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Quecksilberdampflampen werden bis 2022 ausgetauscht

Quecksilberdampflampen werden bis 2022 ausgetauscht

Veröffentlicht: 07/09/2011 von Stadt Neu-Isenburg

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Nach der 2010 in Kraft getretenen EU-Ökodesign Verordnung für Leuchtmittel dürfen ab 2015 keine HQL- Lampen (Quecksilberdampflampen) in der EU hergestellt werden.

Diese Verordnung hat Konsequenzen für die Straßenbeleuchtung in Neu-Isenburg: Insgesamt 2670 Leuchten mit HQL Lampen, das sind 57 Prozent aller eingesetzten Leuchtmittel, müssen ausgetauscht werden. Die Masten bleiben erhalten, allerdings muss der komplette Leuchten-Koffer getauscht werden, da es keine Möglichkeit der Umrüstung gibt.

Die Stadt Neu-Isenburg wird künftig Halogenmetalldampflampen (HIT) mit weißem Licht als grundsätzliches Ersatzleuchtmittel verwenden. Der Vorteil ist die hohe Farbwiedergabe und Ähnlichkeit zum Licht der alten HQL Lampen. Am Stadtrand und zur besseren Verträglichkeit für Insekten und Tiere sollen Natriumhochdrucklampen (NAV) mit gelbem Licht eingesetzt werden.

Da LED Leuchten gegenwärtig in ihrer technischen Entwicklung noch nicht vollständig ausgereift und doppelt so teuer wie HIT Leuchten sind, wird diese Alternative in Neu-Isenburg vorerst nicht umgesetzt. Um Erfahrungen bzgl. Ausleuchtung, Verkehrssicherheit, Akzeptanz und Betriebskosten zu sammeln, wurde in der Kurt-Tucholsky-Straße ein Probebetrieb gestartet. Eine weitere „Musterstraße“ mit sieben LED-Leuchten wird 2011 hinzukommen.

2011 werden insgesamt 241 Leuchten mit HIT Lampen erneuert, bis 2022 sollen alle Leuchten ausgetauscht werden. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,1 Mio. Euro brutto, ab 2011 sollen hierfür jährlich rund 150.000 Euro im städtischen Haushalt bereit gestellt werden. Nach Abschluss der Maßnahme, sollen sich die Betriebskosten durch die eingesparte Energie um ca. 72.000 Euro im Jahr reduzieren.

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