energy nach jahrelanger Vorarbeit jetzt erzielt hat, ist für den Wirtschaftsstandort Rödermark äußerst bemerkenswert. Denn: Rödermark wird Forschungsstandort für die Energiesysteme der Zukunft!

Diese Energiesysteme werden im Rahmen des von der EU geförderten Projekts „Smart Grid LAB“ erforscht, das vom hessischen Innovationscluster „House of Energy“ und seinen Mitgliedern, zu denen auch das Ingenieurbüro Pfeffer zählt, ins Leben gerufen wurde. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Ing. Ingo Jeromin, Leiter des Fachgebiets „Elektrische Energieversorgung, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ an der Hochschule Darmstadt, werden Prof. Dr. Ing. Athanasios Krontiris, zwei wissenschaftliche Mitarbeiter und 12 Ingenieure der Projektpartner in den nächsten drei Jahren in Rödermark forschen. Vier der zwölf Ingenieure kommen dabei vom Ingenieurbüro Pfeffer, und Sophia Pfeffer ist eine der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen der Hochschule Darmstadt.

Auf dem Grundstück des Ingenieurbüros Pfeffer wurde eine Montagehalle mit Büros errichtet, in die das Labor integriert wird. Dafür wird eine intelligente Transformatorenstation erforderlich, an die auch eine CCS-Schnell-Ladestation angeschlossen werden soll. In dem realitätsnahen Labor werden verschiedenste Szenarien des Stromnetzes erforscht und getestet, die sich aus dem Zusammenwirken der vier Energiesysteme Elektromobilität, PV-Anlagen, Wärmepumpen und Batteriespeicher (Sektorenkopplung) ergeben werden.

Das Stromnetz kann aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden, um aktive Steuerungsverfahren und alle erforderlichen Funktionalitäten unter Praxis-Bedingungen zu testen und um Lösungen für das intelligente Stromnetz (Smart Grid) zu erarbeiten. Die Tests sollen Antworten auf verschiedenste Fragen geben:

• Welche Maßnahmen zur Digitalisierung des Stromnetzes sind erforderlich?

• Welchen Einfluss hat die Sektorenkopplung auf die Volatilität und die Qualität der Spannung?

• Wie kann insbesondere die Elektromobilität flächendeckend in das Stromnetz integriert werden?

• Welche Ausbaupotentiale gibt es für regenerative Energien wie etwa Photovoltaik-Anlagen im urbanen Bereich?

• Wie können stationäre Batteriespeicher intelligent in das Stromnetz integriert werden?

• Wie kann Hackern, die das Stromnetz angreifen wollen, begegnet werden?

Geschäftsführer Matthias Pfeffer ist stolz auf das Projekt im eigenen Haus: „Dass das Smart Grid LAB Hessen bei uns in Rödermark projektiert und errichtet werden darf, zeichnet unser Unternehmen für seine Fortschrittlichkeit aus, denn wir werden einen großen Teil unserer eigenen Infrastruktur zur Verfügung stellen.“

Bürgermeister Jörg Rotter und die städtische Wirtschaftsförderung stehen mit dem Ingenieurbüro Pfeffer wie generell mit den Rödermärker Unternehmen in kontinuierlichem Kontakt und waren dadurch frühzeitig in die Projektidee und natürlich in die Bauplanung einbezogen. Rotter und Andrießen sind höchst begeistert, dass das Projekt erfolgreich verlaufen ist und hervorragende Effekte für Rödermark hat. „Das Smart Grid Lab stärkt Rödermarks Status als Wissensstadt, den bislang schon die Berufsakademie Rhein-Main und die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Unternehmen begründet haben“, sagt Till Andrießen, Leiter der Wirtschaftsförderung. Bürgermeister Jörg Rotter unterstreicht, dass „auf dem Weg zu nachhaltigen Energiesystemen der Zukunft die Entwicklungen von Smart-Grid-Lösungen ein ganz entscheidender Schritt sind. Wunderbar, dass Rödermark und das Ingenieurbüro Pfeffer hierzu einen immens wichtigen Beitrag leisten können“.

 

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