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Viel Nachwuchs in der Schäferei Mainbogen

Täglich fünf Stunden für die Schafe im Einsatz: Hirtin Melanie Brost mit einem der neugeborenen Lämmchen. Copyright: Bernd Georg

Viel Nachwuchs in der Schäferei Mainbogen

Veröffentlicht: 03/02/2021 von Stadt Offenbach

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Die Schäferei Mainbogen wächst und gedeiht: 26 Lämmer erblickten seit Anfang Januar 2021 das Licht der Welt, und 16 Weibchen sind noch trächtig. Dank der Unterstützung der Stadtwerke Offenbach steht ausreichend Winterfutter für die Herde in Rumpenheim bereit: Die Hirtin Melanie Brost organisierte für die kalte Jahreszeit mehr als 13 Tonnen Heu, zudem gibt es jede Woche frisches Obst und Gemüse.

Neben ihrem Job in der SOH-Personalabteilung arbeitet die 28-Jährige aktuell fünf Stunden pro Tag im Winterquartier ihrer Herde: Sie schiebt Schubkarren durch den Schlamm und schleppt Wasserkanister herbei, sie errichtet Zelte für die Tiere, fungiert als Hebamme bei den Mutterschafen und sammelt die Hinterlassenschaften ihrer sechs Hirtenhunde auf. Um das alles zu leisten, hat Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Walther ihr bis Ende März 2021 eine Reduktion der Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden ermöglicht. „Ich habe großen Respekt davor, wie sich Melanie Brost um ihre Schäferei kümmert, und unterstütze sie gerne dabei“, sagt er. „Daher setzen wir unser Sponsoring für die Herde auch in diesem Jahr fort.“

Der Anblick der kleinen Lämmchen entschädigt die Hirtin für all die Strapazen. „Aber nicht nur die Schafe sind froh, wenn wir ab Ende März endlich auf die Wiese können“, sagt Melanie Brost. Dann beginnt wieder ihr Beitrag zur Landschaftspflege in Offenbach: Die Beweidung des Mainbogens und anderer städtischer Flächen durch die Schafe bewahrt die Natur vor der Verbuschung und fördert, auch durch den natürlichen Dünger, eine artenreiche Flora und Fauna.

Die Herde ist mittlerweile auf 83 Tiere angewachsen, in ein paar Wochen werden es mehr als 100 sein. Die meisten „Mädels“ will Brost behalten – von den Böckchen eignen sich hoffentlich einige als Zuchttiere, andere kommen mit etwa einem Dreivierteljahr zum Schlachter. Mittelfristig möchte die Hirtin auch Fleisch und Milchprodukte vermarkten: „Wegen der hygienischen Auflagen bräuchten wir dafür aber ein richtiges Winterquartier mit mehr Platz und einem festen Stall.“ Die Verhandlungen mit der Stadt Offenbach über ein geeignetes Grundstück laufen noch.

„Lämmerschlupf“ und Kraftfutter für die kalte Jahreszeit

Um die steigenden Kosten für das Winterfutter zu decken, stellten die Stadtwerke Offenbach der Schäferei Mainbogen im vergangenen Jahr 3.000 Euro zur Verfügung: Neben den Heuballen gibt es energiereiches Silofutter sowie Obst und Getreide, Karotten und Rote Beete. Für den Nachwuchs hat Melanie Brost eigens einen „Lämmerschlupf“ gebaut: „In dieses Ställchen passen nur die Kleinen rein, und rund um die Uhr liegt Kraftfutter in Pelletform für sie bereit.“ Ab einem Alter von etwa drei Wochen beginnen die Lämmchen hier zu fressen, während die Jüngsten noch lautstark nach den Mamas „mähen“, um ihren Hunger mit Milch zu stillen.

Wenn die Herde mit ihrem süßen Nachwuchs an die Öffentlichkeit zurückkehrt, wird sie wohl noch mehr zum Sympathieträger als bisher. „Das Interesse und die Anteilnahme der Menschen berühren mich sehr“, sagt Melanie Brost, deren liebevoll gepflegte Facebook-Seite „Schäferei Mainbogen“ mittlerweile fast 1.800 Fans hat. Darüber sind auch bereits alle Patenschaften für die Neugeborenen vergeben. Dem Stadtwerke-Patenschäfchen Tilda geht es im Übrigen bestens, was Peter Walther freut. Wie er ankündigt, erhält die Schäferei Mainbogen auch 2021 wieder 3.000 Euro aus dem Sponsoring-Topf der Stadtwerke: „Neben der reinen Daseinsvorsorge wollen wir einen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger in Offenbach schaffen“, betont der Geschäftsführer. „Und gerade in Coronazeiten sind Tiere in der Großstadt ein Lichtblick für uns alle.“

 

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