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Das Frankie-Gütesiegel - Kinderfreundliche Gastronomie im Selbstversuch erprobt

von Familien-Blickpunkt.de am 22/11/2010 - 23:49 |

Themenfelder: Freizeitgestaltung

Das Frankie-Gütesiegel - Kinderfreundliche Gastronomie im Selbstversuch erprobt

Gestern haben wir uns mal wieder auf die Suche nach einem Restaurant begeben, in dem man mit einem zweieinhalb jährigen, äußerst lebhaften Kleinkind ein, den Umständen entsprechend entspannendes Abendessen absolvieren kann. Diese Aufgabe hat uns bereits in der Vergangenheit vor größere Rätsel gestellt. Der Gedanke, der dem Ganzen zugrunde liegt, ist: Es muss doch noch eine Alternative zu amerikanischen Fastfood-Läden geben, wo man gesünderes und reichhaltigeres Essen für die ganze Familie bekommt, es aber trotzdem nicht negativ auffällt, wenn man mit einem aktiven und wuseligem Kleinkind daherkommt. Gesagt getan, haben wir uns im allwissenden Internet schlau gemacht und das „Frankie-Symbol“ entdeckt. Dieses Symbol wurde vom Frankfurter Kinderbüro ins Leben gerufen, ist ein Gütesiegel für kinderfreundliche Gastronomie und signalisiert den Familien, dass Kinder willkommen sind. In der Liste der teilnehmenden Restaurants, haben wir auch zwei Lokale entdeckt, die in unserem Offenbacher-Kreis liegen. Wir entschieden uns für das „Lyonel“ in Neu-Isenburg. Die Frage, ob nun unser Navigationsgerät oder wir zu dumm waren, ist noch offen geblieben, aber wir haben es einfach nicht gefunden. Nie um eine Alternative verlegen, sind wir zur zweiten Adresse aus der Frankie-Liste gefahren, welche sich noch in unserem Kreis Offenbach befindet. Das Restaurant Waldenserhof in Mörfelden-Walldorf macht von außen einen idyllischen und gut-bürgerlichen Eindruck. Die Eignung zur Kindertauglichkeit konnten wir zwar auf den ersten Blick nicht erkennen, aber wir marschierten trotzdem hoffnungsfroh ins Innere des Etablissements. Dort angekommen, wurden wir direkt von einem zuvorkommenden Kellner empfangen, welcher uns einen gediegnen „Tisch für Zwei“ anbot. Unter den skeptischen Augen der zwei weiteren anwesenden Personen zerrten wir uns ein passendes Kinderstühlchen an unseren „Tisch für Zwei“. Direkt nachdem wir Platz genommen hatten, kam auch schon der aufmerksame Kellner und erzählte uns von den Spezialitäten des Tages, welche unter anderen die Trüffel-Bandnudeln waren. Nachdem er noch salbungsvoll nachharkte, ob wir denn einen Aperitif vor dem Essen wünschen, beschlich mich die Ahnung, dass diese Art von Abendessen wohl nicht mit unserem quirligen Kleinkind kompatibel ist. Diese Ahnung verstärkte sich, als unser Junior begeistert aus seinem Hochstuhl aufstand und nach den liebevoll aufgestellten Modellflugzeugen grabschte. Die in der  Frankie-Liste angepriesene Spielecke, mit Spielzeug und Malsachen, konnten wir auch nirgendwo erspähen. Aus Rücksicht auf Personal und die anderen anwesenden Gäste, entschlossen wir uns den Rückzug anzutreten. Möglicherweise waren wir einfach nur zum falschen Zeitpunkt da, denn auf der Frankie-Liste steht, dass es im Restaurant Waldenserhof auch Familienbuffets- und brunchs gibt. Auf denen wird dann angeblich sogar ein eigenes Kinderprogramm geboten. Vielleicht sollten wir dem Waldenserhof noch eine zweite Chance geben und demnächst mal so ein Buffet ausprobieren. Auf jeden Fall werden wir dranbleiben und weiter nach Alternativen zu McDonalds und Co. suchen, wo Kinder nicht nur theoretisch erwünscht sind, sondern einfach auch hinpassen und man somit als Eltern das teure Vergnügen des „auswärts Essen“ auch genießen kann.     

 



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