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Sieben Jahre Bildungs- und Teilhabepaket - Zahl der Inanspruchnahmen eilt von Rekord zu Rekord

von Familien-Blickpunkt.de am 05/08/2018 - 12:08 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Sieben Jahre Bildungs- und Teilhabepaket - Zahl der Inanspruchnahmen eilt von Rekord zu Rekord

Kreis Offenbach - Seit nunmehr sieben Jahren gibt es für Kinder und Jugendliche die Leistungen für Bildung und Teilhabe. „Insgesamt hat der Kreis Offenbach in diesem Zusammenhang zwischen 2012 und 2017 rund 78.600 verschiedene Leistungen bewilligt. Die Zahl der Kinder, die im Jahr mindestens einen Part des Bildungs- und Teilhabepakets in Anspruch nehmen, konnte von 7.071 im Jahr 2012 auf 9.546 im Jahr 2017 gesteigert werden. Die Zahl aller bewilligten Leistungen erhöhte sich im selben Zeitraum von 10.621 auf 16.120. Das sind 1.421 mehr als im Jahr zuvor und sage und schreibe 5.499 mehr als im Jahr 2012,“ betont Sozialdezernent Carsten Müller und spricht von einer mehr als positiven Zwischenbilanz für den Kreis Offenbach.

„Die Steigerungen zeigen auch, welchen Wert der Kreis Offenbach sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit zumisst. Denn die Zahlen bedeuten nicht mehr und nicht weniger, als dass es im Kreis mittlerweile etwas gerechter zugeht“, macht Müller deutlich. „Auch Kinder aus sozial schwachen Familien können nämlich mit Hilfe des Bildungs- und Teilhabepakets an Klassenausflügen teilnehmen, bekommen Zuschüsse zum Musikunterricht oder erhalten ein kostenloses Mittagessen und Nachhilfe. Mehr Bildung und Teilhabe bedeutet im Endeffekt schlicht und einfach mehr Chancen und eine bessere berufliche Zukunft für all die Kinder, die die Hilfe des Pakets in Anspruch nehmen.“ Im Bereich des Schulbedarfs gibt es sogar eine nahezu hundertprozentige Inanspruchnahme durch die leistungsberechtigten Familien. Auch die Teilhabeleistungen, die etwa Vereinsbeiträge umfassen, konnten von 969 bewilligten Leistungen im Jahr 2012 auf 1.584 Leistungen im Jahr 2017 gesteigert werden. „Dies ist neben der fortwährenden Bekanntmachung dieser Leistung auch auf die gute Kooperation mit den Vereinen zurückzuführen. Auch wenn ich gerade in dem Punkt Vereinsmitgliedschaft noch Luft nach oben sehe! Nachhilfeunterricht wurde 2017 insgesamt 829 Mal bewilligt. 2012 wurde diese Leistung nur 169 Mal in Anspruch genommen. Alles in allem sprechen wir also von unglaublich positiven und nachhaltigen Entwicklungen“, stellt Müller fest.

Zu verdanken sind die hervorragenden Zahlen vor allem der Hartnäckigkeit und Konsequenz, mit der der Kreis auf die Effekte des Bildungs- und Teilhabepakets setzt. „Wir sehen in den Maßnahmen ein wichtiges Instrument, Kinder effektiv zu unterstützen und Familien das Leben und den Alltag zu erleichtern“, so Müller weiter. „Daher haben wir von Beginn an die in Frage kommenden Eltern kontinuierlich beraten, bei der Antragstellung unterstützt und die Kinder und Jugendlichen ermutigt, die bestehenden Angebote auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen.“

Ein besonderes Augenmerk gilt seit jeher dem Bereich Lernförderung. So werden nach jedem Schulhalbjahr die Zeugnisse aller leistungsberechtigten Kinder und Jugendlichen angefordert, erfasst und ausgewertet. Gleichzeitig wird geschaut, ob man die entsprechenden Eltern von der Inanspruchnahme der Lernförderung überzeugen kann. Um dies zu erreichen, finden jährlich bis zu acht Informationsveranstaltungen für förderfähige Schülerinnen und Schüler und deren Eltern statt. „Darüber hinaus werben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Lehrerkonferenzen oder Elternabenden, Messen oder Kulturveranstaltungen für das Bildungs- und Teilhabepaket und seine einzelnen Maßnahmen“, verdeutlicht Müller. Hierbei arbeitet man konsequent mit anderen Fachdiensten zusammen, etwa mit der Vereinsförderung des Kreises Offenbach, um das Paket und seine Möglichkeiten auch auf Vereinsebene noch bekannter als ohnehin zu machen.

Ganz wesentlich zu den Steigerungen der Inanspruchnahme trägt laut dem Sozialdezernenten die neue mehrsprachige Internetseite bei. Müller: „Unter www.bildung-und-teilhabe-kreis-of.de kann man sich schnell und einfach einen Überblick über die einzelnen Möglichkeiten des Bildungs- und Teilhabepakets verschaffen. Zudem lassen sich die entsprechenden Anträge bequem mit einem Klick herunterladen.“ Das Besondere: Die Inhalte der Seite sind neben Deutsch in zwölf Sprachen von Arabisch, Farsi bis Russisch verfügbar. „Das erleichtert besonders neu zugewanderten Familien die Antragsstellung“, so Müller. Wer Fragen zum Bildungs- und Teilhabepaket hat, kann sich unter der Telefonnummer 06074 8058-555 zudem an die neue Hotline wenden.

Um die Informationen rund um das Thema Bildung und Teilhabe noch gezielter in den einzelnen Familien bekannt zu machen und gleichzeitig die Antragsstellung einer Leistung weiter zu vereinfachen, wurde zudem an jedes leistungsberechtigte Kind eine personalisierte Broschüre verschickt. Müller: „Darin sind zum einen die Anträge für alle Leistungen zusammengefasst und kurz erklärt. Jede Leistungsart wurde zudem farbig gestaltet und mit einem eigenen, passenden Icon ergänzt, wodurch ein höherer Erkennungswert erzielt und insgesamt eine bessere Lesbarkeit verwirklicht werden konnte. Darüber hinaus findet sich innerhalb des Antragsheftes zu jeder Leistung eine Erklärung in einfacher Sprache. Familien mit Migrationshintergrund erhielten die Broschüre überdies zusätzlich in einer von zwölf für die Menschen im Kreis Offenbach relevanten Übersetzungen wie etwa Arabisch oder Türkisch.“

Alle neuen Maßnahmen zusammen machen sich auch 2018 erneut bemerkbar. So wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits über 12.242 Leistungen bewilligt. „Wir steuern 2018 damit auf einen neuen Rekord an bewilligten Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zu“, stellt Müller fest. Gestiegen sind dementsprechend auch die Ausgaben für die einzelnen Leistungen und zwar von insgesamt 2,3 Millionen Euro im Jahr 2012 auf rund 3,8 Millionen Euro im Jahr 2017.

„Das ist viel Geld. Allerdings rechnen sich die Ausgaben. Denn Menschen, die später einmal im sozialen Netz landen, kommen den Steuerzahler erfahrungsgemäß wesentlich teurer zu stehen. Ganz davon abgesehen, dass wir das Geld in die Zukunftschancen von Kindern investieren“, so der Sozialdezernent abschließend.

www.familien-blickpunkt.de



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