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Sicherheitsberater für Senioren

Sicherheitsberater für Senioren

Veröffentlicht: 15/04/2011 von Offenbach (ots)

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Das Polizeipräsidium Südosthessen hat im Rahmen des Präventionskonzeptes "Sicherheitsberater für Senioren", das seit 2008 intensiv umgesetzt wird, weitere ehrenamtlich tätige Seniorinnen und Senioren zu Sicherheitsberatern ausgebildet. "Mit diesem Projekt wollen wir ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die aus ihrer Lebenserfahrung heraus die Probleme ihrer Altersgruppe kennen und die gleiche Sprache sprechen, als kompetente Kooperationspartner und Multiplikatoren bei der Kriminalitätsvorbeugung gewinnen", erläuterten Polizeipräsident Roland Ullmann und der Erste Stadtrat Dietmar Kollmer anlässlich der Verabschiedung der neu ausgebildeten Sicherheitsberater in den Räumen des Seniorenzentrums in Dietzenbach-Steinberg.

Ältere Menschen fühlen sich häufig bedroht und haben ein stark ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis. Ihr subjektives Sicherheitsempfinden ist wesentlich empfindlicher als das jüngerer Bürgerinnen und Bürger und wird durch bestimmte Erscheinungsformen der Kriminalität, die vorwiegend ältere Menschen betreffen, zusätzlich negativ beeinflusst.

Nicht wenige ältere Menschen treten aus Angst vor verschiedenen Betrügereien oder Gewalt einen gewissen Rückzug an und können dadurch bedingt nur noch eingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Das kann unter Umständen soweit führen, dass manche Senioren - vor allem diejenigen, die schon einmal zum Opfer geworden sind - als letzte Konsequenz nur noch für die notwendigsten Erledigungen ihre Wohnung verlassen. "Diesem Sicherheitsbedürfnis und den offensichtlich vorhandenen Ängsten müssen wir uns annehmen, obgleich unsere Senioren nach allen kriminalstatistischen und kriminologischen Erkenntnissen nicht zu den bevorzugten Opfern krimineller Machenschaften gehören", zeigte der Polizeichef unverkennbaren Handlungsbedarf auf.

Angesichts der demografischen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland, die von einer immer älter werdenden Bevölkerung gekennzeichnet ist, kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass auch die lebensälteren Mitbürger in der Zukunft stärker in den Fokus des Verbrechens rücken könnten.

Auch diese neuen Sicherheitsberater werden künftig - schwerpunktmäßig im Umfeld ihrer jeweiligen Wohnorte - für Senioren als kompetente Ansprechpartner fungieren und bei besonderen Anlässen (Seniorennachmittage, spezielle Informationsveranstaltungen) ihre Altersgruppe über bestimmte Kriminalitätsformen und Vorbeugungsmöglichkeiten informieren.

"Wir freuen uns sehr, dass Sie sich zu unserer Schulungsmaßnahme hier eingefunden haben und sich zum Wohle und zur Sicherheit unserer Senioren ehrenamtlich engagieren wollen", sprachen der Polizeipräsident und der Erste Stadtrat den neuen Sicherheitsberatern bei der Übergabe der Teilnahmebescheinigungen ein großes Lob aus und bedankten sich auch bei den pensionierten Polizeibeamten Walter Janouschek und Bernhard Langer, die auch im Vorstand der Polizei-Sozialhilfe Hessen e.V. ehrenamtlich tätig sind. Sie waren bisher bei jeder Schulungsmaßnahme anwesend und haben die Mitarbeiter des Polizeipräsidiums maßgeblich unterstützt.

"Insgesamt haben wir seit 2008 nun schon 43 Damen und Herren aus den Städten Hanau und Offenbach sowie den Kreisgebieten Offenbach und Main-Kinzig zu Sicherheitsberatern ausgebildet. Die Nachfrage nach diesem Projekt nimmt stetig zu, so dass wir in absehbarer Zeit weitere Beschulungsmaßnahmen durchführen werden", hob Polizeipräsident Ullmann abschließend die Bedeutung des Konzeptes hervor.

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