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23 Eltern- und Sprachlotsinnen zertifiziert

von Familien-Blickpunkt.de am 14/03/2017 - 10:27 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

23 Eltern- und Sprachlotsinnen zertifiziert

Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und Bürgermeister Roland Kern überreichen Urkunden

Kreis Offenbach - Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und Rödermarks Bürgermeister Roland Kern haben am Donnerstag im „SchillerHaus“ in Urberach 23 neuen Eltern- und Sprachlotsinnen sowie -lotsen ihre Zertifikate übereicht. Die 20 Frauen und drei Männer nahmen erfolgreich an einem Qualifizierungskurs teil. Im Rahmen ihres ehrenamtlichen Engagements werden sie künftig dazu beitragen, im Alltag der Menschen Hürden zu beseitigen und dafür sorgen, dass Integration reibungsloser läuft. „Die neuen Eltern- und Sprachlotsinnen und -lotsen helfen bei der Verständigung zwischen Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen. Sie vermitteln bei Problemen, unterstützen bei Behördengängen und bauen dort Brücken, wo es Sprachschwierigkeiten gibt“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger bei der Übergabe der Urkunden.

Aufgabe der neuen Lotsinnen und Lotsen, die sich in unterschiedlichen Kulturkreisen auskennen und mehrere Sprachen sprechen, wird es künftig sein, beispielsweise die Kommunikation zwischen Eltern und Kindertagesstätte oder Schule zu verbessern. „Es geht dabei aber nicht allein ums Übersetzen, sondern vielmehr um Verständigung und Verstehen“, betonte Claudia Jäger. Die Erste Kreisbeigeordnete sagte, dass die Lotsinnen und -lotsen eine Multiplikatorenfunktion haben. Die Mütter und Väter stehen unter anderem im Nähkreis, Elterncafé, in der Reparaturwerkstatt oder an Informationsständen als freiwillige Helferinnen und Vermittler zur Verfügung. Sie haben das Ziel, den Menschen den Zugang zu den Aktionsgruppen und zur Gesellschaft überhaupt zu erleichtern und gefühlte oder tatsächlich vorhandene Barrieren aus dem Weg zu räumen. Im Alltag kann es dabei unter anderem um die Begleitung bei Behördengängen und Arztbesuchen oder die Übersetzung von Dokumenten gehen. Unterstützt werden Menschen, die die deutsche Sprache noch nicht gut beherrschen und Hilfe benötigen.

Der Basiskurs der dreimonatigen Qualifizierung der neuen Sprach- und Elternlotsinnen ging überwiegend im Stadtteilzentrum „SchillerHaus“ über die Bühne und umfasste 36 Stunden. Im Anschluss daran stand eine Vertiefung von zwölf Stunden, in denen das spezifische Wissen für die unterschiedlichen Aufgabengebiete vermittelt wurde. Die Ausbildung der zehn Frauen und des Mannes zu Sprachlotsinnen und zum -lotsen sowie der zehn Frauen und der zwei Männer zu Elternlotsinnen und -lotsen lief unter der Regie von fünf Lehrerinnen, die mit den Kursteilnehmern unter anderem über folgende Themen sprachen: Erziehung, Bildungssystem, Kindliche Entwicklungsphasen, Gesundheit, Mutter-Kind-Kuren, Beratungsstellen, Inklusion, Feste sowie Kommunikation und Krisenintervention.

Die Fortbildung wird zum großen Teil vom Landesprogramm „WIR“ des Hessischen Sozialministeriums und vom Integrationsbüro des Kreises Offenbach gefördert. Aus dem Kreishaus flossen vergangenes Jahr für die Ausbildung von Lotsinnen und Lotsen knapp 2.700 Euro. Unterstützt werden die Lotsinnen und Lotsen in Rödermark von der städtischen Integrationsbeauftragten Ulrike Vierheller. Sie nimmt auch Anmeldungen für einen weiteren Qualifizierungskurs „Eltern- und Sprachlotsinnen“ im September entgegen (Telefon: 0176 65201702).

Zertifikate erhielten folgende Eltern-Lotsinnen und -lotsen: Meryem Behnicke, Rozin Fahim, Gülseren Göksu, Nesrin Imamoglu, Sanae Kamhi, Hanife Kanlioglu, Feride Kücükogul, Afsaneh Lentfer, Magdalena Rybak, Saba Tsehaye, Ayhan Hofmann und Baris Yorganci. Neue Sprachlotsinnen und -lotsen sind: Dikra Goffim, die mit Persisch begleitet. Firoza Noori, Maci Sultani und Taraneh Zeinali begleiten mit Afghanisch und Persisch, Sanae Boubarkoua und Nesreen Kabaha, Naziha Khadri mit Arabisch, Nazli Jarro mit Kurdisch und Arabisch, Hanane Anhari mit Arabisch und Englisch, Dr. Elke Wolf mit Englisch und Französisch. Christian Klein-Wolf wird mit Englisch, Französisch und Niederländisch vor allem in den Schulen unterstützen.

Auszeichnungen gab es ferner für Lotsinnen und Lotsen, die bereits seit sieben und fünf Jahren ehrenamtlich für die Stadt im Einsatz sind. Bürgermeister Roland Kern bedankte sich bei Keziban Uzundal, Tülay Kuzkaya, Anke Holzmann-Wirth, Shamsa Daud, Leila Rahimi und Manel Ebrahim für ihre ehrenamtliche Arbeit.

Weitere Informationen zur Ausbildung der Lotsinnen und Lotsen gibt Ulrike Vierheller, Integrationsbeauftragte der Stadt Rödermark, Telefon: 0176 65201702.

www.familien-blickpunkt.de



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