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Demographischer Wandel erfordert Weiterentwicklung der Seniorenpolitik

von Familien-Blickpunkt.de am 28/10/2011 - 16:03 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Demographischer Wandel erfordert Weiterentwicklung der Seniorenpolitik

Alsfeld-Eudorf (hsm) - Seniorenpolitik gewinnt immer mehr an Bedeutung. „Wir alle, sowohl Politik als auch alle anderen gesellschaftlichen Akteure, sind angesichts der demografischen Entwicklung dazu aufgefordert, uns Gedanken darüber zu machen, wie die Gesellschaft in zehn, 20 oder 30 Jahren aussehen wird“, erklärte die Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, Petra Müller-Klepper, bei den Feierlichkeiten zum 20-Jahre-Jubiläum der Landsenioren Hessen. Nach der Vorausberechnung des Statistischen Landesamtes werde bis zum Jahr 2050 die Zahl der Sechzigjährigen und Älteren in Hessen um 44 Prozent steigen, die Zahl der Hochbetagten (ab 85 Jahren) sogar um 185 Prozent, so die Staatssekretärin weiter. Im Jahr 2050 werde Deutschland vermutlich zu den Ländern mit der weltweit ältesten Bevölkerungsstruktur gehören. „Immer mehr ältere Bürgerinnen und Bürger werden immer weniger jungen Menschen gegenüberstehen, zudem wird aufgrund veränderter Familienstrukturen der ältere Teil der Bevölkerung in Zukunft wahrscheinlich über weniger feste familiäre Einbindung verfügen als heute. Auf diese Entwicklungen müssen wir uns rechtzeitig vorbereiten.“

Der demografische Wandel und die damit verbundene Alterung der Gesellschaft erfordere nicht alleine eine Weiterentwicklung der Seniorenpolitik, sondern auch eine stärkere Schwerpunktsetzung auf die für Seniorinnen und Senioren wichtigen Themen. „Die Hessische Landesregierung will diesen gesellschaftlichen Veränderungen mit nachhaltigen politischen Lösungen und neuen Handlungsstrategien begegnen. Dies kann nur im Dialog mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gelingen“, betonte Müller-Klepper. Im Rahmen der Seniorenpolitische Initiative der Hessischen Landesregierung lade das Hessische Sozialministerium seit September 2011 bis Januar 2012 Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Organisationen und Institutionen aus dem sozial-, gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Bereich zu insgesamt fünf seniorenpolitischen Dialogforen ein. Ziel der Gesprächsreihe sei es, in verschiedenen Themenfeldern die Auswirkungen einer alternden Gesellschaft zu analysieren und neue Ideen, Anregungen und Handlungskonzepte für die künftige Seniorenpolitik zu diskutieren. „Durch die Gespräche wollen wir neue Ideen und Konzepte für die kurz-, mittel- und längerfristige Arbeit der Hessischen Landesregierung finden. Zugleich wollen wir aber auch alle anderen gesellschaftspolitischen Akteuren ermutigen und unterstützen, neue Bilder vom Alter und neue Angebote für ältere Menschen zu entwickeln“, unterstrich die Staatssekretärin.

Dabei solle vor allem das Alter in seiner ganzen Vielfalt in den Blick genommen werden: „Mit der Alterung der Bevölkerung steigt die Zahl der aktiven Seniorinnen und Senioren ebenso wie die Zahl der Pflegebedürftigen. Es gibt eine große zeitliche Spanne zwischen denjenigen, die sich in der Übergangsphase von Beruf und Rente befinden, und den Hochbetagten. Innerhalb dieser Spanne wird deutlich, dass das Lebensalter nicht unbedingt etwas über den Grad der Aktivität und Selbstständigkeit aussagt“, erklärte Müller-Klepper. Ziel der Hessischen Landesregierung sei es, so die Staatssekretärin abschließend, an Defiziten orientierte Altersbilder zu überdenken und Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Seniorinnen und Senioren erlauben, ihr Leben so lange wie möglich selbstständig zu gestalten.

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