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Jugend stärken vor Ort im Kreis Offenbach

von Familien-Blickpunkt.de am 03/12/2012 - 18:51 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Jugend stärken vor Ort im Kreis Offenbach

Kreis Offenbach - Die kommunalen schulischen Anlaufstellen der Jugendberufshilfe sollen im Jahr 2013 weitergeführt und weiterentwickelt werden. „Dies hat der Kreisausschuss in seiner letzten Sitzung entschieden", erklärt Sozialdezernent Carsten Müller. „Dafür werden wir 144.000 Euro im Haushalt 2013 bereithalten."

Nach wie vor gibt es eine Reihe von Jugendlichen, deren schulische Laufbahn nicht gradlinig verläuft. Hier greift die BerufsWegeBegleitung des Kreises Offenbach, deren Hauptziel es ist, junge Menschen, die Schwierigkeiten im Übergang Schule/Beruf haben, zu unterstützen. Verschiedene Maßnahmen des Bundes wie beispielsweise die Kompetenzagentur oder die Koordinierungsstelle Schulverweigerung – Die 2. Chance werden im Kreis Offenbach seit September 2011 auch kreisweit umgesetzt.

Ein wichtiger Baustein der BerufsWegeBegleitung im Kreis Offenbach sind die schulischen Anlaufstellen, die bisher auch über die Arbeitsagentur Offenbach gefördert wurden. Auf diesem Weg wurden etwa 600 Schülerinnen und Schüler erreicht, von denen knapp 80 Prozent eine berufliche Perspektive entwickeln konnten. „Nachdem die Förderung der Bundesagentur im Dezember 2012 für dieses erfolgreiche Projekt bedauerlicherweise ausläuft", erklärt Carsten Müller, „und wir als Jugendhilfeträger verpflichtet sind, für besonders gefährdete junge Menschen zwischen 12 und 27 im Übergang Schule/Beruf sozialpädagogische Hilfen sicherzustellen, wollen wir diese Projekte mit eigenen Mitteln fortführen."

Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der Jahrgansstufen sieben bis zehn aus dem Kreisgebiet, die die Ernst-Reuter-Schule in Dietzenbach, die Adolf-Reichwein-Schule in Heusenstamm sowie die Helene-Lange-Schule und die Nell-Breuning-Schule in Rödermark besuchen. Sie sollen wohnortnah und so früh wie möglich sozialpädagogisch unterstützt werden, um Perspektiven zu eröffnen und eine berufliche Orientierung aufzuzeigen, die den Schritt in ein Ausbildungsverhältnis erleichtert. Über gezielte Prävention, das hat die Praxis gezeigt, kann so auch ein frühzeitiger Schulabbruch oftmals erfolgreich verhindert werden. Wichtig ist, bereits bestehende erfolgreiche Strukturen zur Unterstützung von jungen Menschen im Übergang Schule/Beruf zu erhalten und diese auch über 2013 hinaus weiter zu entwickeln.

Die erforderlichen Gelder werden den Kreis Offenbach nicht zusätzlich belasten. Die Finanzierung erfolgt durch die Umschichtung freigewordener Mittel. Nachdem der Kreis 2010 aus der teuren Einzelpersonenfinanzierung von Ausbildungsplätzen bei der Pittler Berufs GmbH ausgestiegen ist, wird er dieses Geld nun für das Projekt „Jugend stärken im Kreis Offenbach" verwenden. „Aus unserer Sicht ist es sinnvoll", so der Sozialdezernent abschließend, „ein greifbar erfolgreiches Projekt fortzuführen, zumal der Kreis 2014 ohnehin die Kosten für die Jugendsozialhilfe alleine schultern muss und Prävention hier einmal mehr dazu beitragen kann, das Abrutschen in Hartz IV zu verhindern."

www.familien-blickpunkt.de



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