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Land bietet wirksame Angebote für Spielsüchtige

von Familien-Blickpunkt.de am 04/09/2011 - 11:56 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Land bietet wirksame Angebote für Spielsüchtige

Sozialminister Stefan Grüttner: „Landesprojekt Glücksspielsuchtprävention und –beratung‘ erreicht Menschen mit glücksspielbezogenen Problemlagen“.

Frankfurt (hsm) - Hessen ist beim Thema Suchtprävention im Glücksspiel auf einem guten Weg. Das sagte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner anlässlich einer Kooperationsveranstaltung mit der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e. V. (HLS) in Frankfurt am Main. „Zusammen mit der HLS als Koordinatorin des Landesprojekts ‚Glücksspielsuchtprävention und -beratung‘, den Trägern und den ausführenden Beratungsstellen ist es uns gelungen, wirksame Angebote für Spielsüchtige und problematische Glücksspielende zu installieren sowie suchtpräventive Aktivitäten durchzuführen“, berichtete Grüttner. An 15 Suchtberatungsstellen, die jeweils für bestimmte Regionen zuständig sind, seien seit 2008 zusätzlich 13,5 Vollzeitstellen eingerichtet worden, um spezielle Angebote für Menschen mit pathologischem Glücksspielverhalten und deren Angehörige anzubieten. Das Land stellt für das Projekt jährlich eine Million Euro zur Verfügung.

„Im Bereich der Hilfeangebote für Spielsüchtige belegen die Zahlen eine Verbesserung: 2008 wurden im Rahmen des Projektes insgesamt 434 Klientinnen und Klienten beraten, 2010 waren es schon 1.172 Klientinnen und Klienten“, erklärte der Sozialminister. Auch das Ergebnis einer Evaluation des Landesprojektes durch die Kölner Gesellschaft für Forschung und Beratung im Gesundheits- und Sozialbereich mbH (FOGS) und das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) der Universität Hamburg belege, „dass es in eindrucksvollem Maß gelungen ist, Menschen mit glücksspielbezogenen Problemlagen zu erreichen". So laute auch die konkrete Empfehlung der Evaluation, dass die Fachberatung für Glücksspielsucht weitergeführt werden sollte.

Es sei zu begrüßen, so der Minister weiter, dass sich die Länder bei der nun anstehenden Verlängerung des Glücksspielstaatsvertrags unter anderem darauf geeinigt hätten, den Glücksspielmarkt – trotz einer Öffnung – weiterhin zu reglementieren, um die Bekämpfung der Glücksspielsucht, Betrugsbekämpfung sowie Jugend- und Spielerschutz auch zukünftig zu ermöglichen. Das neue Spielhallengesetz sei mit seinen neuen Regelungen ebenfalls der Suchtprävention verpflichtet. Auch bei einer weitergehenden Liberalisierung des Glücksspielrechts müsse das suchtpräventive Ziel des Staatsvertrages „Verhindern von Glücksspiel- und Wettsucht“ gewährleistet werden, betonte Sozialminister Grüttner abschließend.

Mehr Infos gibt es auf der Internetseite der HLS unter www.hls-online.org.

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