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Stadt Offenbach bietet in Kooperation mit dem Sozialverband VdK Beratung zur Wohnraumanpassung

Stadt Offenbach bietet in Kooperation mit dem Sozialverband VdK Beratung zur Wohnraumanpassung

Veröffentlicht: 16/05/2018 von Stadt Offenbach

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„Einen alten Baum verpflanzt man nicht“, das weiß auch die kommunale Altenplanerin der Stadt Offenbach Heidi Weinrich: „Unabhängigkeit so lange wie möglich, darum geht es.“ Mit dem Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V. hat die Stadt Offenbach einen kompetenten Partner für die kostenlose Wohnraumberatung gefunden, um den oftmals kostspieligen Umzug in ein Pflegeheim nach Möglichkeit lange hinauszuzögern.

Wenn die Wohnung zum Hindernis wird

Barrierefreiheit ist das zentrale Stichwort, wenn es darum geht, in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen. Auch eine altersgerechte, sprich barrierearme Wohnungsausstattung gilt als zentrale Voraussetzung, wenn es um eine möglichst lange selbstständige Lebensführung in den eigenen vier Wänden geht. Oftmals lassen sich schon mit kleinen Eingriffen im vertrauten Umfeld überraschende Verbesserungen schaffen. Welche das sein können und in welchem Umfang dies möglich ist, wird bei einer Beratung zur Wohnraumanpassung ermittelt. Beispielsweise lassen sich Hindernisse wie ungünstig gestellte Möbel, Türschwellen oder Teppiche schnell und unkompliziert aus dem Weg räumen, während beispielsweise ein zu kleines Badezimmer eine größere Maßnahme darstellt.

In der Beratung wird konkret geprüft, wie der Wohnraum an die individuellen Bedürfnisse der Bewohnerin oder des Bewohners angepasst werden kann. Aber auch, welche Alternativen es gibt, wenn ein barrierefreier Umbau nicht möglich ist. Manchmal kann auch ein Hilfsmittel eine Lösung sein, auch dazu können die Beraterinnen und Berater der Wohnraumanpassung kompetent Auskunft geben.

Geschulter Blick

Die VdK Beraterinnen und Berater bilden sich regelmäßig bei der „Hessischen Fachstelle für Wohnberatung“ weiter, daher kennen sie Produkte und Anbieter und haben darüber hinaus einen geschulten Blick: Sie erkennen Stolperfallen, achten auf die Beleuchtung, prüfen Bewegungsabläufe und erkennen sofort, wo sich beispielsweise ein umständlicher Möbelparcour vermeiden lässt, damit sich häufig genutzte Gegenstände besser erreichen lassen und der Rollator wendiger um die Ecke kommt. Sie schauen auch nach der Erreichbarkeit der einzelnen Räume, wo das Anbringen von Haltegriffen im Badezimmer, der Einbau einer bodengleichen Dusche, eines Treppenlift oder einer kleinen Rampe sinnvoll und machbar ist. Die Beraterinnen und Berater stellen darüber hinaus Kontakte zum Fachhandwerk her und informieren über Zuschüssen, Finanzierungmöglichkeiten und Kostenträgern für eventuelle Anpassungsmaßnahmen.

Selbstbestimmt leben – so lange wie möglich

Bürgermeister Peter Schneider freut sich, dass mit dem Sozialverband VdK ein verlässlicher und fachlich kompetenter Kooperationspartner gefunden wurde: “Die mit dem Älter werden verbundenen Einschränkungen müssen nicht zwangsläufig zu einem Leben im Pflegeheim führen. Es ist gut, dass es heute viele Möglichkeiten gibt, noch lange ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu führen.“ Heidi Weinrich hofft, dass viele Menschen rechtzeitig von dem kostenlosen Angebot Gebrauch machen: Die Beratung zur Wohnraumanpassung des Sozialverbandes VdK ist telefonisch oder persönlich während der Sprechzeiten erreichbar, die Beratung ist kostenlos und erfolgt unabhängig von einer Mitgliedschaft.

www.familien-blickpunkt.de

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