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Moderner Schulbau mit Zukunftsperspektive

von Familien-Blickpunkt.de am 28/11/2018 - 11:20 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Moderner Schulbau mit Zukunftsperspektive

Planung für die Markwaldschule in Mühlheim liegt vor

Kreis Offenbach - Nachdem der Kreistag Ende Oktober die Maßnahmenliste im Schulbau beschlossen hat, die mit den Mitteln des Kommunalen Investitionsprogramms realisiert werden soll, geht es jetzt zügig voran. Antragsschluss für die Mittel ist der 31. Dezember 2018. „Priorität haben für uns die Markwaldschule und Rote-Warte-Schule in Mühlheim“, erklärt Landrat Oliver Quilling. „In die beiden Schulstandorte fließen alleine zwei Drittel der 23,3 Millionen Euro. Wir sind froh, dass es die Chance gibt, zwei so große Ersatzbaumaßnahmen realisieren zu können, weil dies nur unter besonderen Bedingungen geht. Wichtigstes Entscheidungskriterium für das Ja aus Wiesbaden ist, dass der finanzielle Aufwand für die Sanierung eines bestehenden Schulgebäudes höher ist, als die Kosten für einen Ersatzbau.“

An der Markwaldschule in Mühlheim kann nicht nur der Bestandsbau in vollem Umfang ersetzt werden. Die lokalen Gegebenheiten auf dem kreiseigenen Grundstück bieten gleichzeitig die Chance einer zukunftsorientierten Raumplanung, denn im Schulentwicklungsplan zeichnet sich eine signifikante Steigerung der Schülerzahlen ab. Werden heute etwa 160 Kinder beschult, sind es zum Schuljahr 2023/2024 gut 230, so dass die Schule spätestens dann durchgängig dreizügig geführt werden muss. Diesem Bedarf wird bereits jetzt mit einem geplanten Anbau Rechnung getragen, der nach Abriss der alten Schule in einem II. Bauabschnitt umgesetzt werden kann. Außerdem werden keine Container gebraucht, in denen die Kinder während der gut 2-jährigen Bauzeit unterrichtet werden müssen. Sie können direkt von dem Alt- in den Neubau umziehen. Dadurch werden Kosten in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro vermieden.

Das neue Schulgebäude ist so konzipiert, dass es gemeinsam mit der bestehenden Betreuungseinrichtung eine räumliche Einheit bildet. Die Kinder können den im Schulalltag erforderlichen Wechsel zwischen Betreuung und Unterricht auf kurzem Weg bewältigen. Beide Häuser trennt ein 11 Meter breiter Weg, der genug Platz auch für Ruhezonen bietet. Der Grundriss des Gebäudes ist so angelegt, dass es beidseitig der Flure Klassenräume gibt. Damit werden die notwendigen Verkehrsflächen so gering wie möglich gehalten. Außerdem werden erweiterte Flurzonen eingeplant, die als Treffpunkte oder offene Lernbereiche genutzt werden können. Das entspricht den heutigen modernen pädagogischen Erfordernissen.

„Gerade in diesen Punkten haben wir den engen Schulterschluss mit der Schulleitung und der Schulgemeinde gesucht“, führt Landrat Oliver Quilling weiter aus, „denn für uns zählt die Meinung der Experten. Wer gute Bildung will, muss gute Bildungsvoraussetzungen schaffen und dazu bietet ein Neubau immer die beste Gelegenheit.“ Der Gebäudekörper selbst misst etwa 57 auf 20 Meter ist zweigeschossig mit einer Gesamthöhe von 7,5 Metern. Er ist damit um etwa 2,5 Meter höher als die Betreuungseinrichtung. Die Fassade wird architektonisch hauptsächlich mit Glas und Holz gestaltet. Das schafft Transparenz und bezieht die besondere Lage unmittelbar an den Rodauauen mit ein.

Die versetzte Lage der beiden Gebäuderiegel ermöglicht von der Mensa den freien Blick in die Rodauauen. Einen Zugewinn wird es auch für die Anwohner geben. Denn wenn der Altbau erst einmal abgerissen ist haben sie ebenfalls freie Sicht in das Naturschutzgebiet. Der dort gewonnene Platz soll dann als Schulhof naturnah mit Spiel und Sportmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler umgestaltet werden.

„Fakt ist“, so der Landrat, „wir haben eine genehmigungsfähige Planung, die die pädagogischen, städtebaulichen und ökonomischen Anforderungen in einem ansprechenden Entwurf bestens realisiert und die künftige Schulentwicklung mit wachsenden Schülerzahlen berücksichtigt. Außerdem erfüllt sie die Bedingungen für die Genehmigung von KIP II Mittel, die sich vornehmlich an der Wirtschaftlichkeit orientieren. Der Antrag auf die KIP-II-Mittel ist mittlerweile unterwegs, weil die Antragsfrist zum Jahresende ausläuft. Sollte die Stadt Mühlheim tatsächlich eine B-Plan-Änderung erwirken, die die Nutzung unseres kreiseigenen Geländes einschränkt, bedeutet das, dass es in absehbarer Zeit keinen Neubau geben wird. Das kann aktuell aus Kreismitteln nicht geleistet werden, auch wenn die Kosten über die Schulumlage neutral finanziert werden.

Für die Rote-Warte-Schule in Mühlheim laufen die Planungen ebenfalls auf Hochtouren, denn auch hier gilt: Antragsschluss für die Mittel ist Ende des Jahres. Der Altbau soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Nur der Gebäudeteil 4 aus dem Jahr 1998 bleibt erhalten und wird umfänglich saniert. Für den Unterricht in der Bauzeit wurde auf dem MAN Gelände an der Senefelderallee ein geeignetes, leerstehendes Bürogebäude gefunden, das derzeit für die schulische Nutzung umgebaut wird.

Der Unterricht soll während der Bauzeit voraussichtlich in einem eigens dafür hergerichteten Bürobau stattfinden. Die Verhandlungen sind noch nicht ganz abgeschlossen. „Es freut mich, dass es zu diesem Projekt einen sehr konstruktiven Dialog mit der Stadt gibt“, ergänzt Landrat Oliver Quilling, „um vor Ort sowohl den dringend erforderlichen Neubau als auch die Betreuungseinrichtung der Stadt abgestimmt zu realisieren. Das ist auf dem beengten Grundstück nicht leicht. Wir als Kreis sind jedenfalls dankbar, dass wir in Zeiten knappen Kassen ohne Eigenmittel ein solches Projekt, das dringend notwendig ist, stemmen können.“

Bild: Neubau Markwaldschule Mühlheim_Riegel © prosa Architektur, Darmstadt

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