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Renault startet nächste Projektphase auf Porto Santo

Renault startet nächste Projektphase auf Porto Santo

Veröffentlicht: 30/05/2019 von Renault Presse

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Renault treibt den Ausbau der Elektromobilität auf der „smarten“ Insel Porto Santo weiter voran: Rein batteriebetriebene Renault ZOE, die als Prototypen für bi-direktionales Laden ausgelegt sind, können bei hoher Auslastung des intelligenten Stromnetzes zukünftig Strom aus ihrem Energiespeicher ins Stromnetz einspeisen. Damit beginnt die nächste Etappe des Projektes „Smart Fossil Free Island“.

Die Renault Gruppe hat gemeinsam mit ihrer Tochterfirma Renault Energy Services und dem Energieversorger Empresa Electricidade da Madeira (EEM) im Februar 2018 den Grundstein für ein intelligentes elektrisches Ökosystem auf der Atlantikinsel Porto Santo gelegt. Im Rahmen des Regionalprogramms „Smart Fossil Free Island“ soll die Energiewende auf der 42 Quadratkilometer großen Insel mit rund 5.500 Einwohnern in mehreren Etappen umgesetzt werden. Die portugiesische Insel bietet beste Voraussetzungen, um das Zusammenspiel von erneuerbarer Energie und rein elektrischer Mobilität in der Praxis zu erproben: Aktuell ist Porto Santo auf Energieimporte angewiesen und wird nahezu ausschließlich durch fossile Energieträger wie Erdöl versorgt.

PORTO SANTO: FELDVERSUCH FÜR EUROPAS E-AUTO-MARKTFÜHRER

Renault unterstützt das „Smart Island“-Projekt mit vier wesentlichen Bausteinen: Elektroautos, intelligenten Ladelösungen für mehr Effizienz (Smart Charging), bidirektionales Laden (vehicle-to-grid) für die Unterstützung des Stromnetzes durch Elektrofahrzeuge bei hoher Auslastung und die Weiterverwendung von Elektroauto-Akkus nach Ende ihrer Laufzeit (second life).

Renault, Europas Nummer eins bei rein batteriebetriebenen Fahrzeugen, betreibt auf Porto Santo einen Fuhrpark von 20 Elektrofahrzeugen. 14 Renault ZOE und sechs Kangoo Z.E. stehen für verschiedenste Einsatzzwecke bereit. Vier Kangoo Z.E. sind als Taxis unterwegs, zwei weitere im Hotel-Shuttledienst. Der ZOE dient unter anderem der Komnunalpolizei für Streifenfahrten und übernimmt Servicefahrten für den Energieversorger EEM. Ein Jahr nach Projektstart konnten dadurch bereits 224 Nutzer die Vorteile der Elektrofahrzeuge nutzen und legten insgesamt 212.500 Kilometer auf der Insel zurück.

Das intelligente Ladenetz mit 40 privaten und öffentlichen Stationen sorgt für eine flächendeckende Infrastruktur auf der Insel. Die intelligente Ladetechnik (smart charging) steigert die Effizienz der Ladevorgänge. Hintergrund: Wind- und Solarenergie stehen je nach Tageszeit oder Wetterverhältnissen mehr oder weniger intensiv zur Verfügung. Beim smart charging setzt der Ladevorgang erst dann ein, wenn besonders viel Energie eingespeist wird, also an sonnen- und windreichen Tagen. So können Elektrofahrzeuge über intelligente Stromnetze zuverlässig und effizient mit nachhaltig und CO2-arm erzeugter Energie versorgt werden, wenn viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen ins Netz eingespeist wird.

Weiterer Baustein für die Energiewende auf Porto Santo ist die bidirektionale Ladetechnologie (vehicle-to-grid-charging, V2G), wodurch die Elektrofahrzeuge zum integralen Bestandteil der Stromversorgung werden. V2G ermöglicht es, Verbrauchsspitzen im Stromnetz durch die Fahrzeugbatterien abzufedern. Ein vollgeladener Energiespeicher kann so bei hohem Strombedarf zeitweise nachhaltig erzeugte Energie ins Netz einspeisen. Der Nutzer profitiert dabei von günstigem Strom, gleichzeitig sinken durch Einbinden der Batteriespeicher ins Stromnetz die notwendigen Infrastruktur-Kosten.

Seit März 2019 sind erstmals zwei Renault ZOE als Prototypen mit bidirektionaler Ladetechnik auf Porto Santo im Einsatz. Versuche mit der vielseitigen Technologie finden darüber hinaus bereits in den Niederlanden statt, weitere Projekte sind in Frankreich, Dänemark, Deutschland, der Schweiz und Schweden geplant.

NACHHALTIG UND EFFIZIENT: ZWEITES LEBEN FÜR DEN STROMSPEICHER

Zudem kommen auf Porto Santo an zwei lokalen Speicherstätten Elektroautobatterien nach Ende ihres Lebenszyklus weiterhin zum Einsatz. In das Stromnetz voll eingebunden dienen die Lithium-Ionen-Zellen als Spannungspuffer und speichern überschüssige Sonnen- und Windenergie. Bei hoher Netzauslastung liefern die Energiespeicher bis zu 132 kW. Als stationäre Stromquelle versorgen sie so beispielsweise Häuser, Bürokomplexe oder isolierte Ladestationen für Elektroautos.

Mit dem Feldversuch auf Porto Santo hat die Renault Gruppe ein Modell entwickelt, das zukünftig auch auf weiteren Inseln, aber auch in ökologisch ausgerichteten Städten und Gemeinden zum Einsatz kommen könnte.

www.familien-blickpunkt.de

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