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Kreis unterstützt naturnahe Erlebniswelt

von Familien-Blickpunkt.de am 29/09/2022 - 18:19 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Freizeitgestaltung, Leben und Gesellschaft

Kreis unterstützt naturnahe Erlebniswelt

Schaf. © Pixabay

Kinder- und Jugendfarm Dreieichhörnchen erhält knapp 16.000 Euro aus dem Förderprogramm „Aufholen nach Corona“

Kreis Offenbach - Viele Kinder und Jugendliche haben während der Pandemie unter den Einschränkungen gelitten. Kaum Kontakte zu Gleichaltrigen, verpasste Schulstunden, kein Training im Sportverein, kein Unterricht in der Musikschule – auf vieles musste verzichtet werden. Umso wichtiger ist es, die Kontakte mit Gleichaltrigen zu fördern und wieder mehr Möglichkeiten zum Spielen, Bewegen, Erfahren und Lernen zu schaffen. Auf der Kinder- und Jugendfarm Dreieichhörnchen geht das alles und noch dazu in freier Natur. Der Kreis Offenbach unterstützt die Farm, um die Vielfalt der erlebnispädagogischen Angebote zu sichern. Aus dem Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ haben die „Dreieichhörnchen“ für das vergangene und dieses Jahr insgesamt knapp 16.000 Euro erhalten.

„Die Erfahrungen, die die Kinder und Jugendlichen auf der Farm sammeln können, sei es im Sozialverhalten mit anderen oder wenn sie die Tiere hautnah erleben und sich um den Garten kümmern, sind immens wichtig. Mit dem Zuschuss aus dem Aufholpaket kann der Verein die Personalkosten für einen weiteren Öffnungstag finanzieren und den Fortbestand des Angebots sichern“, sagte Kreisbeigeordneter Carsten Müller am Mittwoch bei einem Besuch der Kinder- und Jugendfarm. Die Einrichtung hatte wegen der Pandemie und eingeschränkter Besuchszeiten finanzielle Einbußen, die mit der Förderung aus dem Bundesprogramm in Höhe von 2.000 Euro für das Jahr 2021 und genau 13.730 Euro für dieses Jahr ausgeglichen werden.

„Die Kinder- und Jugendfarm der Dreieichhörnchen ist ein Leuchtturmprojekt, das nun auch mit der Unterstützung durch das Förderprogramm des Bundes finanziell solide weiterarbeiten kann“, sagte Dreieichs Bürgermeister Martin Burlon. „Die Dreieichhörnchen sind ein wundervoller Baustein der Dreieicher Angebote für Kinder und Jugendliche, den wir nicht missen möchten und daher auch als Stadt jedes Jahr gerne unterstützen. Die Förderung durch das Aktionsprogramm ist eine weitere Bestätigung für das gesamte Team, dem wir alle für das Engagement herzlich danken.“

Die meisten Besucherinnen und Besucher der „Dreieichhörnchen“ sind im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren. Jüngere dürfen sich in Begleitung ihrer Eltern beim Wasserspiel, Matschen, Werkeln mit Holz austoben, Erfahrungen mit den Ponys, Schafen, Hühnern und indischen Laufenten sammeln. Immer dabei ist die Katze Felis, die sich seit rund 15 Jahren auf der Farm wohlfühlt und mit vielen Stammgästen groß geworden ist. Pro Jahr besuchen diesen außerschulischen Lernort durchschnittlich 10.000 Mädchen und Jungen, für die das Anfassen, Berühren und Erfahren von Naturmaterialien und der Umgang mit den Tieren zu einem besonderen Erlebnis wird.

„Tiere kennen keine Sonn- oder Feiertage, sie müssen permanent versorgt werden. Mein Respekt gebührt dem Vorstand und den anderen freiwilligen Vereinsmitgliedern, die den Betrieb der Kinder- und Jugendfarm das ganze Jahr über managen“, sagte Carsten Müller. Der Jugenddezernent bedankte sich bei der Ersten Vorsitzenden Bärbel Debold für das Engagement und die beachtliche Leistung der ehrenamtlichen und hauptamtlichen pädagogischen Fachkräfte während der gerade zu Ende gegangenen Ferienspiele. Diese bietet die Farm für eine Woche in den Herbst- und für zwei Wochen in den Osterferien an. In den Sommerferien besuchten 45 Jungen und Mädchen drei Wochen lang die „Dreieichhörnchen“. Die Farm entstand im Jahr 1986 aus einer Elterninitiative und lädt seit 1996 auf dem ein Hektar großen Gelände am Reuterpfad Kinder zum Abenteuerspaß ein.

„Unsere Angebote sind für alle Kinder offen und kostenfrei. Bei uns lernen sie durch das freie Spielen unter anderem soziale und emotionale Fertigkeiten als wichtige Ergänzung zu ihrer schulischen Bildung“, sagt die Erste Vorsitzende Bärbel Debold, die mit dem vom Kreis Offenbach überwiesenen Zuschuss einen zusätzlichen Tag des offenen Angebots etablieren möchte.

Der Kreis Offenbach hat mit Hilfe des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ in fast allen 13 Kommunen seit August 2021 rund 50 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 165.000 Euro gefördert. Wer sich für das nächste Jahr Unterstützung wünscht, kann einen Förderantrag an den Kreis Offenbach, Fachdienst Jugend und Familie, Bereich Jugendförderung und Frühe Hilfen, Werner-Hilpert-Straße 1, 63128 Dietzenbach stellen.

 

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