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Aktivierende Sozialpolitik ist der richtige Schritt in eine sichere Zukunft

von Familien-Blickpunkt.de am 28/08/2011 - 18:06 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Aktivierende Sozialpolitik ist der richtige Schritt in eine sichere Zukunft

Sozialminister Stefan Grüttner bei der Abschlusskundgebung des VdK-Landesverbandstages: „Seniorenpolitik bleibt in Hessen Schwerpunktthema“.

Neu-Isenburg (hsm) „Moderne Sozialpolitik muss eine aktivierende Wirkung auf die Menschen haben. Eine aktivierende Sozialpolitik ist der richtige Schritt in eine sichere Zukunft mit gleichzeitiger Teilhabe und Verantwortung. Der moderne Sozialstaat sollte nicht alimentierende Fürsorge betreiben, sondern vor allem aktivierend und motivierend auf die Menschen wirken“, erklärte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner bei der Abschlusskundgebung des 20. Ordentlichen Landesverbandstages des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen in Neu-Isenburg.

Angesichts schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen gelte es, durch frühzeitige Hilfen zu vermeiden, dass Notsituationen überhaupt auftreten. Man dürfe nicht abwarten, bis Menschen dauerhaft in Not geraten und sich Hilfebedarfe verfestigen. „Sozialpolitik ist nicht auf Hilfe in der Not beschränkt, sondern bietet vor allem Hilfe aus der Not. Hierbei gilt es, den hilfebedürftigen Menschen Chancen und Perspektiven zu eröffnen, ihr Leben selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu gestalten.“ Auch Seniorenpolitik sollte einen aktivierenden Ansatz haben, betonte Sozialminister Grüttner.

„Ältere Menschen verfügen über wertvolle Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft. Die weitere Entwicklung unserer alternden Gesellschaft wird entscheidend davon abhängen, ob sich diese Potenziale ungehindert entwickeln und entfalten können.“ Eine aktivierende Seniorenpolitik müsse die Lebenserfahrung und das Wissen älterer Menschen für die Gesellschaft nutzen, erklärte Grüttner. Erhebungen zum freiwilligen Engagement von Seniorinnen und Senioren zeigen ein neues, aktives Bild des Alterns. „Die heutige Generation der Seniorinnen und Senioren ist auch im Ruhestand körperlich gesund, geistig fit und gesellschaftlich aktiv“, betonte der Minister.

Er könne sich daher gut vorstellen, dass Seniorinnen und Senioren nach dem Renteneintritt eine bezahlte oder ehrenamtliche Beschäftigung suchen, um weiterhin ihr Wissen zur Verfügung zu stellen und das Gefühl zu haben, gebraucht zu werden. Mit der Seniorenpolitischen Initiative will die Hessische Landesregierung in diesem Jahr auch neue Bilder des Alterns gesellschaftlich etablieren. „Nicht nur die mit dem Alter eintretenden Defizite sollen dabei im Fokus stehen, sondern auch die Potenziale einer immer größer werdenden älteren Bevölkerungsgruppe für die Gesellschaft“, so Sozialminister Grüttner.

Am Anfang der Seniorenpolitischen Initiative steht eine Dialogreihe, die zum Ziel hat, mit allen relevanten Akteuren ins Gespräch zu kommen, um gemeinsam die aktuelle Situation der Seniorinnen und Senioren in Hessen sowie künftige Herausforderungen zu analysieren. Durch diesen Partizipationsprozess werde die Initiative den größtmöglichen Bezug zur Lebenswirklichkeit älterer Menschen erhalten, betonte der Minister. Der demografische Wandel werde auch Auswirkungen auf das Gesundheitswesen haben.

„Zusammen mit den beteiligten Akteuren des Gesundheitswesens erarbeitet die Hessische Landesregierung derzeit ein Maßnahmenbündel, um eine dauerhafte Stärkung der ärztlichen Versorgung insbesondere in strukturschwachen Regionen Hessens zu erreichen“, erklärte Stefan Grüttner. Die Vereinbarungen mit den beteiligten Organisationen sollen in einem Hessischen Pakt zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung verbindlich zusammengefasst werden. „Ziel ist es, für die verschiedenen Regionen Hessens mit ihren sehr unterschiedlichen Bedürfnissen passgenaue Maßnahmen anbieten zu können“, so der Sozialminister.

Dabei gehe es um Themen wie Aus-, Fort- und Weiterbildung, vertrags- und vergütungsrechtliche Anreize, neue Kooperationsformen und Ansiedlungsförderung. „Außerdem werden die Gesundheitskonferenzen, die durch das neue Hessische Krankenhausgesetz eingerichtet werden, zu einer ganz neuen Kommunikationskultur in den Regionen führen. Dadurch können wertvolle Erkenntnisse für die mittel- bis langfristige Sicherstellung der medizinischen Versorgung gewonnen werden“, führte Grüttner aus.

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