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Keiner hat was zu verschenken

von Familien-Blickpunkt.de am 18/02/2012 - 11:21 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Keiner hat was zu verschenken

(Offenbach - ppsoh/hf) Eine Gutschrift auf einem Treuhandkonto und weitere Gewinne verspricht ein Brief, der derzeit verstärkt in Briefkästen der hiesigen Region landet. Persönlich angeschrieben erhalten die Adressaten einen Kontoauszug, auf dem eine Gutschrift von über 1.000 Euro ausgewiesen wird. Weiter wird im Schreiben angeführt, dass aus Datenschutzgründen das Konto bald aufgelöst werden müsse. Es wird daher angeboten, einen Scheck über die volle Summe auszuhändigen. Dies geschehe auch persönlich an einem weiter nicht beschriebenen Ort.

Damit ist der Service noch lange nicht beendet: Der "Kontoinhaber" wird sogar kostenlos mit einem Bus abgeholt und erhält noch weitere Geschenke - dazu gibt es auch noch Speis und Trank für "lau". So ist es dem Brief zu entnehmen. Die derzeit im Umlauf befindlichen Schreiben werben für Busabholungen am 22. Februar im Westkreis Offenbach (vornehmlich Neu-Isenburg) und tags darauf im Ostkreis, dort insbesondere in den Ortschaften Seligenstadt und Rödermark.

Eines dieser Schreiben hat nun auch ein Mann aus Seligenstadt erhalten, der im April 2011 im Rahmen des Projektes "Sicherheitsberater für Senioren" beim Polizeipräsidium Südosthessen beschult wurde. Er durchschaute sofort, dass hier wieder nur eine Kaffeefahrt beworben wird, bei der den meist älteren Menschen Verträge "untergejubelt" werden sollen und übergab der Polizei seinen "Kontoauszug".

Beim Betrugskommissariat in Offenbach sind inzwischen weitere Schreiben eingegangen, so dass es den Beamten wichtig ist, nochmals vor solchen dubiosen Angeboten zu warnen: "Die Polizei betrachtet diese Einladungen extrem skeptisch und rät zur Vorsicht. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass sich hinter den Verfassern solcher Lockangebote oftmals Organisationen verbergen, deren Fahrten meist in einer Verkaufsveranstaltung münden. Hierbei werden die Fahrtteilnehmer durch äußerst redegewandtes Verkaufspersonal zur Abnahme von minderwertigen Waren oder wenig sinnvollen Vertragsunterzeichnungen bewegt. Um sich einer solchen Gefahr erst gar nicht auszusetzen, sollten sich die Empfänger dieser Schreiben überlegen, ob sie nicht besser alles gleich dorthin befördern, wo es hingehört - in den Papierkorb!"

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