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Ursula Döbert geht in den Ruhestand

Ursula Döbert geht in den Ruhestand

Veröffentlicht: 06/02/2021 von Stadt Neu-Isenburg

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Nach 45 Jahren Berufstätigkeit, davon 20 Jahre als Sozialarbeiterin in der Seniorenarbeit bei der Stadt Neu-Isenburg, verabschiedet sich Ursula Döbert am 20. Januar 2021 in den Ruhestand.

Bürgermeister Herbert Hunkel bedankt sich für ihre wertvolle Arbeit für die Seniorinnen und Senioren in dieser Stadt: „Ursula Döbert war eine treibende Kraft, für eine lebendige und bereichernde Seniorenarbeit in Neu-Isenburg, die älteren Menschen ein positives Altersbild aufzeichnet. Ein großer Verdienst ist auch ihre innovative Arbeit mit dementiell Erkrankten und deren pflegenden Angehörigen. Bis zuletzt und unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie hat sie Angebote veranstaltet. Sie hat immer mit großer, ansteckender Begeisterung gearbeitet, fachkundig beraten und nie aufgehört, neue Ideen zu entwickeln. Dafür danken wir Ihr sehr. Wir wünschen ihr für die Zukunft alles Gute!“

Nach einer Ausbildung zur Industriekauffrau und zur Erzieherin studierte Ursula Doebert Sozialarbeit. Ihre erste Stelle führte sie als Sozialarbeiterin in den Krankenhaus-Sozialdienst des Sana-Klinikums in Offenbach.

Im Januar 2001 wechselte sie zur Stadt Neu-Isenburg als Sozialarbeiterin in der Seniorenarbeit. 15 Jahre war sie die Leiterin der Seniorenwohnanlage Haus am Erlenbach. In ihrer Erinnerung war dies die intensivste Zeit ihrer Berufstätigkeit, an die sie noch heute mit großer Freude zurückdenkt. Ursula Döbert war die verantwortliche Kraft für den Aufbau eines bunten, vielseitigen Veranstaltungsprogrammes im offenen Treff mit dem Ziel, vom ersten Tag an, einen Ort der Begegnung und der Kommunikation sowohl für Bewohnerinnen und Bewohner der Anlage als auch für Gäste aus dem Stadtgebiet zu schaffen. Ihr war es dabei besonders wichtig, den Bewohnerinnen und Bewohnern des Pflegeheims, wann immer es möglich war, die Teilnahme an den Veranstaltungen zu ermöglichen. In dieser Zeit entstand eine enge und konstruktive Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Mission Leben und einer herzlichen Verbundenheit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Hier lernte sie nicht nur die „Isseborscher Fassenacht“ zu feiern, sondern auch beim Oktoberfest oder dem Hesseabend die „Isseborscher Geselligkeit“ kennen.

Von 2015 bis 2020 war Ursula Döbert die Leiterin der Seniorenwohnanlagen Schützenstraße – Körnerstraße. Da es in diesen Anlagen keinen offenen Treff gibt, initiierte sie andere Möglichkeiten für Treffen: So wurde im Pavillon der Johannesgemeinde bei manchem Genuss-Frühstück ein schöner Vormittag verbracht, im Haus Dr. Bäck oder auf der Dachterrasse in der Schützenstraße gefeiert und gelacht.

Ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit war die Leitung des „Projekt Pause“, einem Projekt zur Betreuung dementiell Erkrankter. Das Ziel des „Projekt Pause“ war zum einen, mit einem dreistündigen Betreuungsangebot die pflegenden Angehörigen zu entlasten und andererseits drei abwechslungsreiche, liebevoll gestaltete Stunden für die „Gäste“ anzubieten. Gemeinsam mit dem Betreuerteam gestaltete sie das Programm für die Dienstagsgruppe im Haus Dr. Bäck.

Die Teilnahme der dementiell Erkrankten mit ihren Angehörigen am öffentlichen Leben war Ursula Döbert immer ein wichtiges Anliegen und so kamen weitere Veranstaltungen dazu, wie beispielsweise das „Museum aus dem Koffer“ mit dem Museumsleiter Christian Kunz. Frei nach dem Motto: Wenn wir nicht ins Museum können, kommt das Museum zu uns.

Für die Idee der Stiftung Altenhilfe, dementiell Erkrankten Menschen in Pflegeheimen „Zeit“ zu schenken, entwickelte sie das Konzept und betreute das Projekt „Niemand wird vergessen“.

Außerdem organisierte Ursula Döbert die jährliche Veranstaltung: „Älterwerden in Neu-Isenburg“.

Rückblickend sagt Ursula Döbert: „Für mich waren die Jahre in Neu-Isenburg eine große Bereicherung, es waren spannende und abwechslungsreiche Jahre, in einem interessanten und lebendigen Arbeitsbereich. Ich habe es sehr geschätzt, dass ich von Seiten meines Arbeitgebers einen großen Freiraum bei der Ausgestaltung meiner Arbeit hatte, sowohl in der Gestaltung der offenen Treffs, als auch in der Auswahl und Organisation der Veranstaltungen. Wichtig war mir immer, mit Herz und Verstand die Senioren und ihre Angehörigen zu begleiten und zu beraten und mit Ihnen gemeinsam gute und alltagspraktische Möglichkeiten für ihre Lebensgestaltung zu entwickeln. Nach dem Motto aus meinen Studienzeiten: „Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat auch keine Kraft zum kämpfen“, versuchte ich oft das Unmögliche möglich zu machen. Neue Projekte zu entwickeln und dann fortzuführen stellte eine besondere Herausforderung dar, der ich mich immer wieder gerne stellte. Dankbar bin ich allen beruflichen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern, die mich unterstützt haben und mit denen ich konstruktiv zusammengearbeitet habe. Dankbar bin ich auch all den ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer ohne deren Engagement vieles nicht möglich wäre.“

 

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