Magazin

Wer Jugendarbeitslosigkeit verhindern will, muss in den letzten Schuljahren ansetzen

von Familien-Blickpunkt.de am 28/01/2012 - 16:26 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Wer Jugendarbeitslosigkeit verhindern will, muss in den letzten Schuljahren ansetzen

Kreis Offenbach - Am vergangenen Montag unterzeichneten Vertreter der Arbeitsagentur Offenbach, der Pro Arbeit Kreis Offenbach, der IHK Offenbach, der HWK Rhein-Main, der Kreishandwerkerschaft Offenbach, des Staatlichen Schulamtes Offenbach, den Kommunen Dietzenbach, Langen und Rodgau gemeinsam mit dem Jugend- und Sozialdezernenten Carsten Müller die Leitlinien „Jugend in Beruf". Die Unterzeichnung war der Startschuss für das Regionale Netzwerk „Jugend in Beruf" im Kreis Offenbach. Die im Netzwerk vereinten Institutionen wollen alle zusammen an einem Strang ziehen, um den Übergang Schule-Beruf im Kreis weiter zu verbessern, ihre Arbeit zu koordinieren und eng zusammenzuarbeiten.

„Für mich als Jugend- und Sozialdezernent im Kreis Offenbach ist das Thema Übergang Schule in den Beruf besonders auch für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf schon immer ein besonderes Anliegen. Daher freue ich mich über die neue Partnerschaft", betonte Carsten Müller anlässlich der Unterzeichnung.

Das gegründete Netzwerk setzt sich bis zum Jahr 2016 übrigens ganz konkrete Ziele. Müller: „Wer Jugendarbeitslosigkeit verhindern will, muss schon in den letzten Schuljahren ansetzen. So soll beispielsweise jedem Schüler eine fundierte, fest im Angebot der Schule verankerte berufliche Orientierung angeboten werden. Jungen Menschen soll zudem ein qualifiziertes Angebot gemacht werden, um einen Berufseinstieg oder eine Ausbildung zu finden. Kein junger Mensch soll darüber hinaus das Schulsystem ohne einen ausbildungsqualifizierenden Abschluss verlassen, der seinen Fähigkeiten entspricht."

Außerdem wolle man die Betriebe im Kreis dazu bewegen, mehr praxisorientierte Berufseinstiege anzubieten, so Müller weiter. Alle jungen Menschen mit Schwierigkeiten in den Übergängen zwischen schulischer und beruflicher Ausbildung erhalten außerdem die notwendige Unterstützung um Startschwierigkeiten zu überwinden und einen Beruf ergreifen zu können. Dies beinhaltet auch einzelfallorientiertes Coaching zur Hinführung zum Beruf, Begleitung des Übergangs und des Ankommens im Beruf sowie Hilfe bei Krisen während der beruflichen Ausbildung.

Müller: „In der Arbeit mit den jungen Menschen ist es uns wichtig, dass möglichst alle, die Unterstützung brauchen, eine Anlaufstelle haben und die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, damit diese Jugendlichen in der Arbeitswelt Fuß fassen. Denn im Dschungel der Möglichkeiten des beruflichen Einstiegs oder auch des Übergangssystems sind Beratungs- und Lotsenaufgaben für junge Menschen heutzutage schlicht unerlässlich." Außerdem, so der Kreisbeigeordnete abschließend, könne man es sich als Gesellschaft angesichts des demografischen Wandels nicht länger leisten, Jugendliche an eine Sozialkarriere zu verlieren.

Weitere Information finden Sie unter www.kreis-offenbach.de/Berufswegebegleitung.

Familien-Blickpunkt.de



Kommentare


Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

*Name:
*E-Mail:
Website:
*Kommentar:
  Bitte geben Sie den Text, den Sie links im Bild sehen, in das Textfeld ein. Hierdurch werden automatische Kontaktanfragen verhindert.
Bild mit dem Bestätigungscode kann nicht angezeigt werden