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Ursache für mögliche EHEC-Infektionen bislang unklar

von Familien-Blickpunkt.de am 23/05/2011 - 15:46 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Ursache für mögliche EHEC-Infektionen bislang unklar

Insgesamt 25 Verdachtsfälle – Keine Gefahr für die Bevölkerung.

Wiesbaden. Seit Freitag sind mehrere Verdachtsfälle von Magen-Darm-Infektionen durch Enterohämorrhagische Escherichia Coli-Bakterien (EHEC) mit hämolytisch-urämischem Syndrom (HUS) im Rhein-Main-Gebiet bekannt geworden. Insgesamt sind bisher 25 Verdachtsfälle gemeldet worden, aus Frankfurt, Darmstadt, Gießen, Wetteraukreis und Offenbach. Alle werden stationär, zum Teil auf der Intensivstation, behandelt. Es handelt sich bisher überwiegend um Erwachsene im jungen und mittleren Lebensalter. Alle Patienten sind im gleichen Zeitraum erkrankt. Bisher gibt es keine Neuerkrankungen. Die Gesundheitsbehörden ermitteln derzeit die Ursache des Krankheitsausbruchs. Dabei arbeiten sie eng mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) zusammen. Eine Gefahr für die Gesamtbevölkerung besteht aktuell nicht.

Infektionen mit EHEC sind bislang in Hessen sporadisch und in kleineren Ausbrüchen vorgekommen. Die Infektion kann, zumeist bei Kleinkindern, zu gefährlichen Komplikationen wie Nierenversagen führen. Als Ursache kommen vor allem belastete Nahrungsmittel wie rohes Rindfleisch, Rohmilchkäse oder unzureichend gewaschenes Gemüse oder, bei unzureichender Hygiene, auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch in Frage.

Das Hessische Sozialministerium hat über die Gesundheitsbehörden mittels eines Informationsblattes die Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern sowie im niedergelassenen Bereich dazu aufgerufen, alle Patientinnen und Patienten mit blutigen Durchfällen auf EHEC zu untersuchen. Bei einer Verschlechterung des Krankheitsbildes mit Verdachtsfall auf Nierenbeteiligung sollten die Erkrankten zur Weiterbehandlung in ein geeignetes Krankenhaus eingewiesen werden.

Die Gesundheitsbehörden empfehlen, rohes Fleisch und Rohmilchkäse zu meiden sowie Gemüse vor dem Verzehr gründlich zu waschen. Patienten mit blutigem Durchfall werden gebeten, umgehend eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen. Im Erkrankungsfall sollten Hygienemaßnahmen wie sorgfältiges Händewaschen und Desinfektion der sanitären Einrichtungen konsequent eingehalten werden, um eine Erregerübertragungen von Mensch zu Mensch zu vermeiden. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.rki.de



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