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Internationaler Aktionstag gegen die Todesstrafe am 30. November 2011

Internationaler Aktionstag gegen die Todesstrafe am 30. November 2011

Veröffentlicht: 25/11/2011 von Stadt Seligenstadt

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Wie Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams mitteilt, wurde die Stadt Seligenstadt von der Gemeinschaft Sant’ Egidio aus Würzburg gebeten, auch in Seligenstadt besonders auf den internationalen Aktionstag gegen die Todesstrafe hinzuweisen. 

 Am 30. November 2011 findet diese Initiative zum neunten Mal unter dem Motto „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe” statt.

Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit über 50.000 Mitgliedern in 70 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Sie engagiert sich unter Beteiligung zahlreicher anderer Organisationen unter anderem im Kampf gegen die Todesstrafe und hat die Aktion „Cities for life – Städte für das Leben“ gegründet. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte.

Die Kampagne hat in den vergangenen Monaten bedeutende Erfolge erzielt. Mittlerweile haben etwa 70 Prozent aller Staaten (140) die Todesstrafe aus ihren Strafgesetzen gestrichen oder wenden sie in der Praxis nicht mehr an. Das bedeutet, dass mittlerweile mehr als zwei Drittel aller Staaten weltweit die Todesstrafe per Gesetz oder zumindest in der Praxis abgeschafft haben. Es zeigt sich global immer eindeutiger eine Tendenz zur Abschaffung der Todesstrafe. Jedes Jahr wird der Kreis derjenigen Staaten, die auf die Todesstrafe verzichten, größer. Im Jahr 2010 schaffte Gabun die Todesstrafe endgültig ab und die Mongolei beschloss ein Moratorium. Im Dezember 2010 fand die dritte UNO-Resolution für ein Todesstrafen-Moratorium mehr Zustimmung in der Generalversammlung als je zuvor. Im Jahr 2011 folgten Illinois in den USA und Tunesien dem weltweiten Trend und schufen die Todesstrafe ab.

„Die Stadt Seligenstadt unterstützt diese Kampagne – wie über 130 andere deutsche Städte und über 1.200 Städte weltweit - durch Weitergabe der entsprechenden Informationen gerne. Wer sich noch weiter informieren möchte, kann dies im Internet unter  www.santegidio.org tun“, so Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams.

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